Regensdorf

500 aktive Kinder im Rägi Camp

Das abwechslungsreiche Angebot für Spiel und Spass in der zweiten Herbstferienwoche lassen sich die Mädchen und Buben aus dem Furttal nicht entgehen.

Basketballprofi Randy Phillips unterstützt die Kinder am Rägi Camp bei ihren ersten Versuchen in dieser Sportart.
Video: CA-Media

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Der Start zum 25. Rägi Camp verläuft nicht ganz reibungslos. Im Sekretariat in der Sportanlage Wisacher in Regensdorf drängen sich Eltern und Kinder. OK-Mitglieder und Jugendliche aus der Oberstufe bemühen sich, alle Wünsche zu erfüllen. Doch das Internet funktioniert nicht, sodass weder Nachmeldungen für einzelne Kurse noch Umbuchungen möglich sind. OK-Präsident Beat Hartmann lässt sich nicht stressen. Er kann auf ein 60-köpfiges Freiwilligenteam zählen, von denen alle zuverlässig arbeiten. Er selber hat viel Erfahrung mit der Organisation und weiss, es gibt immer eine Lösung. Irgendwann ist eine neue Leitung gelegt, und die Computer laufen wieder.

Unermüdliches Engagement

In der Turnhalle gibt Martin Lenggenhager Anweisungen. Er ist Präsident von Basketball Regensdorf und Mitbegründer des Rägi Camp vor 25 Jahren und engagiert sich nach wie vor für die Nachwuchsförderung im Basketball. Etwa 50 Kinder ab 6 Jahren in vier Gruppen aufgeteilt versuchen, ein Gefühl für den schweren Ball zu bekommen. Sie rennen dribbeln, werfen. Dazwischen ist die Stimme von Lenggenhager unüberhörbar. Er lobt und tröstet und mahnt auch mal zur Ordnung.

Basketballprofi Randy Phillips unterstützt die Kinder am Rägi Camp bei ihren ersten Versuchen in dieser Sportart (Fotos: Paca Carrascosa)

Später leiten Randy Phillips, Ricky Price und Laurynas Samenas die Mädchen und Buben an. Aller drei sind Mitglieder des Nati A Klubs Swiss Central Basketball in Luzern. Über Mittag geben sie Autogramme, lang ist die Schlange vor der Bühne in der Mehrzweckhalle Leepünt in Dällikon, wo sich die Camp-Teilnehmenden zum Essen treffen. Es gibt Teigwaren mit Bolognese Sauce. Kurzfristig kommt es zu einem Engpass mit der Pasta. Offenbar bevorzugen etliche Kinder das Gericht ohne Sauce. Anderen schmeckt gerade das Fleisch, das sie zusammen mit einem Stück Brot vertilgen. Genug zu essen gibt es für alle.

Bustransport zum Kursort

Der Sammelplatz zu und von den verschiedenen Kursorten ist vor der Sportanlage Wisacher. Die Fahrerinnen und Fahrer bringen die Kinder sicher von einem Ort zum anderen. Hanspeter Wider verabschiedet sich von einer Gruppe, die von der Besichtigung des Bergwerks ins Buchs zurückkommt. Ein Schüler zeigt eine Kugel Sandstein, die er von dort mitgebracht hat. Für Wider steht die nächste Fahrt bevor. Er checkt die Camp Pässe, um sicher zu sein, dass alle im richtigen Bus sitzen. Erst als die neun Kinder angeschnallt sind, fährt er los.

Erlebnis Bauernhof - zieht bei den Kindern meistens hervorragend.

Bereits an ihrem Ziel angekommen ist eine Gruppe Kinder auf der Seeholz Farm beim Katzensee. Sie hatten sich für das Angebot «Erlebnis Bauernhof» angemeldet. Im Hühnerstall helfen sie mit, die gelegten Eier in den Karton zu legen. Danach geht es auf die Wiese mit den Zwerggeissen. Bäuerin Claudia Ulrich verteil Brotstücke an die Kinder, die sie den Tieren füttern dürfen. Das ist nicht allen geheuer. Sie verziehen sich deshalb lieber auf den Spielplatz oder lassen sich mit einem Glas Süssmost verwöhnen. Als die Anfrage vom OK Rägi Camp kam, ob sie dieses Jahr mitmachen wolle, zögerte Claudia Ulrich nicht lange. «Ich habe früher selber am Camp teilgenommen. Es hat mir immer sehr gut gefallen», sagt sie. «Wir haben auf unserem Hof einiges, was wir den Kindern zeigen können.»

Hundeplausch mit Hindernis

Fünf Mädchen und ein Bub finden sich auf der Wiese in der Nähe des «Wisacher» ein. Jedes Kind führt seinen Hund an der Leine. Übungsleiterin Bea Altherr vom Hundesport Riedthof erklärt: «Verteilt euch so, dass genügend Abstand zwischen den Hunden ist. Sie dürfen sich nicht berühren.» Florian kann mit seiner Aisha ein Trickli vorführen.

Der Hundeplausch - Florian mit seiner Aisha

Die Hündin läuft mehrmals zwischen seinen Beinen durch und bekommt dafür ein Leckerli. Leandra lässt ihren Muffin durch einen Tunnel aus Stoff gehen. Das funktioniert beim ersten Mal. Danach zieht es Muffin jeodch vor, über das Hindernis zu springen. Die Hundetrainerin ist zur Stelle und erklärt das korrekte Verhalten. Deutliche Worte und Hundeguetzli helfen, den Hunden richtiges Benehmen beizubringen.

Erster Tag gut überstanden

«Wir sind alle ganz entspannt» sagt Beat Hartmann, Präsident des OK Rägi Camp. Der erste Tag sei ohne Zwischenfälle verlaufen. «Alle Kinder sind jeweils am richtigen Ort angekommen, keines ist verloren gegangen.» Bis am Mittag hätten sich die Abläufe eingespielt, die Organisation habe reibungslos funktioniert. «Die nächsten Camp Tage werden bereits Routine sein.»

Erstellt: 15.10.2019, 10:33 Uhr

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