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5571 Zuschauer sehen Klotens sechs Tore im Weihnachtsspiel

Das 6:4 gegen La Chaux-de-Fonds war der siebte Sieg des EHC in Folge, er hat seine Position an der Spitze ausgebaut.

Kloten hat Anlaufschwierigkeiten. Ramon Knellwolf trifft erst eine halbe Stunde nach der Führung der Gäste zum 1:1 für Kloten.
Kloten hat Anlaufschwierigkeiten. Ramon Knellwolf trifft erst eine halbe Stunde nach der Führung der Gäste zum 1:1 für Kloten.
Christian Merz

Auswärts null Punkte (4:5-Niederlage), im ersten Heimspiel der Sieg erst in der Verlängerung (3:2) - gestern aber hat Kloten zum ersten Mal in dieser Saison gegen La Chaux-de-Fonds drei Punkte geholt. Die Neuenburger waren bis zum letzten Match vor Weihnachten das einzige Team gewesen, das gegen Kloten noch nie ohne Zähler geblieben war. Diese Scharte wetzte Kloten dank eines 4:0-Mitteldrittels mit drei Powerplay-Toren innert 65 Sekunden aus.

Solches sieht man dann doch nicht alle Abende, und die 5571 Zuschauer, die gemeldet wurden, feierten denn auch ausgelassen. Es sah in diesem Mitteldrittel eher so aus, als ob Kloten nicht richtig in die Gänge fände - als plötzlich die Gäste ihre Nerven verloren. Da war zuerst die Strafe Zublers gegen Lehmann, es folgte eine gegen Iglesias – und Kloten nützte das doppelte Überzahlspiel zum 1:1 durch Knellwolf. Weil Goalie Matteo Ritz nach diesem Tor auch noch mit seinem Stock einen Gegner bearbeitete, bekam Kloten gleich nochmals ein 5:3 offeriert – dieses Mal nützte es Truttmann mit einem platzierten Hocheckschuss. Das war 33 Sekunden nach dem 1:1. Und in der einfachen Überzahl spazierte Robin Figren übers ganze Feld, am Ende stand sein 3:1, 32 Sekunden nach Truttmanns Goal.

Immerhin eineinhalb Minuten konnte La Chaux-de-Fonds nachher durchatmen, dann aber traf Fabian Sutter zum 4:1. Der Match schien entschieden. «Dass La Chaux-de-Fonds das Spiel noch eng machen konnte, hat die Mannschaft eigentlich nicht verdient. Sie kam eher wegen einiger Fehler von uns zu Toren», sagte Trainer Per Hanberg. Er freute sich über ein sehr gutes Powerplay, er freute sich an diesem ersten Dreier über diese Mannschaft.

Dass Kloten zum ersten Mal seit dem 2. November und dem 2:7 gegen Olten mehr als drei Gegentore kassierte, kümmerte ihn nicht zu sehr. «Das waren wichtige drei Punkte», stellte er fest. Und dass es am Ende noch einmal spannend wurde, sei auch nicht so schlecht gewesen. «Das war ein bisschen Üben fürs Playoff». Nach dem 5:4, das La Chaux-de-Fonds schon ohne Goalie geschossen hatte, griffen die Gäste die letzten zwei Minuten mit sechs Feldspielern an. Faille gewann trotz Stockbruchs das letzte Bully, Figren traf nach 59:52 ins leere Tor. Da mit Olten und Thurgau Verfolger Punkte verloren, baute Leader Kloten seinen Vorsprung an der Spitze auf fünf und mehr Punkte aus.

Faille am Spengler-Cup

Eine vorweihnachtliche Bescherung, an der nicht alle Klotener ihre Freude haben (aber doch die meisten), gab es gestern auch noch: Der Klotener Éric Faille ist für das Team Canada aufgeboten worden, das dann ab dem 26. Dezember am Spengler Cup spielt. Er ersetzt dort den verletzten Lausanner Cory Emerton.

Dass das Faille freut, ist klar. Er hat von seinem ehemaligen Coach in Kanada vom Interesse gehört, dann kam das Telefonant von sEan Bourke. «Das ist mein bisher grösster Moment, ein Aufgebot in eine kanadische Auswahl», sagte Faille. Er reist heute nach Davos. Seine Mannschaft freut sich natürlich ein bisschen weniger, das ist auch klar. Denn im Gegensatz zu allen National-League-Teams, die während des Davoser Turniers pausieren, spielt die Swiss League weiter. Im Falle Klotens: Am Freitag in Biasca gegen die Ticino Rockets, am Sonntag das Spitzenspiel gegen Olten. Klotens Sportchef Felix Hollenstein ist im Gespräch mit Team-Canada-Manager Sean Bourke und guter Dinge, dass Faille wenigstens gegen Olten mit Kloten auftreten kann. Faille sagte gestern sogar, dass er sicher für Kloten spielen werde. «Vier Spiele in vier Tagen», das werde schon ein bisschen speziell.

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