Dietlikon

9,9 Millionen Franken ins Alter investieren

Am 19. Mai sollen die Dietliker an der Urne über einen 9,9 Millionen Franken schweren Baukredit für den Umbau und die Erweiterung ihres Alterszentrums befinden. Das Zentrum Hofwiesen aus den 90ern soll modernen Bedürfnissen angepasst werden.

Von den 9,9 Millionen Franken Baukredit entfallen laut Aufstellung 3,2 Millionen auf den Neubau mit Restaurant und Terrasse.

Von den 9,9 Millionen Franken Baukredit entfallen laut Aufstellung 3,2 Millionen auf den Neubau mit Restaurant und Terrasse. Bild: Visualisierung: PD

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Erst im vergangenen Oktober ist neben dem Dietliker Alterszentrum Hofwiesen, in der Baulücke des ehemaligen Nägelihofs, ein Spatenstich über die Bühne gegangen: Für 15 Millionen Franken entsteht ein fünfgeschossiges Gebäude mit 22 Alterswohnungen. Und jetzt stehen schon wieder Investitionen ins Alter an: Am 19. Mai wird dem Stimmvolk des Dorfes ein Baukredit über 9,9 Millionen Franken für das bestehende Alterszentrum vorgelegt: Die Anlage soll erneuert und um ein zusätzliches Gebäude erweitert werden.

An der Gesamtzahl der 66 Betten soll sich dabei nichts ändern. Allerdings wird bei der Art der Plätze eine Umverteilung vorgenommen: Während die Zahl der Pflegebetten von aktuell 56 auf 42 reduziert wird, soll die Zahl der Demenzbetten von 10 auf 24 steigen. Dabei ist festzuhalten, dass in einer Demenzabteilung generell nicht nur Demente, sondern auch Personen mit sonstig erhöhtem Pflegebedarf betreut werden.

Umbau und Renovation

Das Alterszentrum war 1989/1990 als dreigeschossiges Winkelgebäude erstellt worden. An der Fassade, die längst ihren festen Platz im Erscheinungsbild des Dietliker Dorfzentrums hat, seien «keine Veränderungen vorgesehen», heisst es in der Weisung zur Vorlage. Innendrin wird umso mehr umgestellt: Die neue Demenzstation kommt ins Erdgeschoss, der Eingang wird umgestaltet und im Westflügel wird ein Atelier eingerichtet. In den Obergeschossen werden diverse bauliche Anpassungen vorgenommen. Kostenpunkt der Umbauten: knapp 4,2 Millionen Franken.

Darüber hinaus wird Bestehendes renoviert: Allein für die Heimküche sind knapp 1,1 Millionen Franken für Sanierung und Erweiterung vorgesehen. Die übrigen Renovationsarbeiten, zu denen etwa neue Boden- und Wandbeläge, neue Beleuchtung sowie die Nachrüstung des baulichen und technischen Brandschutzes gehören, schlagen mit weiteren 1,1 Millionen Franken zu Buche. Des Weiteren sind gut 300000 Franken für die Umgebung mitsamt Einrichtung eines Demenzgartens vorgesehen.

Ein neues Gebäude

Zum Gesamtvorhaben gehört auch der Neubau eines Restaurantpavillons. Als neuer Treffpunkt für Bewohner und Gäste soll er auch die umliegenden Liegenschaften miteinbinden, namentlich die Alterswohnungen Nägelihof. Der südseitige Terrassenanbau ist als Skelettbau in Massivbauweise geplant, verkleidet mit einer Leichtbaukonstruktion; Restaurant und Lounge befinden sich im Untergeschoss, im Obergeschoss die Terrasse für die Gäste. Kostenpunkt des Neubaus allein: gut 3,2 Millionen Franken. So kommen die insgesamt 9,9 Millionen Franken zustande.

Das Projekt für Um- und Ausbauten des Alterszentrums hat eine relativ lange Vorgeschichte. So hatte bereits im September 2014 eine erste Machbarkeitsstudie vorgelegen. Die ursprünglichen Pläne hatten, nebst den Renovationen und Umbauten, einen dreigeschossigen Anbau an der Südseite des Zentrums vorgesehen. Das erste Vorprojekt im März 2016 ging von Kosten von 11 Millionen Franken aus.

Ende 2016 schlossen sich Dietlikon, Wallisellen und Wangen-Brüttisellen zur «Allianz Pflegeversorgung» zusammen. Gleichzeitig wurde das Projekt für das oben erwähnte zweite Nägelihof-Gebäude konkretisiert. In der Folge entschied der Gemeinderat von Dietlikon, das Vorprojekt neu überprüfen zu lassen. Eine zweite Machbarkeitsstudie lag dann im Juli 2017 vor. Darauf fusst das zweite Vorprojekt, das im Juli 2018 noch um Anpassungen in den Bereichen Küche und Gastronomie ergänzt worden ist und als Grundlage für das fertige Projekt dient.

Geschäft kaum umstritten

Wirklich umstritten scheint das Geschäft in Dietlikon nicht zu sein. Eine vorberatende Gemeindeversammlung hatte die Vorlage am 3. Dezember diskutiert und mit 135 zu 2 Stimmen letztlich überdeutlich gutgeheissen. Ebenso empfehlen der Gemeinderat und die Rechnungsprüfungskommission (RPK) ein Ja.

Erstellt: 25.04.2019, 09:23 Uhr

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