Kloten

Am Ende das beste Team sein

Mit dem Gastspiel in Weinfelden gegen den HC Thurgau startet der EHC Kloten in seine zweite Swiss-League-Saison. Sie soll deutlich länger dauern als die vergangene.

Mit klarem Plan und Leidenschaft an der Bande: Klotens neuer Trainer Per Hanberg.

Mit klarem Plan und Leidenschaft an der Bande: Klotens neuer Trainer Per Hanberg. Bild: Leo Wyden

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Plötzlich war da die Leere. Kaum hatte im vergangenen Frühling das Playoff begonnen, war die Saison für Kloten schon zu Ende. Am Sonntag, 3. März, schied der EHC nach nur fünf Partien der Best-of-5-Serie im Viertelfinal in Langenthal aus. Das Ziel, dem Wiederaufstieg so schnell wie möglich so nahe wie möglich zu kommen, wurde nicht knapp, sondern viel zu deutlich verpasst.

Beim Start vor einem Jahr war vieles ungewiss gewesen, nun gibt es immerhin einiges, das eine Steigerung verspricht. Da ist einmal die Qualität der Trainer. Per Hanberg geht in seine dritte Saison in der Swiss League, in Langenthal hat der Schwede eindrücklich bewiesen, dass er ein Team bauen und formen kann. Kloten und Schweden – das passt ohnehin gut zusammen. Conny Evensson begründete ab 1992 die Meisterdynastie mit vier Titeln in Folge. Und bei Evensson machte Hanberg auf seinem Weg zum Trainer auch ein paarmal Station.

Aggressiv und intensiv

Einiges an Per Hanberg erinnert an Conny Evensson. Der Weltmeister-Trainer versprach zu seinem Amtsantritt vor 27 Jahren: «Kloten wird ein kämpferisches Team sein» – also eine Qualität zu zeigen, die bis dahin vermisst worden war. Tatsächlich spielte Kloten danach so, wie es der Coach angekündigt hatte. Hanberg sagt nun: «Kloten wird ein hart arbeitendes Team sein, wir werden immer über 60 Minuten kämpfen.» Auch das ist eine Qualität, die im vergangenen Winter zu selten zu sehen gewesen war.

Klotens treue Fans stehen auch in der zweiten Swiss-League-Saison hinter ihrem Team. Foto: Leo Wyden

Die Art und Weise, wie Hanberg mit Kloten spielen will, ist ähnlich wie in Schweden oder in Langenthal: «Aggressiv und mit viel Intensität.» Der EHC checkt deutlich mehr vor als im letzten Winter. «Aber wir müssen die Balance finden, jeder muss dem anderen vertrauen können», fordert Hanberg. Seit dem ersten Training arbeitet er mit der Mannschaft daran, dieser Prozess ist natürlich noch nicht abgeschlossen. Kontinuität ist das, was er will und was es in solch einer Entwicklungsphase auch braucht. «Es braucht Zeit, um ein Team zu formen.»

Vielversprechende Transfers

Kloten muss auch noch nicht jetzt zum Saisonstart, sondern im nächsten Februar in Top-Verfassung sein. «Wir haben eine gemeinsame Reise vor uns», erklärt Per Hanberg. Schritt für Schritt und Woche für Woche soll es vorwärtsgehen. Damit dann im Playoff «jeder genau weiss, was er zu tun hat». Im Sport könne man wohl die eigene Leistung kontrollieren, nicht aber die Resultate. Aber er als Coach und seine Spieler hätten in Kloten ein gemeinsames Ziel, betont der 52-Jährige: am Ende das beste Team zu sein.

Gilt als Hoffnungsträger: Klotens neuer Center Eric Faille. Foto: Christian Merz.

Sportchef Felix Hollenstein hat einige gute Transfers getätigt. Von Beginn weg steht mit Dominic Nyffeler ein sehr guter Schweizer im Tor. Center Eric Faille und Flügel Robin Figren sind in der Lage, die Erwartungen, die sich an sie als Ausländer richten, im oberen Bereich zu erfüllen. Und Dominic Forget sollte trotz seiner 38 Jahre noch immer ein sehr guter Swiss-League-Skorer sein. In der Verteidigung kam mit David Stämpfli, Lucas Bachofner und Simon Kindschi mehr Physis hinzu. «Und wir haben ein grosses Team», sagt Hanberg erfreut. Sind alle fit, stehen fünf Sturmlinien zur Verfügung. Der Konkurrenzkampf ist enorm wichtig, er kann das Aufkommen von Genügsamkeit verhindern. «Keiner mag es, wenn er von der Tribüne zuschauen muss», deutet der neue Trainer an.

Erstellt: 12.09.2019, 21:42 Uhr

Fakten zum Start

Nur ein Kloten-Sieg im Thurgau

Der HC Thurgau hat in der vergangenen Saison einiges besser angepackt als Kloten. Die Ostschweizer kämpften sich im Playoff bis in die Halbfinalserie gegen La Chaux-de-Fonds vor, die sie dann 1:4 verloren. Auf dem Weg dorthin rangen sie den Qualifikationszweiten Ajoie nieder. Und sie gewannen von drei Spielen gegen Kloten in der Weinfelder Eishalle Güttingersreuti deren zwei. Kloten konnte dort nur einen Sieg feiern (3:0).

Im Schweizer Cup unterlag Thurgau am Dienstag dem Titelverteidiger Zug 0:6. Einen Tag vor Meisterschaftsstart stiessen mit einer B-Lizenz von den SCRJ Lakers der ehemalige Kloten-Junior Frantisek Rehak, Fabio Hollenstein und Mauro Dufner zum Team. In Klotens Mannschaft ist Verteidiger René Back leicht angeschlagen. Zum ersten Meisterschaftsheimspiel der Saison tritt der EHC am Samstag um 19.45 Uhr gegen Visp an. jch

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