Flughafen

Am Flughafen Zürich hat der Herbstansturm begonnen

Mit dem Beginn der Herbstferien im Kanton Zürich zieht es viele Sonnenhungrige nochmals in den Süden. Am Flughafen in Kloten herrschte am Samstagnachmittag zwar reger Betrieb, von Hektik unter den Reisenden war aber kaum etwas zu spüren.

Trotz der hohen Passagierzahlen verlief das erste Herbstferienwochenende am Check-in des Flughafens Zürich relativ ruhig.

Trotz der hohen Passagierzahlen verlief das erste Herbstferienwochenende am Check-in des Flughafens Zürich relativ ruhig. Bild: Sibylle Meier

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In der Abflughalle des Flughafens Zürich waren am Samstag zahlreiche Reisende in Gruppen, zu zweit oder auch alleine unterwegs. Der erste Feriensamstag im Kanton Zürich gilt passagiermässig als starker Abreisetag. Suchend oder zielstrebig orientieren sich die Reisenden auf der grossen Informationstafel über ihre aktuellen Abflugzeiten und Flugnummern. Hier, beim Check-in 1, müssen sich alle Passagiere einfinden, die Flüge bei Swiss, Austrian, Croatia Airlines, Edelweiss oder Lufthansa gebucht haben. Destinationen wie Antalya, Punta Cana, Malaga oder Heraklion versprechen Sonne, Sandstrand und Erholung. Einige Passagiere in T-Shirts sind bereits auf die wärmeren Temperaturen in ihren Feriendestinationen eingestellt. Andere sind, eingehüllt in dicke Winterjacken, auf jede Wetterlage vorbereitet. Um im Flugzeug später entspannen zu können, tragen einige Reisende bereits Nackenkissen.

Die Stimmung beim Check-in 1 ist locker und alles andere als hektisch, trotz immer länger werdenden Warteschlangen vor den Schaltern und damit auch noch längeren Wartezeiten. Die Reisenden sind gut gelaunt, unterhalten sich angeregt, bis auf zwei streitende Pärchen, welche die grosse Ausnahme an diesem Nachmittag bilden.

Familienferien auf Ibiza

Auch die Familie Matter aus Neuenhof AG steht in der Check-in-Warteschlange. «Wir fliegen nach Ibiza. Damit erfüllen wir den Wunsch unserer Kinder Nina und Simon nach einem richtigen Familienurlaub», erzählt Mutter Karin gut gelaunt. Tochter Nina arbeitet bei ihrem Vater Dieter in der Auto-Garage im Verkauf und als stellvertretende Geschäftsführerin, Sohn Simon in einer Garage in Wohlen als Disponent. «Ich unterrichte Yoga und textiles Werken», ergänzt Karin Matter. Mit nach Ibiza in die Ferien kommen darf auch ihre Hündin Shana.

«Meine Schwiegereltern sind schon in Javea in Spanien und erwarten uns», sagt Tiziana Kühne aus Münchwilen TG, die sich mit ihrer schlafenden kleinen Tochter Bianca auf eine Sitzgelegenheit im Check-in 1 zurückgezogen hat. «Mein Mann, meine Tochter, mein Schwager und ich fliegen heute nach Javea. Wir haben dort für zwei Wochen ein Ferienhaus gemietet. Im Sommer sind die Ferien als Familie zu teuer. Deshalb verreisen wir im Herbst.»

Engpässe vermeiden

Noch gilt am Flughafen Zürich der Sommerflugplan, erst Ende Oktober wird auf den Winterflugplan umgestellt. Viele Reisende verlegen deshalb ihre Flugreisen auf die Herbstferien. Für den Flughafen Zürich bedeutet das, dass man sich besonders vorbereiten muss. Alle Bereiche des Flughafenbetriebes, vom Check-in und Groundhandling bis zu den Sicherheits- und Passkontrollen seien einer erhöhten Belastung ausgesetzt, erklärt der Mediensprecher des Flughafens, Philipp Bircher. «Wir und die verschiedenen Flughafenpartnerfirmen wie Kantonspolizei Zürich, Fluggesellschaften oder Bodenabfertigungsunternehmen haben für diese Wochen genügend Personal eingeplant.»

Gleichzeitig bitte man auch die Passagiere, ihren Beitrag zu leisten und vorgängig die Regelungen und Sicherheitsbestimmungen für Gepäck und Flüssigkeiten zu lesen und zu befolgen. «Dadurch können viele Engpässe vermieden werden», sagt Bircher. Passagieren, die von Zürich abfliegen, wird geraten, sich mindestens zwei Stunden vorher am Flughafen einzufinden, bei Langstreckenflügen noch früher.

Den Sommer verlängern

Den Sommer in Griechenland verlängern möchte die Familie Schweizer aus Zug. Der fünfjährige Matteo freut sich auf die Ferien mit seinen Eltern in Thessaloniki, wo die Familie ein Hotel direkt am Strand gebucht hat. Dort werden sie zwei Wochen lang den Sommer geniessen.

«Ich habe jetzt Ferien, und im Herbst ist es günstiger als im Sommer», erzählt Nuradin Oertle. Er und seine Schwester Salia werden ihre Herbstferien auf der tunesischen Insel Djerba verbringen. Die beiden wohnen im Kanton Appenzell Ausserrhoden. Begleitet werden die Geschwister von ihrer Pflegemutter Karin Baumgartner und deren Schwester Doris Baumgartner.

Salome Youssef aus Zürich stellt sich mit einem bis oben vollgetürmten Gepäckwagen in der Warteschlange beim Check-in-Schalter der Swiss an. In der Hand hält sie fünf Pässe. «Ich checke schon heute Nachmittag ein. Wir fliegen aber erst am frühen Abend», bemerkt sie. Sie, ihr Mann und ihre drei Kinder fliegen nach Kairo. «Wir werden acht Tage in Kairo bleiben. Es sind unsere Ferien, die wir mit einem Familienbesuch verbinden, da mein Mann aus Ägypten stammt.»

Erstellt: 07.10.2019, 07:23 Uhr

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