Kloten

Auch unter Schläpfer weiterhin unbeständig

Die Mängelliste des abgeschlagenen NL-Tabellenletzten Kloten ist lang. Ein Teil des Misserfolgs ist auf die fehlende Konstanz des EHC zurückzuführen.

Trainer Kevin Schläpfer muss sich an der Bande über so manchen Lapsus seiner Klotener Spieler ärgern.

Trainer Kevin Schläpfer muss sich an der Bande über so manchen Lapsus seiner Klotener Spieler ärgern. Bild: Keystone

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Die Gelegenheit, sich zum erst zweiten Mal in der aktuellen Spielzeit sechs Punkte in Folge zu sichern, schien nach Klotens überzeugendem 5:1-Derbysieg vom Abend zuvor bei den ZSC Lions günstig. Vor der Heimpartie am vergangenen Sonntag gegen die SCL Tigers wagte sich Klotens Präsident Hans-Ueli Lehmann darum mit einem Mikrofon in der Hand auf das Glatteis. Er bedankte sich bei den Stehplatzfans für ihre Treue und sprach von schweren Zeiten für die Anhänger der Zürcher Unterländer. «Gemeinsam schaffen wir das», meinte Lehmann zum Abschluss seiner Rede, die beim Publikum gut ankam.

Weniger Beifall fand die anschliessende Leistung der Mannschaft: Mit dem 1:4 gegen die SCL Tigers erlitt sie einen erneuten Rückschlag.Es gibt viele Gründe, weshalb der EHC Kloten abgeschlagen am Tabellenende der NL steht. Die fehlende Torproduktion, die offensive Abhängigkeit vom Santala-Sturm, haarsträubende Abwehrfehler wie zuletzt wieder gegen die Langnauer, das knapp bemessene Kader, zu dem lediglich drei Ausländer gehören und das wohl insgesamt einfach über zu wenig Substanz verfügt.

Es gibt aber noch eine zusätzliche Schwäche, die immer wieder festgestellt werden muss: die fehlende Konstanz. Das beginnt schon innerhalb einer Partie. Zwar spielt Kloten selten über 60 Minuten wirklich schlecht, aber auch so gut wie nie über die gesamte Spieldauer gut. Das beste Beispiel dafür lieferte das Team beim 1:4 gegen die SCL Tigers. «Wir haben den Match fast 30 Minuten lang dominiert und ihn dann mit unseren Fehlern innerhalb von kurzer Zeit aus der Hand gegeben», sagte Cheftrainer Kevin Schläpfer verärgert. Dazu kommt die fehlende Konstanz zwischen den Partien.

Nur eine Serie könnte helfen

Erst einmal hat Kloten heuer zwei Spiele in Folge in der regulären Spielzeit für sich entschieden. Das war noch unter Trainer Pekka Tirkkonen, als in den Runden 7 und 8 die SCL Tigers mit 4:0 und Lausanne mit 2:1 besiegt wurden. Danach folgte eine Serie – allerdings eine negative – von fünf Niederlagen, an deren Ende Tirkkonens Entlassung stand. Einmal gewann Kloten zwar dreimal in Folge (gegen Zug, Fribourg-Gottéron und die SCL Tigers), allerdings jeweils erst nach Verlängerung oder Penaltyschiessen. Diese Erfolge erwiesen sich als Strohfeuer, folgten darauf doch vier Niederlagen. Seither hat Kloten nie mehr zwei Partien nacheinander gewonnen und zuletzt zehn von zwölf Spielen verloren. So kann das Team seine prekäre Tabellenlage nicht verbessern. Einzig eine Sieges­serie könnte etwas Hoffnung auf eine Playoff-Qualifikation oder wenigstens auf den 10. Schlussrang aufkeimen lassen. Sie ist derzeit jedoch nicht in Sicht, erst recht nicht in der nahen Zukunft.

Denn heute Freitag tritt Kevin Schläpfers Team beim starken EV Zug an. Am Samstag kommt der EHC Biel mit Antti Törmänen als neuem Trainer an der Bande in die Swiss-Arena und hat deshalb vielleicht zusätzlichen Schwung. Und am kommenden Dienstag folgt der Auftritt bei Leader und Meister SC Bern. Die erste Auswärtspartie in dieser Qualifikation gegen den SCB hat Kloten 2:9 verloren. Aber vielleicht überrascht der EHC ja für einmal positiv. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 14.12.2017, 18:02 Uhr

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