Freienstein-Teufen

Australische Post kauft 1000 Kyburz-Fahrzeuge

Die Unterländer Firma Kyburz Switzerland AG liefert erstmals eine ganze Elektrofahrzeug-Flotte auf einen anderen Kontinent.

Ungewohnte Umgebung: Bald sind 1000 Freiensteiner Elektrofahrzeuge in Australien unterwegs.

Ungewohnte Umgebung: Bald sind 1000 Freiensteiner Elektrofahrzeuge in Australien unterwegs. Bild: PD

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Während die Post immer weniger Briefe zustellt, nimmt die Zahl der Pakete stetig zu. Das stellt neue Anforderungen an die Zustellfahrzeuge. Die australische Post hat deshalb entschieden, in Zukunft auf Elektrofahrzeuge der Firma Kyburz mit Sitz in Freienstein zu setzen. 1000 Dreiradfahrzeuge werden nun in der Schweiz angefertigt und helfen der «Australia Post» ab Mitte Jahr, die wachsende Anzahl Pakete zu bewältigen.

Die Kyburz-Produkte bieten zusätzlichen Stauraum und punkten auch in Sachen Sicherheit. Bob Black, Group Chief Operating Officer bei der «Austalia Post», sagt: «Die Kyburz-Fahrzeuge sind sicherer als das herkömmliche Motorrad. Sie sind auf der Strasse besser sichtbar, stabiler und bieten einen erhöhten Schutz für den Fahrer.» Das reduziere das Unfallrisiko für die Mitarbeitenden in der Zustellung. «Wir sind stolz, bald die grösste Flotte von Elektrofahrzeugen in Australien zu betreiben.» Mit dieser würden die Kohlenstoff-Emissionen der australischen Post bis 2020 um einen Viertel gesenkt.

Fahrzeuge kommen in Agglomeration zum Einsatz

Kyburz-Fahrzeuge sind in Australien nicht neu. Sie wurden seit dem Jahr 2017 ausgiebig getestet. Die Anforderungen und Anregungen flossen in die Weiterentwicklung der Dreiräder, die sich hierzulande bei der Schweizerischen Post bereits tausendfach bewährt haben. Martin Kyburz, Gründer und Besitzer der Freiensteiner Firma, sagt: «Ich freue mich einerseits im geschäftlichen Sinn über diesen Auftrag. Andererseits ist es toll, dass unser Unternehmen damit aktiv etwas zur Nachhaltigkeit beitragen kann.»

Australien hat eine Fläche von rund 7,7 Millionen Quadratkilometern und ist damit das sechstgrösste Land der Welt. Wo werden die Kyburz-Fahrzeuge zum Einsatz kommen? «Da grosse Teile des Landes sehr dünn besiedelt sind, werden die Dreiräder vor allem in den Agglomerationen der grossen Städte unterwegs sein», sagt Daniel Honegger vom Marketing-Team der Firma Kyburz. Letztlich sei es aber die Entscheidung des Kunden, wo die Fahrzeuge eingesetzt werden. «Sollte die jetzige Bestellung nicht ausreichen, darf die australische Post gerne noch mehr Fahrzeuge bei uns bestellen.»

Kyburz beliefert auch Island, Norwegen und Finnland

Im Juni sollen die ersten Fahrzeuge nach Australien ausgeliefert werden. «Bis Ende Jahr wollen wir die ganze Flotte ausgeliefert haben», sagt Honegger. Für die Unterländer Firma ist das eine grosse Herausforderung. Für den Auftrag wurden extra neue Mitarbeiter eingestellt. «Wir sind aber überzeugt, dass wir alles pünktlich ausführen werden.»

Bei der Schweizerischen Post kommt das Modell «DXP 5» zum Einsatz. Im entsprechenden Prospekt der Firma Kyburz heisst es, dass die Postzulieferung dadurch so effizient erfolgt, dass gegenüber einem herkömmlichen Moped pro Halt acht Sekunden eingespart werden können. So stehe der «DXP 5» stabil auf drei Rädern und brauche deshalb keinen Ständer. Zudem ermöglicht der 1-Klick-Fahrrichtungswechsel ein einfaches und rasches Manövrieren.

Kyburz-Zustellfahrzeuge stehen auch bei Postbetrieben verschiedener anderer europäischer Länder täglich im Einsatz. Zum Beispiel in Island, Norwegen und Finnland. Nun wird erstmals eine ganze Flotte auf einen anderen Kontinent geliefert. Daniel Honegger sagt: «Unsere Fahrzeuge werden derzeit an verschiedenen anderen Orten in Europa getestet. Wo genau, kommunizieren wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.»

Erstellt: 05.02.2019, 17:51 Uhr

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