Niederweningen/Rümlang

Bucher Industries verlässt die wirtschaftliche Talsohle

Bucher Industries schreibt für das Geschäftsjahr 2017 markant bessere Zahlen und wird dafür mit einem höheren Aktienkurs belohnt. Dormakaba schliesst das Halbjahr 2017/18 auch positiv ab, bleibt aber unter den Erwartungen und muss deshalb an der Börse Federn lassen.

Der Maschinenhersteller Bucher Industries präsentiert gute Zahlen. Bild: ZUM

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Bucher Industries scheint die wirtschaftliche Talsohle überwunden zu haben. Nach Rekordjahren bis 2014 machten dem Maschinenhersteller die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank sowie wirtschaftliche Krisen (Brasilien, Osteuropa) und kriegerische Auseinandersetzungen (Ukraine/Russland) zu schaffen. Die Wehntaler schrieben in der Folge weiterhin schwarze Zahlen, aber eben weniger hohe. Das Geschäftsjahr 2017 scheint jetzt die Wende zu bringen.

Auf Konzernebene legte der Auftragseingang um 20,3 Prozent auf 2,87 Milliarden Franken zu. Der Umsatz kletterte um 11,2 Prozent auf 2,65 Milliarden Franken. Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebit (Gewinn vor Zinsen und Steuern) stieg um 33,7 Prozent auf 226 Millionen Franken, der Konzerngewinn auf 168 Millionen Franken (+41,6 Prozent). Die guten Zahlen werden zurückgeführt auf gestiegene Preise in der Milch- und Viehwirtschaft sowie höhere Investitionen der Städte und Kommunen in Kommunalfahrzeuge.

Aktien im Auf und Ab

Die Dividende soll an der Generalversammlung vom 18. April von bisher 5 auf neu 6,50 Franken pro Aktie erhöht werden. Die guten Zahlen erhielten auch Applaus an der Börse. Der Aktienkurs von Bucher Industries stieg vom Eröffnungskurs von 414,80 Franken bis auf 424,20 Franken und schloss mit einem Plus von 9,5 Prozent auf 423.

Genau umgekehrt sah es bei Dormakaba aus. Die Titel des Rümlanger Schliesstechnik-Konzerns waren im frühen Handel nach Bekanntgabe der halbjahreszahlen 2017/2018 um bis 13 Prozent in den Keller gefallen und notierten zu Börsenschluss immer noch ein Minus von 9,3 Prozent.

Zwar wuchs der Umsatz in den ersten sechs Monaten um knapp einen Fünftel auf 1,4 Milliarden Franken. Der grösste Teil des Anstiegs (14,6 Prozent) kam aber aus Firmenübernahmen zustande. Aus eigener Kraft wuchs Dormakaba lediglich um 2,9 Prozent gegenüber 4,3 Prozent im Vorjahr. Der Konzerngewinn stieg um 18,6 Prozent auf 113,6 Millionen Franken. Für das Gesamtjahr korrigiert der Konzern die Erwartungen nach unten. Das gefiel den Investoren überhaupt nicht, der fallende Aktienkurs war eine Folge davon. (sda/rce)

Erstellt: 06.03.2018, 17:58 Uhr

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