Videoserie «Badis im Test»

«Das beheizte Becken ist ein Vorteil»

Redaktor Flavio Zwahlen testet in loser Folge die Unterländer Badis. In der ersten Episode ist er zu Gast in der Badi Töss Side in Rorbas. Diese punktet mit ihrer idyllischen Lage.

In der ersten Folge der Serie «Badis im Test» ist Redaktor Flavio Zwahlen zu Gast im Freibad Töss Side in Rorbas.
Video: Michael Caplazi

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«Nun hat der Sommer so richtig begonnen», sagt ein erleichterter Thomas Tessaro. Er ist Bademeister im Freibad Töss Side in Rorbas. Er habe gemerkt wie die Leute nur darauf gewartet hätten, endlich schwimmen gehen zu können. «Am vergangenen Wochenende kamen dementsprechend viele Gäste zu uns.»

Im Mai war das anders. Lediglich rund 20 Leute seien durchschnittlich pro Tag in die Badi gekommen. Grund dafür war das kühle Wetter. Da nützte es auch nichts, dass das Wasser in der Anlage während der ganzen Saison auf rund 25 Grad erwärmt wird. Dennoch sei es laut Tessaro ein Vorteil gegenüber anderer Badis. «Aufgrund unseres beheizten Beckens kommen auch viele Leute aus Bülach oder Embrach zu uns.»

Rund 35 Glacés

Die Rorbaser Badi verfügt über ein Schwimmerbecken, welches 50 Meter lang ist. Dazu gibt es ein kleineres Nichtschwimmerbecken für die jüngeren Gäste. Die Attraktion ist eine 60 Meter lange Rutschbahn, auf welcher immer drei Personen zur gleichen Zeit rutschen können.

Die Badi überzeugt mit einer abwechslungsreichen Speisekarte. So können sich die Gäste zum Beispiel einen Big Badi Burger mit Ei bestellen oder sich für den Wurst-Käse Salat garniert entscheiden. Zudem stehen rund 35 verschiedene Stängelglacés und Cornets zur Auswahl. Das Selbstbedienungsrestaurant kann übrigens auch ohne Freibad-Eintrittskarte besucht werden. Den Eintritt löst man an einem Automaten beim Eingang.

Der Einzeleintritt für ein Kind ab Jahrgang 2013 kostet 4 Franken. Erwachsene ab Jahrgang 2001 bezahlen 7 Franken. Ab 17 Uhr kostet der Eintritt jeweils nur noch 2 Franken (Kinder) und 5 Franken (Erwachsene).

Im Unterland gibt es insgesamt 15 Badeanstalten. In den kommenden Wochen ist ZU-Redaktor Flavio Zwahlen unterwegs, um sie zu testen. Dabei präsentiert er die Garderoben, die Wasserbecken und die Attraktionen. Zudem probiert er in jedem Badi-Restaurant die Spezialität des Hauses.

Erstellt: 05.06.2019, 18:47 Uhr

Kühler Mai vermiest Badis den Saisonstart

Es war der kühlste Mai seit 30 Jahren. In Kloten beispielsweise lag die Tagesdurchschnittstemperatur bei lediglich 10,9 Grad. Ein Ausflug in die Badi ist bei diesem Wetter schlicht undenkbar. Trotzdem sind vier Freibäder im Unterland bereits am 1. Mai in die neue Saison gestartet. Darunter auch das Freibad Töss Side in Rorbas. Bademeister Thomas Tessaro sagt: «Der Mai war katastrophal.» Begonnen habe er zwar gut, «am 1. Mai hatten wir 150 Gäste». Danach habe es aber auch Tage gegeben, an denen lediglich acht Leute in die Badi gekommen seien, sogenannte «Hardcore-Schwimmer», die sich bei jeder Wetterlage ins Wasser wagen würden. «Im Durchschnitt waren es im Mai 20 Leute pro Tag. Das ist schlimm für uns, vor allem weil auch der Restaurationsbetrieb darunter leidet», führt Tessaro aus.

Hallenbad als Rettung

Ein wenig besser kam das Aqua-Life-Schwimmbad Faisswiesen in Dietlikon davon. Der Grund: Die Anlage verfügt neben dem Freibad auch über ein Hallenbad. Marianne Surber, Assistentin Geschäftsführung, sagt: «Im Vergleich zu den vergangenen Jahren war es trotzdem ein schlechter Start in die Sommersaison.» Das schlechte Maiwetter habe die Leute zu vermehrten Hallenbadbesuchen motiviert – der Verkauf der Sommersaisonabonnemente hingegen sei schlecht verlaufen. «Nun hoffen wir auf einen guten Juni, einer der wichtigsten Einnahme-Monate», erklärt Surber. Allgemein lässt sich sagen, dass die Unterländerinnen und Unterländer Anfang Sommer lieber in die Badi gehen, da sie dann noch nicht in den Sommerferien gewesen sind. Nach den Badeferien nimmt das Interessen an den heimischen Freibädern ab.

Ebenfalls seit dem 1. Mai geöffnet hat das Freibad im Water World Wallisellen. Thomas Reutener, Geschäftsführer der Sportanlagen AG Wallisellen, sagt: «Im Mai kamen 25200 Gäste zu uns. Das sind ein wenig mehr als im Jahr zuvor und 13 Prozent weniger als im Mai 2017.» Deshalb spreche er nicht von einem Fehlstart. «Wir profitieren jeweils auch von regnerischem und kaltem Wetter, da wir ein grosses Hallenbadangebot haben.» So seien am Sonntag, 5. Mai, als es sogar noch schneite, über 1600 Gäste ins Water World gekommen. «Was das Wetter betrifft sind wir sehr unabhängig», sagt Reutener. Am schlechtesten seien schöne Tage, an denen es nicht allzu heiss werde. «Dann ist es zu warm, um ins Hallenbad zu gehen und zu kalt, um ins Freibad zu gehen.» (fzw.)

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