Höri

Der Biber nagt sich bis nach Höri

Der Nager ist wahrscheinlich auf Nahrungssuche von einem der benachbarten Reviere gekommen.

Der Biber hat seine Spuren hinterlassen.

Der Biber hat seine Spuren hinterlassen. Bild: Sibylle Meier

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Bereits im Dezember wurden Spaziergängerinnen und Spaziergänger auf die Bisspuren aufmerksam. Eine Besichtigung des angenagten Baumes am Glattufer in der Nähe des Höremer Spielplatzes schaffte Klarheit: Ein Biber hatte sich bis nach Höri gewagt. Die frischen Spuren liessen darauf schliessen, dass der Biber erst kürzlich den Baum angeknabbert hatte.

Im Mitteilungsblatt zeigt sich die Gemeindeverwaltung Höri erfreut über das Erscheinen des Nagers und schreibt: «Biber sind Botschafter der Biodiversität. Dort, wo sie vorkommen und ihre Aktivitäten ausleben, wird die Artenvielfalt gefördert.» Nur knapp einen Monat später hat der Biber sich fast durch den gesamten Baum genagt. Dieser droht nun, in die Glatt zu fallen. Da der Biber und seine Dämme unter Schutz stehen, müssen solche Situationen von den verantwortlichen Behörden, dem Amt für Landschaft und Natur, genau beobachtet werden.

Der angenagte Baum befindet sich in der Nähe des Spielplatzes «Spieltal». Foto: Sibylle Meier

Dass sich der Biber hier einen Damm einrichten könnte, ist jedoch fraglich. Viel wahrscheinlicher ist, dass er aus dem Neeracherriedt oder von einem der Biberreviere in Hochfelden bis nach Höri geschwommen ist. «Es ist gut möglich, dass sich das Revier eines Bibers über mehrere Kilometer erstreckt», sagt Urs Wegmann, Leiter der kantonalen Biberfachstelle. Ob er sich tatsächlich in der Nähe von Höri niedergelassen hat, könne man zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen.

Um dies zu ermitteln, führt die Biberfachstelle alle drei Jahre mit zahlreichen Freiwilligen ein sogenanntes Bibermonitoring durch. Anhand der Spuren, welche die Biber hinterlassen, kann anschliessend beurteilt werden, wo sich ihre Reviere befinden und wie weit sie sich diese ausdehnen. «Die Bissspuren, welche man an den Bäumen sieht, sind auch eine saisonale Erscheinung», erklärt Wegmann. «Biber leben vegetarisch und sind im Winter auf Baumrinden und Knospen angewiesen.» Aus diesem Grund findet das Bibermonitoring auch im Winter statt. Die nächste Erhebung wird demnächst durchgeführt.

Erstellt: 14.01.2020, 17:37 Uhr

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