Glattfelden

«Der Glattfelder» soll erweitert werden

Die bisherigen Macher des «Glattfelders» sollen auch in Zukunft das Gemeindeblatt herausgeben. Die Gemeindeversammlung soll dazu jährlich 160000 Franken genehmigen.

Noch ist nicht restlos geklärt, wie «Der Glattfelder» künftig aussehen wird.

Noch ist nicht restlos geklärt, wie «Der Glattfelder» künftig aussehen wird. Bild: Johanna Bossart

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Alle zwei Wochen erscheint in Glattfelden das naheliegend betitelte Mitteilungsblatt «Der Glattfelder». Die Zukunft der Publikation steht derzeit aber zur Debatte. Den aktuellen Vertrag mit der Lokalinfo AG hat die Gemeinde per 31. Dezember 2019 gekündigt. Grund dafür war nicht, dass man mit der Qualität des Blattes unzufrieden war. Vielmehr geht es dem Gemeinderat um das gesamte Konzept zur Information der Bevölkerung.

Offenes Submissionsverfahren

Neben dem Mitteilungsblatt gibt es nämlich die Glattfelder-App, die besonders bei Vereinen gut etabliert ist, dazu die verhältnismässig modernen Websites der Gemeinde und der Schule. Diese Kanäle werden aber von verschiedenen Anbietern bespielt. Der Gemeinderat hat deshalb in den letzten Monaten ein offenes Submissionsverfahren durchgeführt. Der künftige Anbieter eines Mitteilungsblattes soll dabei auch die digitalen Kanäle bedienen. Und insgesamt sollte dieses Medium weniger als die bisher jährlich 150000 Franken für den «Glattfelder» kosten.

Rund 30 Unternehmen aus dem In- und Ausland hatten an der Submission Interesse bekundet. Offenbar war aber das Risiko einer eigenständigen Publikation im überschaubaren Inseratemarkt von Glattfelden auswärtigen Firmen zu gross. Nur ein Unternehmen hat aber auch tatsächlich ein Angebot eingereicht. Seit gestern ist nun klar, wer dies war und wer entsprechend künftig ein Mitteilungsblatt herausgeben soll.

App in Konzept eingebunden

Es soll nach dem Willen des Gemeinderats auch weiterhin die Lokalinfo AG sein. Sie soll nebst der gedruckten Ausgabe des «Glattfelders» eine regelmässig aktualisierte Website bereitstellen, die auf PC, Tablet und Smartphone optimal dargestellt werden kann. Um die Ziele zu erreichen soll der langjährige «Glattfelder»-Redaktor Bruno Meier mit Yvonne Russi von der Firma Mondstaub, welche die «Glattfelden Info»-App bewirtschaftet, zusammenarbeiten.

Die App soll denn auch in das neue Konzept eingebunden sein. Das alles wird aber etwas mehr kosten als ursprünglich erhofft. 160000 Franken pro Jahr müsste die Gemeinde jährlich bezahlen.

Neu ist zudem, dass die Bevölkerung stärker über den Inhalt der Publikation mitbestimmen können soll. Geplant ist, einen sogenannten Lenkungsausschuss einzuführen, der sich aus verschiedenen Vertretern von Vereinen, Parteien, Gewerbe, Behörden, Interessensgruppen und den Publizisten zusammensetzt.

Keine Zensur

Der Ausschuss soll zu Beginn ein redaktionelles Leitbild erstellen und sich zweimal jährlich mit den Journalisten treffen. Er soll aber auch per Mehrheitsentscheid beim redaktionellen Inhalt eingreifen können. «Eine Zensur ist dabei aber ausgeschlossen. Weder der Gemeinderat noch Mitglieder des Lenkungsausschusses sind operativ eingebunden», erklärt Gemeindepräsident Ernst Gassmann. Ins Tagesgeschäft würde sich der Ausschuss nicht einmischen, sondern «Rahmenbedingungen festlegen, mit welchen Themen und Inhalten sowie in welchem Umfang diese erscheinen sollen». Sollte aus Sicht des Lenkungsausschusses ein Eingreifen einmal nötig sein – etwa bei einer Hetzkampagne – würde dies direkt mit der Redaktion geklärt werden.

Soweit der Antrag des Gemeinderats. Entscheiden muss letztlich die Bevölkerung. Sie wird am 11. Juni an der Gemeindeversammlung darüber befinden, ob ihr das neue Konzept zusagt und ob sie die damit verbundenen Kosten decken will. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 16.05.2019, 17:19 Uhr

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