Wallisellen

«Die Bankfiliale der Zukunft»

Die UBS Filiale in Wallisellen testet ein neues Geschäftsstellenmodel.

Jörg Schlatter setzt mit seiner Filiale auf ein neues Geschäftsmodell

Jörg Schlatter setzt mit seiner Filiale auf ein neues Geschäftsmodell Bild: Cindy Schneeberger

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Heutzutage eilt man nicht mehr bei jedem Anliegen gleich zur Bank. Über Mobile Apps oder E-Banking kann man vieles selber machen, der Besuch bei der Bank wird häufig nur noch bei komplexeren Themen in Betracht gezogen. «Schaltertransaktionen haben in den letzten fünf Jahren um 33 Prozent abgenommen.» sagt Jörg Schlatter, Leiter der UBS-Filiale in Wallisellen. Dass sich die Bedürfnisse der Kunden ändern, hat auch die UBS Filiale in Wallisellen bemerkt und dementsprechend reagiert.

Ohne Bankschalter

Mit neun anderen UBS Filialen in der Schweiz machen sie bei einem Pilotenversuch mit und haben als eine der ersten Filiale am 28. August das neue Geschäftsstellenformat eingeführt. Anstelle von Bankschaltern gibt es einen Tisch, der mit Tabletts und Laptops ausgestattet ist. Zwei Mitarbeiter gehen vor Ort auf die Bedürfnisse der Kunden ein und haben die Möglichkeit auf einen Bildschirm an der Wand zuzugreifen.

Dabei können sie denn Kundinnen und Kunden verschiedene Apps der UBS erklären, wie zum Beispiel das Mobile Banking App. Für die Beratung stehen ebenfalls zwei Sitzungszimmer sowie ein «Privatcorner« zur Verfügung. Während sie warten, können sich die Kundinnen und Kunden aber auch selber durch eine Infodesk über Hypotheken oder aktuelle Immobilien informieren.

«In den letzten drei Jahren ist die Anzahl der Nutzer mobiler Angebote um 60 Prozent gestiegen», sagt Schlatter. Für ihn ist es kein Widerspruch, digital zu sein und trotzdem von der Kundennähe zu profitieren. «Hier haben wir dafür mehr Zeit, die Kunden bei schwierigeren Themen wie beispielsweise einer Hypothek zu beraten.» Eine Studie der UBS habe gezeigt, dass wenn es um komplexere Themen geht , 80 Prozent aller Jahrgänge eine Beratung möchten.

Bei der UBS Filiale in Wallisellen findet diese per Videokonferenz statt. Mit zwei Experten, die nicht mehr in Wallisellen sondern in Dübendorf stationiert sind, können die Kundinnen und Kunden sich so beraten lassen. Bis jetzt ist dies bei den Leuten unterschiedlich angekommen. «Die einen wollten lieber persönlich vorbei gehen» sagt Schlatter. «Die Leute die es gemacht haben waren aber begeistert.»

Erstellt: 12.09.2019, 17:34 Uhr

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