Bülach

Die Kandidierenden im Interview

Fünf Frauen und ein Mann bewerben sich für einen Sitz in der Bülacher Primarschulpflege. Sie erklären, weshalb sie kandidieren und welche Fähigkeiten sie für das Amt mitbringen.

Sechs Kandidierende bewerben sich für einen Platz in der Primarschulpflege in Bülach. Wer macht das Rennen?

Sechs Kandidierende bewerben sich für einen Platz in der Primarschulpflege in Bülach. Wer macht das Rennen? Bild: Pixabay

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Brigitte Ariger (SP), Gebärdensprachdolmetscherin, 34-jährig, ledig (in Partnerschaft), zwei Kinder (6 Jahre, 3 Jahre).

«Ich möchte dazu beitragen, dass unsere Schule attrakiv bleibt»

Aus welchen Gründen bewerben Sie sich für einen Sitz in der Schulpflege?
Für mich persönlich ist es eine grosse Chance – ich möchte mich gerne mit einem Team für unsere Kinder einsetzen und die Stadt Bülach und ihre Entwicklung besser kennenlernen und dazu beitragen, dass unsere Schulen attraktiv bleiben. Der freigewordene Sitz war zudem bis anhin von einer Kollegin aus der SP besetzt, das möchten wir gerne so beibehalten. Auch ich werde sicherlich vom grossen und starken Netzwerk der Partei profitieren können.

Was qualifiziert Sie für das Amt?
Ich kann mich gut in andere Personen hineinversetzen und verstehe es, ihre Bedürfnisse zu erkennen und die Dinge nicht nur aus meiner persönlichen Perspektive zu verstehen. Es ist Kernaufgabe der Schulpflege die Bedürfnisse von unterschiedlichsten Interessengruppen zu erkennen und in ihre Arbeit einfliessen zu lassen. Zudem bin ich kompromissbereit und lösungsorientiert.

Nennen Sie die drei brennendsten Probleme der Bülacher Schule?
Das Wachstum der Stadt. Man darf es jetzt nicht verpassen die Schulräume an die steigenden Schülerzahlen anzupassen. Die Lehrkräfte stehen immer mehr unter Druck. Sie sollen sich aber auf den Schulbetrieb konzentrieren und sich stets der Unterstützung der Schulpflege sicher sein können.

Viele sehen die schulergänzende Betreuung nur als «Kinderhüeti» und erkennen die sozialen Vorteile davon zu wenig, insbesondere im Hinblick auf die Tagesschule. Was sind für Sie die wichtigsten Aufgaben der Volksschule?
Die Kinder sollen am Ende ihrer Primarschulzeit immer noch Freude an der Schule und insbesondere am Lernen haben. Es geht meiner Meinung nach nicht nur darum immer mehr Lerninhalte in noch kürzerer Zeit zu vermitteln, sondern selbständig denkende und sozial kompetente Menschen aus ihnen zu machen.


Michèle Fischer (glp), Berufsschullehrerin für Allgemeinbildung, 39-jährig, ledig, keine Kinder.

«Ich strebe nach tragbaren Lösungen»

Aus welchen Gründen bewerben Sie sich für einen Sitz in der Schulpflege?
Bildung gewinnt in unserem Alltag immer mehr an Bedeutung: Sie kann darüber entscheiden, welche Türen sich uns öffnen. Kindergarten und Primarschule legen dazu den Grundstein. Die Schule trägt deshalb eine grosse , und es ist wichtig, dass wir in Bülach diese Verantwortung so gut wie nur möglich wahrnehmen. Ich möchte mit meinem Wissen und meinen Erfahrungen einen Beitrag dazu leisten.

Was qualifiziert Sie für das Amt?
Ich arbeite seit sieben Jahren als Berufsschullehrerin und bin deshalb mit dem schulischen Alltag und den Herausforderungen, die sich Eltern, Schulleitung, Lehrperson und Schülerinnen und Schülern stellen, bestens vertraut. Ich bin zudem eine offene Person, die gerne das Gespräch mit allen Beteiligten sucht, Anliegen ernst nimmt und nach pragmatischen, tragbaren Lösungen strebt.

Nennen Sie die drei brennendsten Probleme der Bülacher Schule?
Erstens: Die Heterogenität der Schüler: Wir müssen fähig sein, Schwächen von Lernenden aufzufangen ohne stärkere Schüler zu bremsen. Zweitens; Unsere Welt ist im Wandel. Auch für Bülach stellt sich die Frage, wie wir dem an der Schule begegnen, beispielsweise im Bereich Digitalisierung. Drittens: Bülach wächst. Die schulische Infrastruktur muss damit mithalten ebenso wie die Rekrutierung von gut qualifiziertem Personal.

Was sind für Sie die wichtigsten Aufgaben der Volksschule?
Sie soll in unseren Kindern die Freude am Lernen wecken und ihnen Wissen vermitteln, auf dem aufbauend sie erfolgreich durch das Leben gehen können. Gleichzeitig ist die Schule auch ein Ort der Begegnung, wo den Schülerinnen und Schüler wichtige Werte


Birgit Herth (parteilos), Inhaberin einer Spielgruppe, 47-jährig, verheiratet, zwei Kinder (15/13).

«Ich möchte mithelfen, eine inspirierende Lernumgebung zu schaffen»

Aus welchen Gründen bewerben Sie sich für einen Sitz in der Schulpflege?
Bildung und Wissen sind so unglaublich wichtig. Die Neugier auf das Leben und das Lernen bei den Kindern zu wecken, ist aber nicht immer einfach. Ich möchte gerne mithelfen, den Bülacher Kindern eine spannende und inspirierende Lernumgebung zu schaffen und helfen, dass sie zu ihren Lehrpersonen ein enges und vertrauensvolles Verhältnis haben können.

Was qualifiziert Sie für das Amt?
Durch meine beiden Kinder habe ich das Bülacher Schulwesen vom Kindergarten bis in die Sekundarstufe kennen gelernt. Ich bin seit zehn Jahren Spielgruppenleiterin und seit drei Jahren in der Frühförderungsgruppe der Stadt Bülach Mitglied und aktiv bei den Frühförderungsanlässen dabei. Somit habe ich einen guten Einblick in das Schul- und Lernumfeld aller Altersstufen bekommen.

Nennen Sie die drei brennendsten Probleme der Bülacher Schule?
Antwort bitte hier einfügen. Das Textfeld ist auf 400 Zeichen inklusive Leerschläge begrenzt. Durch meine eigenen Erfahrungen und die Kontakte zu vielen Eltern bin ich der Meinung, dass die Planung der Tagesschule und des Schulraums sowie auch die Sonderpädagogik in Bülach besondere Aufmerksamkeit benötigen.

Was sind für Sie die wichtigsten Aufgaben der Volksschule?
Je besser unsere Kinder für die anstehenden Aufgaben gerüstet sind, desto reibungsloser wird ihr Eintritt in die Berufswelt sein. So sind den Übertritten vom Kindergarten in die Primarschule und von der Sekundarschule zu Ausbildung oder Gymnasium besondere Aufmerksamkeit zuzuschreiben. Das benötigte Wissen für die jeweils nächste Stufe sollte soweit gefestigt sein, dass die Kinder diesen Schritt gut bewältigen können.




Regina Tucci-Zabel (FDP), Berufsschullehrerin für Pflege, Familienfrau, 51-jährig, verheiratet, drei Kinder (11, 13, 15 Jahre).

«Ich kann die benötigte Zeit aufbringen»

Aus welchen Gründen bewerben Sie sich für einen Sitz in der Schulpflege?
Bildung und Schule sind Themen, welche mich seit jeher interessieren. Mit meinen Erfahrungen als Mutter und Lehrerin möchte ich aktiv an der weiteren Entwicklung und Qualitätsverbesserung der Bülacher Primarschule mitarbeiten

Was qualifiziert Sie für das Amt?
Als Familienmanagerin und Lehrerin verfüge ich über Team- und Organisationsfähigkeiten. Ich kann die benötigte Zeit für dieses Amt aufbringen. Als Mutter von drei Kindern, welche unterschiedliche Primarschulen - zwei davon mit Tagesschule - besucht haben, bringe ich zudem einen grossen Erfahrungsschatz aus verschiedenen Bereichen mit.

Nennen Sie die drei brennendsten Probleme der Bülacher Schule?
Erstens: Schaffung zusätzlichen Schulraum. Zweitens: Einführung einer Tagesschule mit einem auf Bülach zugeschnittenen Modell. Drittens: Rekrutierung von geeignetem und motiviertem Lehrpersonal

Was sind für Sie die wichtigsten Aufgaben der Volksschule?
Die Primarschule soll, gemeinsam mit den Eltern, die Kinder bei ihren Erfahrungen mit ihrer Umwelt begleiten. Sie soll die Neugier unserer Kinder entflammen, Kompetenzen, sozial, kulturell und kognitiv vermitteln und damit den Grundstein für eine gute Berufsausbildung legen. Dies erlaubt unseren Kindern, zu motivierten und kompetenten Persönlichkeiten heranzuwachsen.


Dominik Zehnder (GP), Pfarrer, Hausmann , 56-jährig, verheiratet, drei Kinder (8 Jahre, 9 Jahre, 11 Jahre).

«Ich möchte meine Erfahrungen wirksam einbringen»

Aus welchen Gründen bewerben Sie sich für einen Sitz in der Schulpflege?
Als Vater von drei Töchtern im Primarschulalter und als Bülacher ist mir die Entwicklung der Schulen in Bülach wichtig. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass die Primarschulen in Bülach auch in Zukunft starke Schulen und Orte des gelingenden Lernens und Lehrens bleiben. Ich möchte Mitverantwortung für die Schulen in Bülach übernehmen und meine Erfahrungen und mein Engagement wirksam einbringen.

Was qualifiziert Sie für das Amt?
Im Pfarramt bin ich über zehn Jahre für den Bereich Bildung (Kinder und Jugendliche) verantwortlich. Früher leitete und koordinierte ich beim Hilfswerk HEKS schulische Kurse in heimatlicher Sprache und Kultur. Ich habe Erfahrung als Bezirkschulpfleger, Religionslehrer oder Semesterassistent am Lehrstuhl für Bildungswissenschaften der ETH und bringe Leitungserfahrung in verschiedenen Bereichen mit.

Nennen Sie die drei brennendsten Probleme der Bülacher Schule?
Wichtig scheint mir die Schaffung von ausreichendem Schulraum auch für zukünftige Entwicklungen. Weiter finde ich es nötig, die Schaffung von Tagesschulen voranzutreiben, um den Familien, die auf diese Angebote angewiesen sind, sinnvolle und hilfreiche Schulen zu bieten. Weiter ist die nachhaltige Gestaltung der Schule als attraktive Arbeitgeberin zu bewahren und weiterzuentwickeln.

Was sind für Sie die wichtigsten Aufgaben der Volksschule?
Die Schule soll Bildung vermitteln und die Kinder auf diesem Weg der Aneignung und Entwicklung von Kompetenzen anleiten und begleiten. Bildung ist massgeblich für individuelle Lebenschancen. Deshalb sollen an der Volksschule Gaben gefördert, Schwächen gestützt und Kompetenzen entwickelt werden.


Silvana Schläpfer (parteilos), Betriebswirtschafterin HF, 31-jährig, verheiratet, eine Tochter (18 Monate).

«Das wohl unserer Kinder liegt mir am Herzen»

Aus welchen Gründen bewerben Sie sich für das Schulpflegeamt?
Zum einen weil ich es ein sehr wichtiges Amt finde, bei dem strategische Entscheide gefällt werden welche die Zukunft unserer Kinder betreffen. Der Hauptgrund ist klar, dass Wohl unserer Kinder liegt mir am Herzen. Auch arbeite ich gerne in einem Team welches das bestmögliche Resultat erarbeitet.

Was qualifiziert Sie für das Amt?
Als Betriebswirtschafterin sind mir komplexe Situationen und insbesondere Zahlen sehr geläufig. In der Vergangenheit gab es gerade in diesem Bereich einige Diskussionen und somit bin ich die ideale Ergänzung zur aktuellen Konstellation. Und als Mutter ist mir eine funktionierende Schule natürlich sehr wichtig.

Nennen Sie die drei brennendsten Probleme der Bülacher Schule?
Der stetig wachsende Integrationsbedarf mit den erforderlichen sehr kostspieligen sonderpädagogischen Massnahmen. Das natürlich begrenzte Schulraumplatzangebot bei wachsender Bevölkerung optimal zu nutzen und gleichzeitig die Schulweglängen auf einem vertretbaren Niveau zu halten. Die weitere Umsetzung des Lehrplan 21 mit den höheren Herausforderungen und Anforderungen an Schüler und Lehrpersonal.

Was sind für Sie die wichtigsten Aufgaben der Volksschule?
In allererster Linie die Vermittlung der heute im Alltag und Berufsumfeld geforderten Kompetenzen. Die Schule übernimmt aber naturgemäss weitere wichtige Aufgaben, insbesondere im sozialen Bereich.

Erstellt: 14.08.2019, 17:33 Uhr

Fünf Frauen und ein Mann wollen einen einzigen Sitz in der Schulpflege

In der Primarschulpflege Bülach kommt es zur Ersatzwahl. Gleich sechs Kandidierende möchten sich in der Behörde engagieren, vier davon werden von ihren Parteien ins Rennen geschickt.

Über mangelnde Auswahl können sich die Bülacherinnen und Bülacher wahrlich nicht beklagen. Bei der Ersatzwahl für die zurückgetretene Schulpflegerin Florence Baumgartner (SP) dürfen sie am 1. September aus sechs Kandidierenden auswählen. Neben der SP haben auch GLP, Grüne und FDP je eine Person nominiert. Zusätzlich steigen zwei parteilose Kandidatinnen ins Rennen.

Während in Niederhasli, Winkel und Nürensdorf solche Ersatzwahlen jüngst still über die Bühne gingen, ist der Ansturm in Bülach grösser denn je. Rein mathematisch liegt die Wahlchance der Bewerber bei knapp 17 Prozent. Zum Vergleich: Bei der Erneuerungswahl in die Bülacher Schulpflege im April 2018 bewarben sich acht Personen um vier frei werdende Sitze, Wahlchance immerhin 50 Prozent,

Für Virginia Locher, Präsidentin der Primarschulpflege, hat das rege Interesse mehrere Gründe: «Die Parteien haben gute Arbeit geleistet und konnten einige Mitglieder motivieren.» Auch sei bekannt, dass die Arbeit der Schulpflege viel Interessantes beinhalte, auch wenn das Korsetts enger sei, als viele denken. Für Leute, die zeitlich flexibel sind, sei das Amt machbar. Es gebe zwar Pflichttermine, die auch tagsüber wahrgenommen werden müssten, andere seien aber frei wählbar. «Es ist definitiv ein interessantes Milizamt.»

FDP will dritten Sitz

«Mit diesem Ansturm hat niemand gerechnet», sagt Jürg Rothenberger, Parteipräsident der FDP. Er sei überzeugt gewesen, dass geglaubt wurde, in stiller Wahl in die Behörde einziehen zu können. «Nun gibt es eine echte Auswahl, was ich sehr begrüsse», sagt er.

Die FDP ist derzeit mit zwei Personen, Virginia Locher (Präsidium) und Yasmine Canadea, vertreten. Nun schickt sie zusätzlich die 51-jährige Berufsschullehrerin Regina Tucci-Zabel, Mutter von drei Kindern, ins Rennen. «Das Bewusstsein der Wichtigkeit des Amtes ist in der FDP der Stadt Bülach in den vergangenen Jahren stark gewachsen», begründet Rothenberger die Nomination einer dritten Schulpflegerin. Ausserdem möchte man in der Bevölkerung eine breite Diskussion über personelle Anforderungen und Probleme entfachen.

Grüne treten mit Pfarrer an

Die Grünen sind heute mit Antoine Vernez vertreten. Neu soll der 56-jährige Pfarrer Dominik Zehnder, Vater von drei Kindern, hinzukommen. Parteipräsident David Galeuchet vermutet, dass die hohe Anzahl Bewerber auch damit zu tun hat, dass das Amt vielfach unterschätzt wird. «Es reicht nicht, ein Kind im schulpflichtigen Alter zu haben.» Angesichts der fast 1600 Schülerinnen, eines Budgets von gut 25 Millionen Franken und der anstehenden Investitionen brauche es starke Persönlichkeiten, welche strategische Entscheide fällen können.

Leider, so Galeuchet, habe man schon viel zu lange eine von der FDP geprägte, schwache Führung der Bülacher Primarschulpflege. «Das hat dazu geführt, dass in Hauruckübungen teure Provisorien erstellt werden mussten.»

SP will weiter dabei sein

Die SP möchte derweil ihren einzigen Sitz wahren. Die 34-jährige Gebärdensprachdolmetscherin Brigitte Ariger, Mutter zweier Kinder, soll die zurückgetretene Parteikollegin Florence Baumgartner ersetzen. Die offensichtliche Attraktivität des Amts erklärt SP-Co-Präsident Samuel Lienhart mit der Tragweite. «Mit der Tagesschule und der dringend benötigten Erweiterung des Schulraums stehen relevante und richtungsweisende Projekte an.»

Weil die Schulbildung eines der wichtigste Güter sei, wolle die SP Bülach diese aktiv mitgestalten:«Besonders die anstehende Einführung der Tagesschule, welche unsere Partei initiiert hat.

GLP will sich einbringen

Die GLP möchte mit der 39-jährigen Berufsschullehrerin Michèle Fischer erstmals in die Schulpflege einziehen. «Unsere Partei besetzt derzeit noch kein Behördenamt, und sie ist der Ansicht, dass es an der Zeit ist, das zu ändern und einen wertvollen Beitrag an eine gut funktionierende Schule zu leisten», sagt Parteipräsidentin Daniela Gramegna.

Angesprochen auf die hohe Zahl Bewerbungen, sagt Gramegna, dass möglicherweise die mediale Berichterstattung zu Themen wie Schulraum, Tagesschule oder Kündigungswelle im Schulhaus Allmend das Bewusstsein für die Wichtigkeit einer gut funktionierenden Schule geschärft habe.

Eine der beiden parteilosen Kandidatinnen ist die 47-jährige Birgit Herth, Inhaberin einer Spielgruppe und Mutter zweier Kinder. Für sie ist es der zweite Anlauf. Bei den Gesamterneuerungswahlen im Frühling 2018 erreichte Herth zwar das absolute Mehr, schied aber überzählig aus. Durch ihre eigenen Erfahrungen und die Kontakte zu vielen Eltern ist sie der Auffassung, dass die Planung der Tagesschule und des Schulraums sowie auch die Sonderpädagogik in Bülach besondere Aufmerksamkeit benötigen.

Ebenfalls ohne die Unterstützung einer Partei steigt die 41-jährige Betriebswirtschafterin Silvana Schläpfer, Mutter einer Tochter, ins Rennen. Zum einen liege ihr das Wohl der Kinder am Herzen, zum anderen seien ihr aufgrund ihres Berufs komplexe Situationen und insbesondere auch Zahlen sehr geläufig, da sehe sie sich als ideale Ergänzung zur bestehenden Situation, sagt Schläpfer.

Rolle des Parteibuchs

Ist bei der Wahl eines Schulpflegemitglieds dessen Parteizugehörigkeit von Bedeutung?

Ja, sagt Jürg Rothenberger. «Parteien spielen in unserer Demokratie nach wie vor eine herausragende Rolle. Sie informieren bei Abstimmungen und suchen bei Wahlen die besten Kandidierenden, die das Parteiprogramm respektieren sollen. Parteilose Kandidaten können weniger gut zugeordnet werden. Deshalb ist in meinen Augen eine Parteizugehörigkeit kalkulierbarer.»

Für Samuel Lienhart ist es wichtig, dass die SP die nötigen Ressourcen und Infrastrukturen für die Schule bereitstellt. Dabei möchte man die Ideen und Ziele der Partei einbringen.

Daniela Gramegna sieht den Vorteil in der Vernetzung. «Die Parteien verfügen über vertiefte Kenntnisse des politischen Geschehens. Das kann von wertvollem Nutzen für die Zusammenarbeit auf allen Ebenen sein.» Grundsätzlich sei die GLP aber der Ansicht, dass ein möglichst heterogenes Team die besten Ergebnisse hervorbringe.

Für David Galeuchet ist die Parteizugehörigkeit zweitrangig: «Es sollen die besten Personen gewählt werden.»

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