Weiach

Die Pläne für die Sanierung des Nepferhaus gefallen nicht allen

Ein Änderungsantrag im Zusammenhang mit den Sanierungsmassnahmen für das Nepferhaus kam nicht durch.

81 Personen besuchten am Mittwochabend die Gemeindeversammlung in Weiach.

81 Personen besuchten am Mittwochabend die Gemeindeversammlung in Weiach. Bild: mcp

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Von den 81 an der Gemeindeversammlung vom Mittwoch in Weiach anwesenden Stimmberechtigten (7,8 Prozent), unterstützten 31 den Änderungsantrag einer Wohnungsmieterin im Nepferhaus. Die Sanierungskosten für das gemeindeeigene Gebäude belaufen sich gemäss Kreditantrag des Gemeinderats auf 750000 Franken. Der für die Liegenschaften zuständige Ressortvorsteher Alex Gyr erläuterte die dringend notwendigen Umbauarbeiten für das 34 Jahre alte Gebäude.

Die Skeptiker unter den Stimmberechtigten zweifelten nicht an der Dringlichkeit der Aussensanierung. Nicht einverstanden dagegen waren etliche mit den geplanten baulichen Veränderungen der vier Wohnungen. Befürchtet wurde vor allem eine Erhöhung des Mietzinses nach dem Umbau. Dass es eine solche geben werde, bestätigte Gemeindepräsident Stefan Arnold. Gleichzeitig versicherte er, im Interessen aller werde man jedoch für eine moderate Anhebung sorgen. Was genau das bedeutet, konnte er zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

Der Hinweis, wenn die Innensanierung erst einige Zeit nach der Aussenrenovation stattfinde, führe zu noch höheren Kosten, wurde von verschiedenen Seiten zwar bezweifelt, doch schliesslich überzeugten die Argumente des Gemeinderats. Das Stimmvolk bewilligte den Kredit mit 44 Stimmen.

150'000 Franken für das Dorffest

Das vom OK erstellte Budget für die Festaktivitäten «750 Jahre Weiach» im Jahr 2021 beträgt 418000 Franken. Daran soll die Gemeinde einen Beitrag von 150000 Franken leisten. Als «Grössenwahn» bezeichnete ein Anwesender die hohen Ausgaben und stellte das Konzept in Frage, das für die Unterhaltungs- und Kulturbeiträge je über 80000 Franken vorsieht, sowie mehr als 70000 Franken für den Sportevent. Gemeindepräsident Stefan Arnold erklärte: «Wir können es uns leisten, die Gemeinde positiv zu vermarkten und unserer 750-jährigen Geschichte gerecht zu werden.»

Geplant ist ein Zirkuszelt für eine Musicalaufführung, in der die Entwicklung des Dorfes von den Anfängen bis in die Gegenwart zum Ausdruck kommt. Auch die sportliche Attraktion ist aufgegleist mit einer möglichen Austragung der Schweizer Meisterschaft im Holzfällen, dem sogenannten Stihl Timbersports, in Weiach. «Das Unterhaltungsprogramm soll ebenfalls qualitativ hochstehend sein, und das kostet», sagte Arnold. Mit 72-Ja-Stimmen bewilligten die Anwesenden den Kredit von 150'000 Franken.

Gemäss Gemeindepräsident kann die Weiach die Ausgaben für eine solche Feier durchaus verkraften. Die Rechnung, die einstimmig genehmigt wurde, schliesst nämlich mit einem Plus von rund 640'000 Franken, bei einem Aufwand von 8,5 Millionen Franken und einem Ertrag von 9,1 Millionen Franken. Das Eigenkapital beträgt neu über 14,4 Millionen Franken.

Mehr Stellenprozente für Primarschul-Hausdienst

Der Antrag der Primarschulpflege lautet auf Erhöhung des Pensums im Hausdienst von 200 auf 300 Stellenprozente. Die Rechnungsprüfungskommission hatte empfohlen, diesen Antrag abzulehnen mit der Begründung, das Pensum sei bereits im vergangenen Jahr um 100 Prozent erhöht worden. Sie ist der Meinung, damit sei eine obere Grenze erreicht.

Der für die Liegenschaften verantwortliche Schulpfleger Guido Moll erklärte der Versammlung ausführlich, was es alles zu erledigen gilt, und dass die Aufstockung im letzten Jahr rückwirkend stattgefunden habe. Die Stellenprozente entsprächen in keiner Weise den anfallenden Arbeiten. Der Vorschlag aus dem Plenum, nochmals eine Analyse über den tatsächlichen Bedarf erstellen zu lassen, entkräftete Moll. «Das führt zu Verzögerungen für den dringend benötigten Mehreinsatz und ist mit Kosten verbunden.» Er fügte an, dass dabei möglicherweise ein Bedarf von mehr als 300 Prozent ausgewiesen würde. Mit 41 Ja- zu 13 Nein-Stimmen passierte der Antrag im Sinne der Primarschulpflege.

Grossmehrheitlich angenommen wurde auch die Rechnung mit einem Defizit von rund 67000 Franken bei einem Aufwand von 3,77 Millionen Franken und einem Ertrag von 3,7 Millionen Franken.

Die Kirchenpflege der reformierte Kirchgemeinde liess ebenfalls über ihre Rechnung abstimmen. Sie wurde einstimmig angenommen. Das Resultat ist ein Defizit von knapp 18000 Franken bei einem Aufwand von etwas über 300000 Franken und einem Ertrag von 283000 Franken.

Erstellt: 14.06.2019, 16:04 Uhr

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