Bülach

Die Secondos laden zum Fest

Die Gemeinden Santeramo in Apulien und Bülach pflegen seit bald zwei Jahrzehnten eine Partnerschaft. Ende August wird wieder einmal ein grosses Fest gefeiert.

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Kaum sind die Bülacherinnen und Bülacher aus den Ferien im sonnigen Süden zurück, bietet sich vor der eigenen Haustür die Gelegenheit, italienische Festfreude zu geniessen. Am letzten Augustwochenende findet auf dem Hans-Haller-Platz das traditionelle Partnerstadtfest des Vereins Amici di Santeramo (siehe Kasten) statt. Ein grosses Festzelt, ein reichhaltiges kulinarisches Angebot mit italienischen Spezialitäten vom Grill, Musik und Tanz gehören auch diesmal zum Programm. «Wir hoffen, das Zelt für 400 Personen an beiden Tagen durchgehend füllen zu können», sagt OK-Präsident Adriano Stano.

Die Organisation des Festes sei für den Verein eine grosse Herausforderung. In Service, Küche und Empfang sei jede helfende Hand gefragt. «Wer also anpacken will, ist herzlich willkommen, auch wenn er noch nicht Mitglied in unserem Verein ist.»

Ganz im italienischen Stil

Er und sein Kollege Franco Di Santo freuen sich ganz besonders auf die Eröffnungsfeier. «Sie wird ganz im italienischen Stil sein», verspricht Vereinspräsident Di Santo. Dazu gehört neben Musik und den Auftritten zweier Tanzgruppen auch der Empfang einer Delegation aus der Partnerstadt Santeramo in Colle. Sie wird angeführt vom Stadtpräsidenten Fabrizio Baldassarre.

Was ein festlicher Empfang ist, erlebt eine Delegation aus Bülach Jahr für Jahr in Italien, wenn sie am Patronatsfest Sant’Erasmo teilnimmt. Auch in diesem Juni reiste eine Bülacher Vertretung, der auch fünf Mitglieder des Stadtrats angehörten, nach Santeramo, um diesen besonderen Tag mitsamt eindrücklicher Prozession zu erleben. «Die Bülacher Fahne und Tracht waren natürlich auch dabei», sagt Adriano Stano.

Er und Franco Di Santo fühlen sich der Heimat ihrer Vorfahren sehr verbunden. «Das ist auch ein Zeichen der Wertschätzung an unsere Eltern, die Apulien vor über 50 Jahren verlassen haben, um hier zu krampfen», sagt Di Santo. Beide hoffen, dass auch ihre Kinder den Kontakt zu den italienischen Wurzeln weiterhin pflegen. Fix ins Programm beider Familien gehören deshalb die jährlichen Sommerferien in Apulien.

Beliebtes Ferienziel

Bereits haben sich zahlreiche Bülacherinnen und Bülacher von der Begeisterung für diese Region im Süden Italiens anstecken lassen – und dabei scheint bei vielen ein Besuch der Partnerstadt zum Reiseprogramm zu gehören. «Ein Barbetreiber aus Santeramo schickt uns regelmässig Fotos von Bülacher Gästen», erzählt Di Santo. Überhaupt liege Apulien momentan als Reisedestination bei vielen Schweizern im Trend.

Wer es bisher nicht bis dorthin geschafft hat, bekommt auf dem Bülacher Hans-Haller-Platz schon mal einen Vorgeschmack – zwar ohne Meer, aber ziemlich sicher mit viel italienischer Festfreude bis in die frühen Morgenstunden.

Das Bülacher Partnerstadtfest findet am Freitag, 30. August, von 17 bis 2 Uhr, und am Samstag, 31. August, von 11 bis 2 Uhr, auf dem Hans-Haller-Platz in Bülach statt.

Franco Di Santo (links) und Adriano Stano am Schauplatz des grossen Fests der «Santermani». Foto: Paco Carrascosa

Weitere Infos: www.amicidisanteramo.ch

Erstellt: 12.08.2019, 14:47 Uhr

Am Anfang war der Fussball

In den 1960er-Jahren kamen sehr viele Gastarbeiter aus dem apulischen Santeramo in Colle nach Bülach und Umgebung. Die meisten von ihnen fanden eine Anstellung in der damaligen Bülacher Glashütte. Die Idee der Städtepartnerschaft entstand bereits 1987, als die B-Junioren des FC Bülach zu einem Fussballturnier nach Santeramo reisten. Am 27. August 2000 wurde die Städtepartnerschaft dann offiziell von beiden Stadtpräsidenten besiegelt. Im gleichen Jahr entstand der Verein Amici di Santeramo in Colle mit damals 60 Mitgliedern. Heute hat der Verein 160 Mitglieder. Er fördert und unterstützt verschiedene Initiativen und Aktivitäten im Rahmen der kulturellen, sportlichen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnerstädten. Die Amici di Santeramo sind jährlich am Bülacher Weihnachtsmarkt präsent, wo sie auf dem Hans-Haller-Platz die bekannten Panzerotti und andere Spezialitäten aus Süditalien verkaufen. In der Stadt Bülach und den Kreisgemeinden leben zurzeit circa 250 «Santermani». (dsh)

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