Niederweningen

Doppelsporthalle erhält grössere Fotovoltaikanlage

Die Schulgemeindeversammlung genehmigte einen zweiten Zusatzkredit für den Ausbau der Fotovoltaikanlage.

Die Fotovoltaikanlage soll 84 Prozent des südlichen Daches der Doppelsporthalle bedecken.

Die Fotovoltaikanlage soll 84 Prozent des südlichen Daches der Doppelsporthalle bedecken. Bild: PD

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Die Schule Wehntal darf die geplante Fotovoltaikanlage bei der Schule Schmittenwis in Niederweningen vergrössern. Dies entschieden die 43 Stimmberechtigten (0.9 Prozent) der Gemeinden Oberweningen, Niederweningen, Schöfflisdorf und Schleinikon, welche den Antrag der Schulpflege an der ausserordentlichen Schulgemeindeversammlung vom Mittwoch deutlich annahmen.

Mit dem nun bewilligten Zusatzkredit von 230000 Franken wird die ursprünglich rund 490 Quadratmeter grosse Anlage auf 830 Quadratmeter erweitert und soll dadurch 75 Prozent leistungsstärker werden. Dank der höheren Stromproduktion können rund 65 Prozent des jährlichen Gesamtverbrauchs der Anlage Schmittenwis gedeckt werden. Die Gesamtkosten für die Anlage betragen damit 657000 Franken. Mittlerweile plant man, auch die anderen Schulanlagen an das Solarstromnetz anzuschliessen.

Nachhaltige Finanzierung

Den Entscheid für den Bau einer Fotovoltaikanlage auf dem südlichen Dach der neuen Doppelsporthalle hatte die Schulpflege bereits während der Projektierung getroffen. Die Stimmberechtigten der vier Gemeinden sprachen im September 2018 der Schulgemeinde rund 13,7 Millionen Franken für den Neubau der Doppelsporthalle und die Schulraumerweiterung Schmittenwis zu. Diese sollen bis im Frühjahr 2021 fertiggestellt werden. In diesem Rahmen wurde auch ein erster Zusatzkredit in der Höhe von 427000 Franken für den Bau einer Fotovoltaikanlage genehmigt. Die Schulpflege wollte damit einen grossen Teil des Stromverbrauchs durch erneuerbare Energie decken.

Damals entschied man sich jedoch noch für ein kleineres Projekt. Zwar verfolgt die Schulpflege seit der Schulraumplanung 2013 Aus- und Neubauten möglichst ökologisch zu bauen. Eine nachhaltige Finanzierung ohne Steigerung des Steuerfusses sollte aber ebenfalls gewährleisten sein. Die genehmigte Fotovoltaikanlage hätte eine Höchstleistung von 80 Kilowatt gehabt und damit 38 Prozent des Strombedarfs der Anlage Schmittenwis gedeckt.

Die gute Finanzlage bewegte die Schulpflege jedoch dazu, das Projekt neu zu evaluieren. Man kam zum Schluss, dass eine grössere Anlage den energietechnischen Plänen der Schule besser entspricht. Neu wird das südliche Dach der Doppelsporthalle zu 84 Prozent durch Fotovoltaikmodule bedeckt sein. Diese werden eine Höchstleistung von 140 Kilowatt erreichen. Weil die Schulanlage einen grossen Teil des Eigenbedarfs selbst decken wird und zusätzlich eine Einspeisevergütung erhält, rechnet die Schulpflege mit Kosteneinsparungen von bis zu 45 Prozent.

Pläne für Erweiterung

Laut der Schulpflege sei die Photovoltaikanlage eine Investition in die Zukunft und ein Grundpfeiler für ihre Energiestrategie, da die Anlage Schmittenwis mit anderen Schulanlagen zusammengeschlossen werden könnte. Dank einer Gesetzesänderung vom April 2019 dürfen neu Eigenverbauchsgemeinschaften auch auf öffentlichem Raum gegründet werden. Die Schulanlage Mammutwis, bei welcher ebenfalls eine Sanierung geplant ist, und der Kindergarten Rottupf könnten so an das Solarstromnetz der Schule Schmittenwis angeschlossen werden.

Nach den gegenwärtigen Berechnungen der Schulpflege, können 41 Prozent der Jahresproduktion, was rund 57000 Kilowattstunden entspricht, selbst genutzt werden. Ein Einbettung der anderen Anlagen würden den Eigenverbrauchsanteil und folglich auch die Wirtschaftlichkeit erhöhen.

Erstellt: 26.09.2019, 15:36 Uhr

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