Rafz

Dorfkern wird zur grossen Festmeile

Einmal alle drei Jahre feiern die Rafzerinnen und Rafzer die grosse Herbstmesse.

Die vielen Bars und Essstände auf den Strassen gehören zur Herbstmesse dazu.

Die vielen Bars und Essstände auf den Strassen gehören zur Herbstmesse dazu. Bild: Sibylle Meier

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Zwei Tage lang wird in Rafz am übernächsten Wochenende Ausnahmezustand herrschen. Alle drei Jahre geht im Dorf die Herbstmesse über die Bühne. Dabei wird mit der grossen Kelle angerührt: 151 verschiedene Stände und Events sind laut den Organisatoren am 21. und 22. September geplant. Nebst Festwirtschaften und Bars gehören dazu auch Konzerte und Darbietungen. Alleine für den Verkauf der Messetickets an den Messeeingängen hat das Organisationskomitee 80 Personen aufgeboten.

Craft-Bier, Riesenrad und Einblicke in frühere Zeiten

«An der Rafzer Herbstmesse herrscht eine ganz besondere Atmosphäre», sagt Gemeinde- und OK-Präsident Kurt Altenburger. «Das ganze Dorf verwandelt sich in eine Festmeile. Und die Messe bietet eine grosse Vielfalt.» Zum grossen Teil wird der Anlass vom ansässigen Gewerbe bestritten, welches sich mit der Messe präsentiert. «Dazu kommen zahlreiche Vereine, die mitmachen.» Tatsächlich ist die Auswahl an möglichen Bars, Beizen, Ausstellungen und Events riesig. So gibt es zum Beispiel ein paar Rafzerinnen und Rafzer, die einen Narren an Finnland und Helsinki gefressen haben. An der Herbstmesse richten sie eine Helsinki-Lounge ein, in welcher es Lachsbrötchen und finnische Getränke zu kosten gibt. Ein gutes Beispiel für den Variantenreichtum ist auch die Craft-Bier-Bar, die dieses Mal zum ersten Mal dabei ist: Nebst einem Bier-Gulasch wird es selbstgebautes Rafzer Bier zu trinken geben sowie ein Erdbeerbier.

Neben den zahlreichen Bars und Verpflegungsständen gibt es aber auch Ausstellungen von Rafzer Künstlerinnen und Künstlern. Und viele Attraktionen. Das Ortsmuseum demonstriert etwa live, wie früher der Getreidebau funktioniert hat. Mit historischen Gerätschaften wie Dreschflegeln und Sicheln oder Sensen wird gezeigt, welche Schritte früher nötig waren, die heute zum grössten Teil von Maschinen übernommen werden. Fast zur Tradition geworden ist zudem der Oldtimer-Corso, der zweimal täglich durch das Messegelände fahren wird. Dieses Jahr wird als Besonderheit auch ein rund 100 Jahre altes Modell eines strombetriebenen Fahrzeugs dabei sein. Sofort jedem Besucher auffallen dürfte vor allem das Riesenrad. Zwanzig Gondeln bieten auf bis zu 28 Metern Höhe einen fantastischen Ausblick über das Dorf und die nähere Umgebung.

Regierungsrätin Jacqueline Fehr wird die Messe eröffnen

Ursprünglich entstand die Herbstmesse 1954, um den lokalen Winzern eine Möglichkeit zu geben, ihre edlen Tropfen zu präsentieren. Die Weinbauern sind auch heute noch Teil des Anlasses, fünf Degustationsstände sind angemeldet.

Ist das Wetter gut, erwarten die Organisatoren rund 15000 Besucherinnen und Besucher während den beiden Festtagen. Eröffnet wird die Messe am Samstag, 21. September, von Gemeindepräsident Kurt Altenburger und – wie es Tradition ist – von einem Mitglied der Zürcher Regierung. Dieses Mal wird es Justizdirektorin Jacqueline Fehr sein. Während der Festbetrieb am Samstag kein offizielles Ende hat, wird am Sonntag dann um Mitternacht Schluss sein.

Erstellt: 12.09.2019, 17:19 Uhr

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