Steinmaur

Fabian Lienhard steigt in Australien erstmals als World-Tour-Profi aufs Velo

Der Steinmaurer Radrenn-Profi Fabian Lienhard gehört neu der französischen Equipe Groupama-FDJ an. Sein Debüt im World-Tour-Team gibt er am kommenden Sonntag in Australien.

Fabian Lienhard an der Tour de Suisse 2019. Auch mit seinen starken Leistungen an der Landesrundfahrt empfahl sich der Steinmaurer für einen Vertrag mit einem Team der höchsten Stufe.

Fabian Lienhard an der Tour de Suisse 2019. Auch mit seinen starken Leistungen an der Landesrundfahrt empfahl sich der Steinmaurer für einen Vertrag mit einem Team der höchsten Stufe. Bild: Keystone

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Fabian Lienhard wird mit der Tour Down Under, die am kommenden Dienstag beginnt, erstmals ein Etappenrennen in Australien bestreiten. «Das ist auch deshalb etwas Besonderes, weil ich in Australien erstmals für mein französisches Team im Einsatz stehe», sagt Lienhard. Bereits am vergangenen Freitag ist er via Paris, wo fünf seiner neuen Mannschaftskollegen dazustiessen, und Singapur nach Australien geflogen. Die zum 22.?Mal ausgetragene «Tour Santos Down Under» ist das erste grosse Ziel. Das Rennen führt über sechs Etappen und zählt zur World-Tour. Deshalb gehen dort auch die 19 besten Profi-Teams der Welt an den Start.

«Obwohl nicht alle Mannschaften mit den besten Fahrern nach Australien kommen, bin ich gespannt, wie mir der Einstieg auf diesem Niveau gelingt», sagt der 26-Jährige im Hinblick auf das Rennen, das im südöstlichen Teil von Australien in der Nähe der Millionenstadt Adelaide ausgetragen wird. Keine Sorgen macht sich der Steinmaurer wegen der Busch- und Waldbrände: «In den Wäldern rund um Adelaide soll es im Oktober gebrannt haben. Jetzt scheint das dort vorbei zu sein, und die Rennen können normal ausgetragen werden.» Fabian Lienhard spricht in der Mehrzahl von «Rennen», weil er, bevor es mit der Tour Down Under losgeht, am Sonntag ein Kriterium in Adelaide und am 2.?Februar vor der Heimreise noch das «Cadel Evans Race» bestreiten wird.

Gut vorbereitet

Fabian Lienhard nimmt seinen Abstecher auf den Fünften Kontinent gut vorbereitet in Angriff. Einem Zusammenzug seines neuen Groupama-FDJ-Teams im Dezember folgte Anfang Januar ein einwöchiges Trainingslager auf Mallorca. Lienhard schob diese Woche auf Mallorca ein, weil er gut vorbereitet in die erste Saison in einem World-Tour-Team gehen will. «Ich stehe vom Team her zwar nicht unter Druck, aber man hofft natürlich schon, dass ich gute Resultate liefere», sagt Lienhard. «Ausserdem will ich gleich in den ersten Rennen zeigen, dass sie mit mir rechnen können.»

In Australien ist Lienhard einer von drei Schweizern, die an den Start gehen. Der Oberwalliser Kilian Frankiny fährt wie Lienhard für die Groupama-Equipe. «Da mein Französisch noch nicht so gut ist, kann ich mich immerhin mit ihm auf Schweizerdeutsch unterhalten», meint Lienhard dazu. Der Dritte im Bunde in «Down Under» ist der Waadtländer Danilo Wyss. Er nimmt die neue Saison für die südafrikanische Equipe NTT in Angriff. Den Westschweizer und Lienhard verbindet, dass beide 2015 in Steinmaur einen Schweizer-Meister-Titel gewannen: Wyss bei den Profis, Lienhard als Gesamtsechster vor dem eigenen Publikum in der Elite national.

An der Tour de Suisse dabei

Er ist sich bewusst, dass die Lorbeeren von einst nicht viel aussagen. Nun stehen die Rennen der neuen Saison im neuen Team an. «Ich bin in der Mannschaft gut aufgenommen worden, überhaupt kommen die Leute gut miteinander aus», schildert er. «Da ich neben zwei Fahrern aus dem eigenen Nachwuchs der einzige Neue bin, der auf die Saison 2020 von aussen gekommen ist, kennen sich die meisten im Team gut, und die Harmonie stimmt.»

Fabian Lienhard setzte 2019 auch im Trikot des Schweizer Nationalteams im Strassenrennen der EM in Alkmaar Akzente. Bild: Keystone

Nach dem Saisonstart in Australien kann Fabian Lienhard im Februar nochmals an seiner Form feilen. Die Zeit bis zu seinen nächsten Einsätzen nutzt er für ein weiteres Trainingslager, bevor die Klassiker in Belgien und Italien anstehen. Höhepunkte werden die Strade Bianche in Italien und die Flandern-Rundfahrt in Belgien bilden. Wie es nachher weitergeht, ist noch nicht genau definiert: «Es ist noch nicht alles fix. Im Juni bin ich aber sicher an der Tour de Suisse am Start», verrät Lienhard.

Erstellt: 15.01.2020, 20:27 Uhr

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