Dielsdorf

Für Tanzwettbewerb über eigenen Schatten gesprungen

Am Samstag zeigen die Sängerin Tiziana Gulino und der Ex-Radprofi Franco Marvulli bei der SRF-Tanzshow «Darf ich bitten?» was sie können. Die Dielsdorferin und der Wahlunterländer sind Konkurrenten und vergehen, obwohl sie es nicht zugeben, vor Lampenfieber.

Vielviel Spass Tiziana Gulino beim Tanzen mit ihre Coach Mark Stalder hat, ist unübersehbar.

Vielviel Spass Tiziana Gulino beim Tanzen mit ihre Coach Mark Stalder hat, ist unübersehbar. Bild: Miriam Kuenzli

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Am Samstag werden Tiziana Gulino und Franco Marvulli in der Bodenseearena Kreuzlingen zu einem tänzerischen Wettkampf gegen drei andere prominente Mitstreiter antreten. Übertragen wird dieses Spektakel live im Fernsehen auf SRF1. Welche drei Teilnehmer es nach dieser Qualifikationsshow ins Halbfinale schaffen werden, hängt vom Urteil einer Fachjury und dem Televoting der Fernsehzuschauer ab. «Fleissig voten», appelliert deshalb die heute 21-jährige Dielsdorferin Tiziana Gulino an die Unterländer.

Tiziana Gulino tanzt…

2014 holte sie sich als 16-jährige angehende Fachfrau Gesundheit des Spitals Bülach den Titel «Voice of Switzerland». Inzwischen hatte sie zahlreiche Auftritte, brachte ein Album heraus und wirkte beim Schweizer Erfolgsmusical «Ewigi Liebi» mit. «Mit Tanzen hatte ich jedoch nie etwas am Hut. Und als mich das Schweizer Fernsehen vor einigen Monaten anfragte, dachte ich noch: Sicher nicht», erklärt Gulino. «Meine Familie machte mir aber Mut und so sprang ich über meinen Schatten.» Bei diesem kühnen Sprung kommt ihr zu Gute, dass sie innerhalb der letzten beiden Jahre 17 Kilo abgenommen hat. «Durch bewussteren Lebensstil», erklärt sie.

… mit Sandkastenfreundin

Neben ihrem Job bei der Spitex Region Bülach und den Musicalvorstellungen übte sie drei mal pro Woche für eben diese Tanzshow, jetzt unmittelbar vor dem Auftritt sogar täglich. «Am Anfang war das heavy. Aber man wächst hinein», erklärt sie und schwärmt von ihrem Tanzcoach Mark Stalder. «Einen besseren Lehrer hätte ich mir nicht wünschen können.» Welche Tänze man zu sehen bekommt, verrät Tiziana Gulino nicht. Nur so viel: Sie werden vor Lebensfreude sprühen. «Will man eine ruhigere Facette von mir erleben, muss man fleissig voten, denn fürs Halbfinale haben wir etwas langsames einstudiert.» Für ihre Fangemeinde hat die Dielsdorferin zum Dank eine Überraschung eingeplant. «Am 9. März auf meine Social Media Accounts schauen», sagt sie.

Den ersten Tanz, so wollen es die Regeln, absolvieren die Kandidaten mit dem Coach, für den zweiten durften sie sich jemanden aussuchen. «Bei mir ist es meine fast gleichaltrige Sandkastenfreundin Nelly Chriqui aus Steinmaur», erzählt Tiziana. Inzwischen sitzt die Bühnengarderobe und die Trainings verliefen ohne Zwischenfälle. Nur einmal bei einem akrobatischen Element verhedderten sich Coach und Tänzerin so unglücklich, dass sie sich umrissen. «Wir gingen zu Boden. Zum Glück ohne Verletzung.»

Franco nimmts sportlich

Neben Tiziana Gulino geht auch Ex-Radprofi Franco Marvulli an den Start. Der 39-Jährige holte sich in verschiedenen Disziplinen Europa- und Weltmeistertitel und 2004 eine Olympia-Silbermedaille. Als Mitglied des Inline Teams Furttal vergiesst der Zürcher regelmässig Schweiss auf Unterländer Boden. «Ich fühle mich hier daheim», sagt er. Marvulli hat 2014 sein Profitrikot an den Nagel gehängt und ist seither unter anderem als Moderator unterwegs. Als ihn Ende 2017 das Schweizer Fernsehen zu «Darf ich bitten?» einlud, sagte er sofort zu. «Ich betrachtete es als neue Sportart. Das war für mich Herausforderung genug. Ich erhoffte mir etwas zu lernen, was ich bisher nicht kannte. Und meine Hoffnungen haben sich erfüllt», erklärt er.

Rund einen Monat hat es gedauert, bis Marvulli mit seinem Coach Valery Reuser eine kurze Choreographie durchtanzen konnte. «Es war total schwierig. Beim Velofahren kommt es nur auf Geschwindigkeit an. Ist es völlig egal, wie man dabei aussieht», sagt er. Anders beim Tanzen. «Die Koordination von eleganten Bewegungen aller Körperteile war schon eine grosse Hürde für mich», sagt er. Ob er als grosser, starker Mann und körperlich topfit der Favorit ist? Franco Marvulli winkt ab. Er sagt: «Nein, nein. Seine Mitbewerber zu unterschätzen, ist der grösste Fehler, den man als Sportler machen kann.» ()

Erstellt: 06.03.2018, 15:14 Uhr

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