Sicherheitsholzerei

Gefährliche Bäume entfernt

Kloten hat vier Bäume und ein paar gefährliche Stellen weniger. Eine spezialisierte Holzertruppe hat am Donnerstag zwei Robinien, eine Akazie und eine Föhre aus Grünstreifen und Rabatten im Strassenraum entfernt.

Eine der beiden teilweise faulen Robinien ist gefällt, jetzt muss sie möglichst schnell weg.

Eine der beiden teilweise faulen Robinien ist gefällt, jetzt muss sie möglichst schnell weg. Bild: Christian Wüthrich

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Zum Schluss gings schnell: Innert wenigen Augenblicken war die tonnenschwere Holzlast von der Fahrbahn geschafft. Kurz zuvor war eine stattliche Robinie beim Swiss-Kreisel eingangs Kloten auf die Bassersdorferstrasse gekracht. Es war dies kein Unfall, sondern dahinter stand professionelles Holzerhandwerk. Damit eben «höhere Gewalt» keine Chance hat oder zumindest dumme Unfälle durch abbrechendes Geäst oder umfallende Stämme nicht mehr infrage kommen können. 

Holzen in luftiger Höhe 

Am ersten Schauplatz der Spezialholzfäller kamen die Arbeiten am Donnerstagmorgen noch ungleich langsamer voran. Unmittelbar vor der reformierten Kirche galt es, die ersten zwei von vier Bäumen an diesem Tag zu entfernen. «Aus Sicherheitsgründen», wie es in einer Mitteilung der Stadt Kloten heisst. 

An Seilen mehrfach gesichert, hängen orange Gestalten in der Baumkrone der markanten Akazie. Stück für Stück sägen sie heraus und lassen das Holz vorsichtig zu Boden gleiten. Gleich nebenan steht eine stattliche Föhre, die nach mehrstündigem Einsatz kurz vor dem Mittag das gleiche Schicksal ereilte. Zwischen Bushaltestelle, Trottoir und Unterführungsrampe gibt es nämlich keinen Platz, um die schweren Stämme klassisch zu fällen. Auch soll der Verkehr auf der stark befahrenen Durchgangsachse, wo täglich über 20000 Fahrzeuge vorbeirollen, nicht unnötig blockiert werden. Am Morgen vor der Kirche war die Baumfällaktion denn auch ohne grössere Einschränkungen oder gar Sperrung abgelaufen.

Zu gross für Grünstreifen

Nach dem Mittag verlagerte sich der Einsatzort der Holzertruppe in die Nähe jenes Kreisels, wo die Flugzeugheckflosse in den Klotener Himmel ragt. Ein paar Meter davon entfernt galt die Aufmerksamkeit des Teams sodann zwei über zehn Meter hohen Robinien im schmalen Grünstreifen: ein zu grosses Risiko für die Verkehrssicherheit, wie es heisst. «Die sind mittlerweile einfach zu gross geworden», meint einer der Männer des kantonalen Tiefbauamtes beim Anblick der Bäume. In der Krone sehen einige Äste nicht nur abgestorben aus, sondern drohen gar abzubrechen bei einem nächsten Sturm. 

Nur «minimal» würden die Verkehrseinschränkungen ausfallen, hatte die Stadt Kloten in ihrer Mitteilung zur Fällaktion versprochen. Die Mitarbeiter der vom Kanton beauftragten Unterländer Spezialfirma aus Teufen gaben schliesslich auch alles: Kaum hatten zwei Kantonsmitarbeiter den Verkehr aufgehalten, knackte es laut und die Bäume lagen wie geplant auf der Strasse. Mit vereinten Kräften entfernte man die Äste und blies, wischte oder schaufelte die Fahrbahn wieder frei. Die Stämme glitten an der Seilwinde des Traktors hängend auf den Radweg, wo sie umgehend auf einen Anhänger verladen wurden. Im Nu war alles weggeräumt. «Es ist schon toll, mit diesen Profis zu arbeiten», meinte einer der Arbeiter, als der Verkehr nach wenigen Minuten wieder rollte. Keiner hatte hässig gehupt. «Das ist sonst oftmals ganz anders.» 

(Zürcher Regionalzeitungen)

Erstellt: 01.02.2019, 11:39 Uhr

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