Steinmaur

Gemeinde baut an ihrer baulichen Zukunft

Die totalrevidierte Bau- und Zonenordnung kommt in die entscheidende Phase: Am Dienstag, 5. Juni, befinden die Stimmberechtigten über das Planungsinstrument. Punktuelle Kritik wurde aber am Informationsanlass vom vergangenen Dienstag laut.

Der Gemeinderat von Steinmaur führte am Dienstag einen Informationsabend zur revidierten BZO für die Bevölkerung durch.

Der Gemeinderat von Steinmaur führte am Dienstag einen Informationsabend zur revidierten BZO für die Bevölkerung durch. Bild: mcp

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Die Bau- und Zonenordnung (BZO) der Gemeinde Steinmaur ist in die Jahre gekommen und muss nun den aktuellen Bedürfnissen und Gegebenheiten angepasst werden. Am vergangenen Dienstag führte der Gemeinderat einen erneuten Informationsabend zur revidierten BZO für die Bevölkerung durch. Rund 30 Interessierte nahmen in der Turnhalle daran teil. «Ich hatte doch ein bisschen mehr Publikum erwartet», gab Gemeindepräsident Andreas Schellenberg seiner leisen Enttäuschung Ausdruck.

«Der dörfliche Charakter von Steinmaur mit seiner landwirtschaftlichen Prägung ist wichtig», sagte Gemeinderätin Liliane Roth. Und das revidierte Planungsinstrument soll dieses grundlegende Dorfbild, das von vielen Einwohnerinnen und Einwohnern gewünscht wird, sicherstellen.

Die wesentlichen Änderungen der neuen BZO betreffen die drei Kernzonen in Ober- und Niedersteinmaur sowie in Sünikon. In diesen Zonenplänen sind die potenziell schutzwürdigen Gebäude speziell markiert.

Im Weiteren stehen im Zentrum der neuen BZO die Definition der Wohnzonen sowie die Aufhebung der Bauzone im Gebiet Steinwis und die Umzonung einer Fläche im Tolacher von Landwirtschaftsland in Bauland.

Widerstand aus Chrebsbach

In allen Wohnzonen der Gemeinde wird neu die maximal mögliche Höhe der Gebäude definiert. Die Wohnzone W1 wird aufgehoben und durch die neuen zweigeschossigen Zonen W2a und W2b ersetzt. Diese seien individuell den Gegebenheiten entsprechend ausgestaltet, erklärte Gemeinderat Reto Weisstanner. Die beiden neuen Zonen betreffen einen Teil der Steinmaurer Fraktion Sünikon und das Einfamilienhausquartier Chrebsbach.

In diesem Quartier ist denn auch Widerstand gegen diese angestrebte Umzonung entstanden. Gemäss Angaben von Schellenberg wurde ein von rund 20 Leuten unterschriebenes Begehren eingereicht, wonach auf die neue Zonendefinition zu verzichten sei. Die Chrebsbach-Bewohner befürchten, dort könnten künftig klotzige Bauten entstehen. Dem widerspricht Weisstanner: «Zwar sind neu zwei Vollgeschosse im W2b möglich, aber die Gebäudehöhe wird gegenüber der heutigen Regelung ein bisschen reduziert.» Zudem sei festzuhalten, dass man dort so bauen könne, aber nicht müsse.

Zonentausch angestrebt

Im Gebiet Steinwis in Niedersteinmaur besteht eine bisher nicht genutzte Zone für öffentliche Bauten. Diese soll wieder in eine Landwirtschaftszone verwandelt werden. Im Gegenzug soll im Tolacher nordöstlich der Schulanlage ein Teil der Landwirtschaftsfläche von EDU-Kantonsrat Hans Egli in eine Wohn- und Zentrumszone umfunktioniert werden. Diese Änderungen müssen auch im kantonalen Richtplan vorgenommen werden. Der Kantonsrat dürfte den diesbezüglichen Entscheid im Verlauf des Jahres fällen, wie Gemeinderat und FDP-Kantonsrat Christian Müller erklärte.

«Die neue Bau- und Zonenordnung ist auf 10 bis 15 Jahre ausgelegt», sagte Müller. Die Gemeinde dürfte in dieser Zeit um etwa 600 Einwohnerinnen und Einwohner wachsen. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 16.05.2018, 17:46 Uhr

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