Niederglatt

Handänderungen füllen die Kasse

Die Präsentation des hohen Ertragsüberschusses in der Gemeindekasse ebnete den Weg für die Genehmigung des Kredits «Neugestaltung Kinderspielplätze».

83 stimmberechtigte Bürgerinnen und Bürger waren in Niederglatt an der Gemeindeversammlung.

83 stimmberechtigte Bürgerinnen und Bürger waren in Niederglatt an der Gemeindeversammlung. Bild: mcp

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Der hohe Ertragsüberschuss von 2,67 Mio. Franken sorgt für ein Eigenkapital in der Höhe von 19 Mio. Franken in der Gemeindekasse. Dementsprechend sprach Finanzvorstand Christian Stoll von einer «positiven Jahresrechnung».

Die Mehreinnahmen in der Kostenstelle Finanzen und Steuern sind auf höhere Einnahmen durch die Grundstückgewinnsteuer zurückzuführen. Ein Plus von 1,71 Mio. Franken konnte hier ausgewiesen werden. Grund für diese Finanzspritze sei die Tatsache, dass im letzten Jahr mehrere komplexe Veranlagungen aus Verkäufen definitiv veranlagt worden seien, erklärte Stoll. 83 stimmberechtigte Bürgerinnen und Bürger, also 2,8 Prozent der Bevölkerung, genehmigten mit grossem Mehr und ohne Gegenstimme die Jahresrechnung.

Zudem legte die Versammlung mit der Genehmigung eines Baukredits in der Höhe von 210200 Franken den Grundstein für die Neugestaltung der Kinderspielplätze Eichisee, Eschenberg und auch Bachenbülacherstrasse.

Kinder sind die Gewinner

Hochbauvorstand Peter Balsiger zeigte sich erfreut über den mit grossem Mehr angenommenen Baukredit für die Neugestaltung der drei Kinderspielplätze. «Mein Liebling darunter ist der Eschenberg-Kinderspielplatz», erklärte er vor der skizzierten Projektansicht. Weil es dort oben einfach eine wunderschöne Aussicht gebe. Ihm sei es wichtig, dass sämtliches Spielgerät BfU-geprüft und die Ware «qualitativ hoch» sei. Für Rückbau, Aushub, Fallschutz und Montage seien rund 153000 Franken vorgesehen, während für Bauleitung, Vorarbeiten und den Gärtner Kosten von rund 57000 Franken entstünden. Diese sind bereits im Budget 2019 berücksichtigt. Einen grossen Dank sprach der Gemeindepräsident jenen Eltern aus, die wertvolle Tipps ins Projekt gebracht hätten.

An der Versammlung der Schulgemeinde genehmigten 77 Stimmberechtigte mit grossem Mehr das neue Rabattreglement, die entsprechende Verordnung sowie das Elternreglement. «Wer den 7-Uhr-Zug erwischen muss, kann nun sein Kind bereits um 6.45 Uhr in die Betreuung abgeben», erklärte Schulpflegerin Rahel Semadeni. Eltern aus armen Verhältnissen erhalten einen Rabatt von 50 Prozent bei den Tarifen für Betreuungszeiten. Einzig das Mittagessen inklusive Betreuung kostet neu 16 anstatt 14 Franken, hier kommt kein Rabatt zum Tragen. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 14.06.2019, 11:59 Uhr

Bürger zeigen sich über Entwicklungsstrategie besorgt

Während die Geschäfte der Gemeindeversammlung für keine Diskussionen sorgte, bekundeten einige Stimmberechtigte bei der vorangegangenen Infoveranstaltung ihre Sorge über den kommunalen Richtplan. Gemeindepräsident Stefan Schmid hatte einleitend erklärt, dass der Richtplan «ein wegweisender Baustein» für die Entwicklung der Gemeinde sei. «Obwohl wir flächenmässig eine kleine Gemeinde sind, überlagert sich unser Siedlungsraum mit Oberglatt und Niederhasli», führte er aus. Es stelle sich die Frage, auf welchen Verkehrswegen sich die Bevölkerung von Niederglatt in Zukunft bewege.

Fachplaner Peter von Känel wies zudem darauf hin, dass es sich beim kommunalen Richtplan «ONN» um ein Pilotprojekt im Kanton Zürich handle. In der «Vision Seeblerstrasse» gebe es grosses Entwicklungspotenzial für ein Mischgebiet, welches Wohn- wie auch Arbeitsplätze beinhalte. Genau auf diesen Punkt zielte die Frage eines besorgter Bürgers zur Anzahl neuer Einwohner. Von Känel sieht laut Studie hier ein Potenzial von 500 neuen Einwohnern und rund 300 zusätzlichen Arbeitsplätzen. Fragen nach zusätzlich benötigter Infrastruktur wie Schulen und Kanalisationen wurden laut.

Votant Urs Meier beschrieb anhand eines Beispiels die «unmögliche Umsteigesituation» auf dem Bahnhof Niederglatt. Gemeindepräsident Stefan Schmid beteuerte die steten Verbesserungen in Sachen ÖV-Verbindungen am und zum Bahnhof. «Der Wunschkatalog an neuen Haltestellen in der Gemeinde ist hoch», gab Schmid zu. Diese würden selbstverständlich innerhalb der neuen Entwickluns-strategie berücksichtigt. Fachplaner von Känel schloss mit einer Art «Zukunftsmusik» sein Referat ab. Demnach soll die derzeitige ÖV-Benützung von 6 Prozent auf 20 steigen, während der Mischverkehr von 65 auf 35 Prozent fallen dürfte. Am Donnerstag, 20. Juni, wird über den kommunalen Richtplan «ONN» dieselbe Infoveranstaltung in Oberglatt stattfinden.

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