Niederhasli

Jugendtreff wird möglich

An der Gemeindeversammlung wurde einem Kredit von 1,35 Millionen Franken für das geplante Freizeitzentrum zugestimmt. Die Bauarbeiten sollen bereits im August 2019 abgeschlossen werden.

108 Stimmberechtigte stimmten in Niederhasli mehrheitlich für einen Kredit von 1,35 Millionen Franken für einen Neubau auf dem Spielplatzareal Hubwiesen.

108 Stimmberechtigte stimmten in Niederhasli mehrheitlich für einen Kredit von 1,35 Millionen Franken für einen Neubau auf dem Spielplatzareal Hubwiesen. Bild: Sibylle Meier

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Die Gemeinde Niederhasli ist einem neuen Freizeitzentrum einen Schritt näher gekommen. An der Gemeindeversammlung stimmte die Mehrheit der 108 Stimmberechtigten (1,96 Prozent) deutlich für einen Kredit von 1,35 Millionen Franken für einen Neubau auf dem Spielplatzareal Hubwiesen. Obwohl der Baubewilligungsprozess noch nicht abgeschlossen ist, zeigte sich Hans Derrer, Vizepräsident des Gemeinderats und Ressortvorsteher Finanzen und Liegenschaften, zuversichtlich: «Ich bin mir sehr sicher, dass wir nächstes Jahr mit dem Bau beginnen können», sagt er.

Sollte die Gemeinde die Baubewilligung erhalten, kann das Projekt bereits im Januar 2019 starten.Anfang Juni 2018 hatte die Gemeinde Niederhasli über den Verkauf eines Grundstückes an der Niederglatterstrasse für 1,5 Millionen Franken abgestimmt. Da sich darauf auch das alte Jugendhaus befand, kam die Gemeinde in Zugzwang, eine Alternative zu finden. Die Entscheidung fiel auf das gemeindeeigene Grundstück an der Huebwiesenstrasse. Heute befindet sich auf dem Spielplatzareal ein Holzgebäude, welches vor dem Beginn der Bauarbeiten abgerissen werden muss. An dessen Stelle tritt dann ein zweistöckiger Holzbau nach Minergie Standard mit Sanitäranlagen und elektronischer Einrichtung sowie Wlan-Zugang.

Auch anderweitigeNutzung möglich

Neben der mit der Nachbarsgemeinde Niederglatt geführten Jugendarbeit, soll das Freizeitzentrum auch dem Jugendtreff und Privatpersonen zur Verfügung stehen. «Die Anlage soll moderne Ansprüche vollends erfüllen», so Derrer. Bedenken der Anwohner über Lärmemissionen konnten vom Gemeinderat beseitigt werden. Zu Diskussionen führte jedoch der finanzielle Aspekt. Ein Bewohner aus dem Publikum störte sich an der vorgeschlagenen Amortisationsdauer von 33 Jahren. Sollte die Jugendarbeit in wenigen Jahren abgeschafft werden, wäre das Freizeitzentrum ungenutzt. Derrer musste dem widersprechen: «Die Räume können bei Bedarf auch anderweitig genutzt werden», erklärt er. «In Niederhasli werden die Bedürfnisse in diesem Bereich immer grösser.»

Auch eine Verkürzung der Abschreibungsdauer auf 20 Jahre konnte der Gemeinderat nicht stattgeben. Diese ist laut Gemeindepräsident Marco Kurer durch das kantonale Gemeindeamt nach dem harmonisierten Rechnungslegungsmodell 2 (HRM2) auf 33 Jahre festgesetzt.

Die Umstellung auf das HRM2 hat auch in Niederhasli zu Komplikationen geführt. In letzter Stunde musste das Budget den Richtlinien des Gemeindeamtes angepasst werden. Trotz einer massiven Reduktion der Abschreibungen konnte der Gemeinderat dennoch ein ausgeglichenes Budget für das Jahr 2019 präsentieren: Bei einem Aufwand und Ertrag von je rund 48,2 Millionen Franken weist Niederhasli ein Plus von 400 Franken auf. Auf eine Reduktion des Steuerfusses wurde verzichtet, dieser bleibt bei 91%. Auch hier nahm die Mehrheit der Stimmbürger die Anträge des Gemeinderates an.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 06.12.2018, 16:18 Uhr

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