Wallisellen

Junge Triathleten im Sog von Nicola Spirig und Co.

Mit einer «Tokyo 2020 Lane» sorgt das Nationale Leistungszentrum in Wallisellen für eine weitere Innovation. Von ihr profitieren viele, die im örtlichen Hallenbad trainieren.

Triathlon-Nachwuchscracks wie der Rafzer Nico Hegmann (Bildmitte) schwimmen regelmässig in Wallisellen - immer wieder auch neben den Spitzenkräften wie Nicola Spirig oder Andrea Salvisberg.

Triathlon-Nachwuchscracks wie der Rafzer Nico Hegmann (Bildmitte) schwimmen regelmässig in Wallisellen - immer wieder auch neben den Spitzenkräften wie Nicola Spirig oder Andrea Salvisberg. Bild: Leo Wyden

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In den bald zwei Jahren unter dem neuen Nationaltrainer Cordon Crawford hat sich am Nationalen Leistungszentrum (NLZ) des Schweizer Triathlonverbands Swiss Triathlon in Wallisellen einiges getan. «Wir wollen die Spitze fördern, uns mit den Coaches rege austauschen – und auch die nächste Generation mit den vielen Talente weiterbringen», erklärte der Schotte Mitte Woche am Kick-off-2020-Event vor Athletinnen und Athleten, Sponsoren und Medienvertretern.

Ein erstes neues Projekt ist die sogenannte «Tokyo 2020 Lane» im Walliseller Hallenbad. Sie ergänzt seit kurzer Zeit jeweils dienstags, donnerstags und samstags von 8 bis 9.30 Uhr die permanente Bahn für die Triathleten. Das hat einen mehrfachen Effekt.

Spirig will profitieren

In erster Linie nutzen die Topcracks aus der Region die neue Bahn. So trainiert etwa Nicola Spirig, die Olympiasiegerin von 2012 und Olympiazweite 2016, höchstpersönlich auf der «Tokyo 2020 Lane», oder der Wahl-Walliseller Andrea Salvisberg, Olympiateilnehmer 2016, und Julie Derron, die Sprint-Europameisterin von 2019. «Für mich ist diese Olympic Lane ein Gewinn», sagt Spirig. Sie schätzt die Möglichkeit, situativ zu entscheiden und entweder allein in Bülach zu schwimmen oder aber mit etwas längerem Anfahrtsweg in Wallisellen mit der Gruppe. «Dort kann ich von den andern profitieren.» Zudem betont die Bachenbülacherin den Hauptaspekt des Projektes: «Es lassen sich Synergien nutzen. So profitieren junge Multisportler, aber auch bereits Etablierte.» Dank der neuen Bahn bekommen etliche der rund 50 Nachwuchstriathleten der Region Gelegenheit zum Anschauungsunterricht – eine ideale Motivationsspritze.

Eine dieser etablierten Kräfte ist Petra Kurikova. Die tschechische Toptriathletin mit Wohnsitz Oberglatt hat sich vor über einem Jahr zum Wechsel vom SC Bülach ans NLZ Wallisellen entschlossen. Sie profitiert so von «den idealeren Trainingspartnern» und der «Integration in die Gruppe». Auch im Krafttraining ist sie zu wesentlichen Impulsen gekommen. Ausserdem hebt die Olympiakandidatin hervor, dass sie nun morgens und nicht mehr abends schwimmt und «so den Ablauf des Triathlons in den Alltag mitnehmen» kann.

Südafrika statt Glattal

Eine stark erhöhte Zuversicht strömt auch Olympiakandidat Andrea Salvisberg aus. «Ich habe ohne Pause durchtrainiert und fühle mich schon sehr gut», sagt der Berner, der wegen der guten Trainingsmöglichkeiten schon seit Jahren in Wallisellen lebt. Vorübergehend verlegen sich die Aktivitäten der Multisportler aber ab Anfang nächster Woche von Wallisellen nach Stellenbosch in Südafrika. Für ein dreiwöchiges Trainingslager fliegen die Olympia-Aushängeschilder der Gegenwart gemeinsam mit den Hoffnungsträgern der Zukunft mit dem Verband ins Trainingslager. Erst Ende Monat hinzustossen wird dagegen Nicola Spirig – nach ihrem Saison-Auftakt-Wettkampf in Eilat (Isr) über die Halbironman-Distanz 70.3.

Erstellt: 23.01.2020, 16:21 Uhr

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