Wehntal

Kosten für Wehntaler Generationenprojekt steigen um über eine Million Franken an

Rund 1,35 Millionen Franken mehr als geplant wird die neue Doppelsporthalle kosten. Grund dafür sind behördliche Auflagen bei der Erweiterung des sogenannten Trakts B. Auch benötigt der Baugrund für das Projekt mehr Vorbereitung.

Im September wird an der  Urne über den Baukredit für die geplante Doppelsporthalle befunden.

Im September wird an der Urne über den Baukredit für die geplante Doppelsporthalle befunden. Bild: Visualisierung: E2A Architekten AG, Zürich

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Rund 60 Personen vernahmen an der öffentlichen Informationsveranstaltung vom Donnerstag von den bisher erreichten Meilensteinen auf dem Weg zur Realisation der neuen Doppelsporthalle am Standort Schmittenwis in der Gemeinde Niederweningen. Bei der Präsentation der durch das Architekturbüro E2A Architekten AG gestalteten Visualisierung der neuen Bauten freuten sich vorallem die anwesenden Vertreter der örtlichen Vereine.

Diese können es kaum erwarten, die neuen grosszügigen Sportbereiche zu nutzen. Ein kleiner Wermutstropfen blieb gegen den Schluss der Veranstaltung: Die Erweiterung des Trakts B, so Schulpräsidentin Barbara Franzen, komme nun rund 1,35 Millionen Franken teurer als ursprünglich geplant, liege aber immer noch in der +/- 20 Prozent Marge.

Woher kommen die Mehrkosten?

Aufwendigere Massnahmen bei der Erweiterung des Trakts B, einem in den 1950er Jahren vom Architekten Hans von Meienberg gestalteten Gebäudes und dem kantonalen Inventar der Zürcher Denkmalpflege zugehörig, verursachten Mehrkosten von rund 450 000 Franken. Ein weiterer Grund liege in der Beschaffenheit des Baugrundes am Standort Schmittenwis.

Die neue Kostenschätzung komme laut Franzen inklusive einer neuen Reserve von 700 000 Franken auf 13,35 Millionen Franken. Die Schulpräsidentin erwarte dank eines sehr günstigen Rahmenkredites von 18 Millionen Franken «eine äusserst moderate Steuerfusserhöhung von 0 bis 2 Prozent für die Steuerperiode 2019-2023».

Welcher Verein hat wann und wie Zutritt?

An der anschliessenden angeregten offenen Fragerunde kamen nicht nur die Vertreter der örtlichen Sportvereine zu Wort. Letztere interessierten sich vorallem über das neue Zutrittssystem. Statt eines Schlüssels steht nämlich ein Badge zur Diskussion, der jeweils zu einem vorgegebenen Zeitpunkt die Türen öffne.

Verschiedene Anwesende wollten unter anderem wissen, ob sich eine kindergerechte Tagesstruktur neben einem eher lebhaften Turnbetrieb überhaupt realisieren lassen könne. Für einen Lacher sorgte die Kenntnisnahme eines aufmerksamen Bürgers, dass die Architekten in der neuzubauenden Doppelsporthalle bloss an das Knaben-WC gedacht hätten. In der Tat stehe das geplante Mädchen-WC im Altbau, so Architekt Struck von E2A Architekten AG aus Zürich.

Baubeginn für Frühling 2019 geplant

Sollte die Urnenabstimmung am 23. September über den Neubau der Doppelsporthalle und die Erweiterung des Trakts B positiv ausfallen, würde der Baubeginn auf Frühling 2019 ausfallen. An der vorbereitenden Gemeindeversammlung vom 20. Juni können die Stimmbürger und Stimmbürgerinnen nun nochmals einen genauen Blick auf das Projekt werfen. Jede Meinung, jeder Antrag zähle und werde berücksichtigt, schloss Franzen. Bis dahin ist gut möglich, dass auch die Toilettenfrage geklärt ist.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 08.02.2018, 17:02 Uhr

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