Kloten

Mit Festlaune zu mehr Umweltschutz

Am Umweltfestival auf dem Stadtplatz drehte sich alles um die Frage, wie sich der Durchschnittsbürger persönlich für mehr Umweltschutz einsetzen kann.

Der Klotener Stadtplatz war am Samstag eine «grüne Begegnungszone».
Video: Sibylle Meier

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Weltweit fanden in den letzten Wochen Demonstrationen für das Klima statt. Dabei lässt sich beobachten, dass nicht nur Grosskonzerne aufgefordert werden, mehr für den Umweltschutz zu tun. Vielmehr sind es die Menschen selber, die direkt und sichtbar etwas tun möchten, einfach im kleineren Rahmen. Genau diesen Gedanken hat das zweite Umweltfestival in Kloten aufgenommen und den Stadtplatz am Samstag in eine «grüne Begegnungszone» umgewandelt. «Wir haben bewusst neu den Stadtplatz aus Austragungsort gewählt, um möglichst viel Laufkundschaft anzusprechen», erklärte Fabienne Kühnis, Präsidentin und Mitbegründerin des Vereins Umweltfestival Kloten.

«Wir haben den
Stadtplatz als
Austragungsort gewählt, um
möglichst viel
Laufkundschaft anzusprechen.»
Fabienne Künis, Präsidentin des Vereins Umweltfestival Kloten

Schmetterlinge aufziehen

Grosse Aufmerksamkeit zog die zukünftige Studentin Alina Flüeler aus Kloten auf sich. In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzverein Kloten hat sie ein Aufzuchtset für Schmetterlinge konzipiert. Wahlweise ist das Set mit je zwölf Raupen des Kleinen Fuchs oder des Tagpfauenauges erhältlich. «Nach der Metamorphose zum Schmetterling ist es eine grosse Freude, diese so selten gewordenen Geschöpfe in die Laufbahn der Natur zu entlassen», erklärte die junge Klimaaktivistin. Und sie selber entpuppt sich bei ihrem Projekt als talentierte Schreiberin. Denn im Set inbegriffen ist ihr Kinderbuch «Theo’s Reise von der Raupe zum Schmetterling».

Kampf den Neophyten

Gleich am Stand daneben standen drei junge Männer vom Integrationsprojekt «Pischte» und erklärten die Unterschiede zwischen einheimischen und invasiven Pflanzen. Diese Neophyten galt es anschliessend in einem Quiz zu bestimmen. Als Preis winkten eine Tasse Kaffee und ein Stück selbst gemachten Kuchen. Begeistert vom Festival zeigte sich Besucher Claudio Gonzalez. Als ehemaliger Klotener sei er nun mit seiner Frau unterwegs und suche nach «Inspiration», wie man als zukünftige junge Familie möglichst umweltschonend leben kann.

Elektrogrill mit Blumenkohl

Weil Anschauliches die Besucher bekanntlich mehr anspricht, stellte Tania Schellenberg vom Start-Up-Unternehmen Faircustomer ihren Solargrill, der wie ein kleiner Satellit aussah, gleich mitten auf den Platz vor ihren Stand. Durch die mittägliche starke Sonneneinstrahlung waren denn Rüebli und Blumenkohl auch nach zehn Minuten bereits gar. Für ein Lachen unter den Zuschauern sorgte zum Schluss noch ein Fischstäbli, das von den Reflektoren gut durchgegart worden war.

Für die Kinderunterhaltung sorgte derweil die Band Marius und die Jagdkapelle mit lustigen Reimen, aber auch Aufforderungen wie derjenigen, bei den Eltern schon mal kritisch das Einkaufsverhalten zu hinterfragen. «Ihr dürft ruhig protestieren, wenn Ihr nicht für Plastiktüten seid», legte der Sänger der zukünftigen Generation ans Herz.

Erstellt: 26.05.2019, 17:16 Uhr

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