Rückzahlung

Postauto-Gelder für sämtliche Zürcher Gemeinden

Als Folge der Subventions-Affäre bei der Postauto AG erhalten die betroffenen Gemeinden nun Geld zurück. Auch Ortschaften, in denen die gelben Busse gar nicht verkehren, kommen in den Genuss der Rück­zahlungen.

Der Stadt Kloten wird wegen des Postauto-Skandals rund 115 000 Franken zurückbezahlt.

Der Stadt Kloten wird wegen des Postauto-Skandals rund 115 000 Franken zurückbezahlt. Bild: Balz Murer

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Jetzt ist klar, wie viel die einzelnen Zürcher Gemeinden vom Postauto-Geld erhalten. Der Zürcher Verkehrsverbund hat die Zahlen auf Anfrage offengelegt. Der Verbund ist für die Verteilung der Gelder zuständig.Am meisten Geld erhält die Stadt Zürich: rund 4 Millionen Franken. Auf den ersten Blick mag dies erstaunen. Denn in der Stadt Zürich verkehren nur wenige Postautolinien. Dass die Stadt Zürich trotzdem am meisten Geld erhält, hängt mit dem Finanzierungsmodell des Zürcher Verkehrsverbundes zusammen. Die Gemeinden zahlen nicht an einzelne Transportunternehmen, sondern decken gemeinsam mit dem Kanton je hälftig das Defizit des gesamten Verkehrsverbundes. Die Gemeindebeiträge werden anteilsmässig nach dem Angebot – sprich der Zahl der Abfahrten in einer Gemeinde – und der absoluten Steuerkraft berechnet.

Diese Berechnungsmethode erklärt so auch, warum selbst Gemeinden Geld zurückerhalten, in denen nie ein Postauto den charakteristischen Dreiklang ertönen lässt. Mit einem gewissen Anteil des Beitrags an den ZVV haben auch diese Gemeinden durch den Finanzbschiss bei der Postauto AG Schaden erlitten.

Grosse Gemeinden erhalten mehr als kleine

Im Unterland erhält Kloten mit rund 115 000 Franken vor Opfikon (95 000 Franken) und Wallisellen (51 000 Franken) den grössten Batzen zurück. Am anderen Ende der Liste sind Wasterkingen und Schleinikon (je rund 931 Franken) sowie Hüttikon (997 Franken) zu finden.

Die finanziellen Schäden werden in allen betroffenen Kantonen nun ausgeglichen. Am 21. September 2018 haben das Bundesamt für Verkehr (BAV), die Konferenz der kantonalen Direktoren des öffentlichen Verkehrs und die Postauto Schweiz AG eine Rahmenvereinbarung über die Rückerstattung von Postauto-Abgeltungen unterzeichnet. Darin verpflichtet sich Postauto sämtliche Umbuchungen inklusive Verzinsung für die Jahre 2007–2015 und die zu hohen Abgeltungen für die Jahre 2016–2018 zurückzuzahlen. Die Rückerstattungsvereinbarung des Kantons Zürich mit Postauto wurde vom Verkehrsrat am 16. November 2018 genehmigt.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 11.01.2019, 17:22 Uhr

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