Zeitreise

Regensdorf galt im Jahr 1964 als Kies-Eldorado

Kiesgruben gehörten im letzten Jahrhundert zum Furttal, wie die Banken zur Stadt Zürich. Die Luftaufnahme aus dem Jahr 1964 zeigt die Regensdorfer Kiesgruben Richtung Dällikon.

Die Kiesgruben im Hofacher und zwischen Riedthof- und Wiesackerstrasse im Jahr 1964.

Die Kiesgruben im Hofacher und zwischen Riedthof- und Wiesackerstrasse im Jahr 1964. Bild: ETH-Bildarchiv / Comet Photo AG (Zürich)

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In Regensdorf war der Kiesabbau einst ein grosses Geschäft, wie die Luftaufnahme von Werner Friedli aus dem Jahr 1964 zeigt. Das Kies hatte der Linthgletscher nach der letzten Eiszeit in der Talsohle des Furttals hinterlassen. 10000 Jahre später bot das Furttal eine Sumpflandschaft, bis man begann, das Kies abzubauen und als Rohstoff für den Strassenbau zu nutzen.

Gruben mit Seen

Im Furttal lief der Kiesabbau darum in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg, als das Strassennetz gebaut wurde, auf Hochtouren. Regensdorf galt damals als Kiels-Eldorado, wie das Regensdorfer Zunftblatt Regan schreibt. Weil das Grundwasser schon bei drei Metern unterhalb Bodenniveau zum Vorschein kam, haben sich Seen in den Kiesgruben gebildet.

Auf alten Luftaufnahmen wie dieser erkennt man im westlichen Gemeindeteil zahlreiche mit Grundwasser gefüllte Gruben. Diese sind heute wieder aufgefüllt und bepflanzt. Zum Teil hat man an ihrer Stelle Feuchtbiotope angelegt und Naturschutzzonen geschaffen, die dem Furttal ein Stückchen Sumpflandschaft zurückgeben wie aus den Zeiten vor dem grossen Kiesabbau.

Erstellt: 16.09.2019, 16:59 Uhr

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