Niederhasli

Rekurs gegen neuen Fahrplan

Weil die Linie 535 ab 2020 nicht mehr am Bahnhof anhalten soll, hat der Gemeinderat Rekurs gegen den neuen Verbundplan eingereicht.

Der ÖV sorgt in Niederhasli seit Jahren für Ärger.

Der ÖV sorgt in Niederhasli seit Jahren für Ärger. Bild: Thomas Burla

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Fast 140 Anpassungen will der Zürcher Verkehrsverbund am Fahrplan 2020/2021 vornehmen. Viele der Bus- und Zugverbindungen werden ausgebaut, um sie künftig länger oder häufiger zu betreiben. In einigen Gemeinden müssen Fahrgäste jedoch ab nächstem Jahr mit Kürzungen rechnen. In Niederhasli soll laut dem ZVV die Linie 535 nicht mehr am Bahnhof anhalten. Dies, obwohl das ein wichtiger Anschluss an den Fernverkehr ist.

Negative Folgen befürchtet

Der Niederhasler Gemeinderat hat nun gegen die neuen Pläne Rekurs beim Regierungsrat des Kantons Zürich eingereicht. Obwohl die Linie 535 weiterhin über die Haltestelle Dorf verkehrt und neu auch an der Hofstetterstrasse anhalten würde, hätte die Änderung negative Folgen für das Arbeitsplatzgebiet um den Bahnhof sowie den Dorfteil Mettmenhasli. Für den Fussverkehr würde sich der Weg an die nächste Bushaltestelle um bis zu zehn Minuten verlängern.

«Ohne die Bushaltestelle am Bahnhof wäre der Anschluss des südlichen Teils von Niederhasli stark eingeschränkt», erklärt Walter Frei, Bereichsleiter Hochbau und Planung. Weil die S15 von Niederweningen einen schlechten Anschluss an den Fernverkehr hat, weichen viele Fahrgäste auf den Busverkehr aus. Über die S9 in Oberglatt habe man so günstigere Anschlusszeiten Richtung Hauptbahnhof Zürich.

«Ohne die Bushaltestelle am Bahnhof wäre der Anschluss des südlichen Teils von Niederhasli stark eingeschränkt.»Walter Frei, Bereichsleiter Hochbau und Planung

Obwohl Niederhasli die zweitgrösste Gemeinde im Bezirk ist, kämpft man seit Jahren für bessere Verbindungen zum öffentlichen Verkehr. Als die Linie 525 nicht mehr über Niederhasli verkehrte, sollte ursprünglich mit der Linie 535 der Anschluss an den Bahnhof Oberglatt erhalten bleiben. Laut Frei wäre es jedoch weiterhin möglich, auch die Bushaltestelle am Bahnhof Niederhasli weiter zu bedienen.

Gemäss den neuen Verbundfahrplänen würde die Linie 535 sechs Minuten lang an der Haltestelle Erlen in Dielsdorf warten, bevor sie nach Niederhasli fährt. «Wir sind der Ansicht, dass diese Pufferzeit ausreicht, damit der Bus auch am Bahnhof Niederhasli anhalten kann», sagt Frei.

Nicht der erste Streit

Die Niederhasler Behörden wählten bereits zuvor den Rekursweg in den Verhandlungen mit dem ZVV und konnten Erfolge verzeichnen. Weil seine Vorschläge für den Fahrplan 2016/2017 abgelehnt wurden, drohte der Gemeinderat damals damit, sämtliche kantonalen Projekte auf dem Gemeindegebiet zu blockieren, und rekurrierte bei der Kantonsregierung. Diese gab Niederhasli teilweise recht: Der ZVV musste den Ortsteil Nassenwil und die Industrie Oberhasli mittels Ruftaxis mit dem Bahnhof Niederhasli verbinden. Eine direkte Verbindung nach Regensdorf wurde jedoch abgelehnt.

Erstellt: 19.09.2019, 08:42 Uhr

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