Kloten

Sammeln für neuen Hallenboden

Bis im nächsten Sommer wird in Kloten eine privat finanzierte Dreifachsporthalle fertig gebaut. Um das Verletzungsrisiko möglichst klein zu halten, soll ein spezieller Boden her. Die benötigten 85 000 Franken will die Stiftung Sporthalle Stighag jetzt durch eine Spendenaktion im Internet sammeln.

Nackter Beton breitet sich derzeit aus in der neuen Stighag-Halle. Für einen gesundheitsschonenden Sportbelag werden noch einige Spendenfranken benötigt.

Nackter Beton breitet sich derzeit aus in der neuen Stighag-Halle. Für einen gesundheitsschonenden Sportbelag werden noch einige Spendenfranken benötigt. Bild: Balz Murer

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Seit knapp 20 Tagen läuft die Sammelaktion und der Zwischenstand lässt sich sehen: 35 309 Franken hat das Klotener «Projekt» auf der Onlineplattform «I believe in you» bis gestern Mittag bereits zugesprochen erhalten. Das freut vor allem die Initianten des Hallenprojekts Stighag in Kloten. Denn nicht die Stadt, sondern eine sportbegeisterte Gruppe um den Klotener Ex-Unihockeyclub-Präsidenten Heinz Eberhard ist hier als Bauherr am Werk. Mitten in der Anflugschneise auf die Piste 28, gleich neben der modern ausgebauten Fussballanlage der Flughafenstadt, hat sie sich zum Ziel gesetzt, auch für die Hallensportler genügend zeitgemässe Spielbedingungen zu schaffen.

Liegt der Fokus stets auf zweckmässigen und möglichst kostengünstigen Lösungen, so gibt es beim Boden aber auch noch andere Faktoren, erklärt Eberhard. Er gehört zu den treibenden Kräften hinter der Idee, eine eigene Halle für die Klotener Indoorsportler zu bauen, da er weiss, dass die öffentliche Hand dies in absehbarer Zeit nicht geschafft hätte. «Beim Hallenboden ist es uns wichtig, dass ein gesundheitsschonender Belag eingebaut wird.» Das kostet allerdings etwas mehr als eine einfache und zweckmässige Lösung, wie sie auch angeboten würde. So liegt das erklärte Sammelziel bei 85 000 Franken.

Mehr Identifikation

Der privaten Bauherrschaft sei es eben wichtig, dass die Verletzungsgefahr möglichst minimiert werde und die Gelenke geschont würden, erklärt Heinz Eberhard. Gerade im Unihockey mit den vielen Stop-and-go-Bewegungen sei die Belastung gross. Aber in der neuen Stighag-Halle sollen auch Handball und Volleyball und noch viele weitere Sportarten ausgeübt werden können. Von einem gesundheitsschonenden Boden würden schliesslich alle profitieren.

Dass man jetzt an die Bevölkerung tritt und ein sogenanntes Crowdfunding via Internet durchführt, hat gute Gründe. Zum einen erreiche man auf diese Weise eine so breite Basis wie sonst kaum und zum andern würde so auch die Identifikation der Spender – häufig Hallensportler aus lokalen Vereinen – mit dem Projekt wachsen, findet der 61-Jährige. «Wir müssen versuchen, alle abzuholen, auch kleine und kleinste Spenden sind willkommen.»

Jede 10-Franken-Spende wird per Speaker an einem Juniorenturnier der Unihockeyaner im kommenden Jahr verdankt. Ab 20 Franken gibts eine Dankeskarte sowie einen Gratiseintritt an ein NLA-Spiel der ersten Mannschaft der Damen oder Herren. Und ab 50 Franken erhält jeder Geldgeber ein kleines Erste-Hilfe-Notfallset.

Quadratmeter zu 100 Franken

Der alte Klotener Eberhard, der auch als Verwaltungsratspräsident der gleichnamigen Baufirma tätig ist und die stetig steigenden Bodenpreise vor Ort deshalb gut kennt, scherzt: «Wo gibt es denn sonst noch einen Quadratmeter Klotener Boden für so wenig Geld?» Damit spielt er auf die Möglichkeit an, auf der Spendenplattform für 100 Franken symbolisch «sein» eigenes Viereck im Metermass zu erstehen. Dazu wird jeder, der diese Summe spendet, namentlich auf einem Bronzeschild in der Halle verewigt.

Freilich sind auch höhere Beträge erwünscht. Für 400 Franken gibts einen «privaten» Veloparkplatz mit Namensplakette vor der Halle. Für eine Spende von 2000 Franken wird man gar zum «Co-Coach», der bei einem Vorbereitungsspiel eines NLA-Teams (Damen oder Herren) auf der Spielerbank sitzen und während der Pause auch in der Kabine dabei sein darf.

Auch Stadtpräsident René Huber (SVP) wirbt für die Spendenaktion. Er bezeichnet das Projekt als «ein Musterbeispiel», was mit privater Initiative, ergänzt durch die Unterstützung der Stadt, möglich sei. Diese hat nämlich der Stiftung Sporthalle Stighag bereits Darlehen in Millionen­höhe und das benötigte Land im Baurecht zur Verfügung gestellt sowie gewisse Gebühren erlassen. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 14.11.2018, 11:21 Uhr

Spenden

sind möglich via Internet auf der Crowdfunding-Plattform ibelieveinyou.ch/stighag. Dort ist auch der aktuelle Zwischenstand der Sammlung einzusehen.Die Aktion ist zeitlich befristetund läuft noch gut 30 Tage.

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