Unwetter

Schlamm, Eis und Zerstörung

Am Tag danach wird ersichtlich in welchem Ausmass das Gewitter im Bezirk Dielsdorf gewütet haben muss. Die Sportanlage Erlen bleibt für mindestens zwei Wochen geschlossen.

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Es sind Bilder, die betroffen machen. Am Morgen nach dem heftigen Unwetter versuchen sich viele Bewohner von Niederweningen ein Bild der Zerstörung zu machen. Nachbarn unterhalten sich, zeigen auf ihre überschwemmten Keller und hoffen, dass ihre Autos noch funktionieren. Einige Personen, bei denen der Schlamm gar bis in den Wohnbereich vorgedrungen ist, liegen sich in den Armen.

Autos blieben stecken, ganze Wohnungen überschwemmt

Der Hagelsturm, der fast eine Stunde andauerte, hat grosse Schäden hinterlassen. In den Wehntaler Gemeinden wurden Keller, Tiefgaragen und Wohnungen überschwemmt. Die Hagelkörner haben den Grossteil der Beeren, Früchte und des Gemüses zerstört. Autos blieben in Unterführungen und wasserüberfluteten Strassen stecken.

Impressionen vom Unwetter und den Folgen (Quelle: Leserreporter/cyp/mcp)

Margrit und Ursula Bleuler begutachten die Surb. Die umgeknickten Grashalme lassen erahnen, wie hoch der Wasserstand des Flusses am Abend zuvor gewesen sein muss. Ursula wohnt direkt neben dem Gewässer, sie sagt: «Es war unheimlich. Das Wasser war schwarz und zog ganze Nebelschwaden mit.» Sie hatte jedoch Glück im Unglück. Es kam zwar Wasser in ihren Keller, sie konnte aber gerade noch den Stecker ihres Tiefkühlers ziehen, bevor das Wasser bis über die Steckdose reichte.

Sportanlage Erlen mindestens zwei Wochen geschlossen

Das Ausmass der Schäden lässt sich noch nicht genau beziffern. Barbara Greuter, Sprecherin der Gebäudeverischerung GVZ, sagt: «In 80 Prozent der Fälle handelt es sich um Überschwemmungen, der Rest sind Hagelschäden.» Der Versicherungskonzern Allianz Suisse hat in Baden-Dättwil AG einen sogenannten «Hagel Drive» errichtet. Ab dem 11. Juni können die Kunden dort während fünf Tagen ihre Fahrzeuge bei Experten vorführen und die Schäden begutachten lassen.

Das Unwetter wütete nicht nur im Wehntal. Auch in der Gemeinde Dielsdorf wurden zahlreiche Schäden verzeichnet. Davon betroffen ist unter anderem die Sportanlage Erlen. Durch das Hochwasser entstanden grössere technische Schäden. Die Folgen: Der Strom bleibt bis auf weiteres abgeschaltet und die gesamte Anlage für mindestens zwei Wochen geschlossen.

Wasser abkochen, bevor es konsumiert wird

Weiterhin unklar ist die Situation rund um das Trinkwasser in den Gemeinden Schöfflisdorf und Oberweningen. Den Bewohnern bleiben zwei Möglichkeiten: Leitungswasser abkochen oder Mineralwasser verwenden. Dass sich viele Bewohner für die zweite Variante entscheiden zeigt ein Blick auf das Regal mit den Wasserflaschen im Spar in Schöfflisdorf. Ähnlich dürfte es auch in der Volg-Filiale in Oberweningen aussehen. Am Freitagmorgen wird entschieden, ob die Massnahmen aufrechterhalten werden. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 31.05.2018, 17:44 Uhr

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