Niederweningen

Schwarze Komödie über familiäre Konflikte

Das neuste Stück der Bühne Wehntal handelt von Verwandten und den Problemen, die sie mit sich bringen.

Timo (Marco Waltenspühl), Röbi (Mark Staub), Hans (Mark Keller) und Daniel (Erhard Wyss, von links) kommen von einer brenzligen Situation in die nächste als sie Peter (Heinz Banz) knebeln.

Timo (Marco Waltenspühl), Röbi (Mark Staub), Hans (Mark Keller) und Daniel (Erhard Wyss, von links) kommen von einer brenzligen Situation in die nächste als sie Peter (Heinz Banz) knebeln. Bild: PD

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Ein Todesfall zwingt eine Familie, die sich auseinandergelebt hat, wieder zusammenzufinden. Obwohl Daniel (Erhard Wyss), der Sohn des Verstorbenen, eigentlich nur seine Trauerrede über die Bühne bringen will, machen ihm seine Verwandten einen Strich durch die Rechnung. Sein Bruder Röbi (Mark Staub), ein erfolgreicher Schriftsteller, versucht halbherzig, seine Verpflichtungen als Sohn wahrzunehmen.

Währenddessen will Daniels Cousine Tina (Ramona Pusceddu) lediglich, dass ihr Verlobter Simon (Hanspeter Hubmann) von ihrer Mutter Gabriela (Liliana Angst) akzeptiert wird. Alte Affären flammen wieder auf und angeschlagene Beziehungen werden einer Zerreissprobe unterzogen. Und als jemand aus dem geheimen Leben des Verstorbenen auftaucht, ist das Chaos perfekt.

Realistische Probleme

Am Freitag, 20. September, feiert die Bühne Wehntal die Premiere ihres Stückes «Sterben für Anfänger», in dem sie auf witzige Art und Weise das Minenfeld Familie darstellen. Angelehnt an den britischen Spielfilm, der 2007 unter dem Titel «Death at a Funeral» (Tod an einer Beerdigung) erschien, spielt die schwarze Familienkomödie nun in Niederweningen, was auch den Ton des Stückes angibt.

«Daniel leidet stark darunter, dass er im Schatten seines Bruders steht und versucht, sich davon zu befreien.»Erhard Wyss

Trotz den Eskapaden befasst sich das Stück mit vielen menschlichen Themen wie Enttäuschung und Eifersucht. Regisseur René Schnoz forderte realistische Darbietungen, damit die irrwitzige Geschichte trotzdem glaubhaft wird. Daniel, gespielt von Wyss, fungiert dabei als Bindeglied zwischen den Charakteren. Obwohl er selbst die Hauptrolle des Stückes hat, besetzt er in seinem eigenen Leben nur eine Nebenrolle. «Daniel leidet stark darunter, dass er im Schatten seines Bruders steht und versucht, sich davon zu befreien», sagt Wyss.

Mit wenig viel gemacht

Untypisch ist das simple, aber dennoch wirkungsvolle Bühnenbild. Während eineinhalb Stunden sind lediglich eine lange Treppe und ein Klavier permanent auf der Bühne. Mit dem Sarg, um den sich viele der gleichermassen schockierenden und lustigen Szenen drehen, erlaubt man sich schon beim ersten Auftritt einen Scherz.

Szenenwechsel werden mit einfachsten Methoden gekonnt inszeniert: Vier weisse Blöcke dienen als Auto oder Toilette. Und mit einer tragbaren Türe werden Räume imaginär abgegrenzt. Den Zuschauerinnen und Zuschauern wird viel Raum für Fantasie gelassen. «Das ist es, was Theater ausmacht», sagt Schnoz. «Man kann etwas behaupten, und das Publikum stellt es sich vor.»

Vorverkauf und weitere Informationen auf www.buehne-wehntal.ch

Erstellt: 18.09.2019, 09:02 Uhr

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