EHC Kloten

Schwitzen im Kühlschrank

Die Eiszeit hat begonnen: Am Dienstag absolvierte der EHC Kloten in der Halle von Wetzikon sein erstes Training mit dem neuen Coach Per Hanberg.

Der neue Schwede geht voran: Robin Figren wird von Dominic Forget (links) und Fabian Sutter sowie den drei Torhütern verfolgt.

Der neue Schwede geht voran: Robin Figren wird von Dominic Forget (links) und Fabian Sutter sowie den drei Torhütern verfolgt. Bild: Sibylle Meier

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Einen Tag vor den ZSC Lions betraten die Spieler des EHC Kloten erstmals das Eis zu einer Übungseinheit unter dem neuen schwedischen Coach. In Zürich heisst der Mann, der das Team wieder an die Spitze der National League führen soll, Rikard Grönborg. Kloten hofft eine Liga tiefer, mit Per Hanberg in die Nähe der National League zurückzukehren, also an die Spitze der Swiss League zu kommen.

Hanberg und sein Assistent Björn Lidström sind am Wochenende in Kloten eingetroffen, die neuen Ausländer Robin Figren und Eric Faille sowie Dominic Forget ebenfalls. Die andern Neuen – Anthony Staiger, Goalie Dominic Nyffeler, die Verteidiger David Stämfpli und Lucas Bachofner – wurden schon früher ins Team integriert. Die eigene Halle lernen sie indes erst nächste Woche kennen, für die ersten Eistraings weichen die Klotener nach Wetzikon aus. Dort steht diese Trainingshalle, die ihrem Übernamen «Kühlschrank» alle Ehre macht. Es kann draussen – wie gestern – 30 Grad warm sein; wer eintritt, der ist gut beraten, eine warme Jacke mitzunehmen.

Der lange Anlauf

Ausser er gehört zu jenen, die sich auf dem Eis bewegen. Den Klotener Spielern bleibt bei der Premiere mit dem neuen Mann keine Zeit und kein Raum, sich gemächlich wieder ans Fortbewegen auf gefrorenem Wasser heranzutasten. Die Übungen sind nahrhaft, jeder kommt so richtig ins Schwitzen. Und alle sind froh, dass sie in den letzten Wochen vor den Ferien schon einige individuelle Einheiten auf Dübendorfer Eis absolviert haben.

Gestern nahm Kloten den langen Anlauf in Richtung einer Saison, die so ganz anders werden muss als die letzte. Der fünfte Platz und das Scheitern in den Viertelfinals gegen Hanbergs Langenthal waren ungenügend.

Vieles ist ganz anders

Der 52-jährige Schwede setzt in seiner ersten Übungseinheit ebenso klare Zeichen wie schon im Frühling, als ihn die Klotener Spieler erstmals trafen. Vieles ist anders, als sich das die Eishockeyaner gewöhnt sind. Ganz anders. Der Trainer sieht sich gleich nach der ersten Übung zu einer Korrektur veranlasst: «Wenn wir etwas machen, dann machen wir es immer 100 Prozent!» Es hilft, die nächste Übung wird intensiver ausgeführt. Weitere Korrekturen folgen. Er formuliert sie klar und deutlich. Einmal beklagt er sich, dass es zu ruhig sei auf dem Eis. «Wir haben einen Mund bekommen, also sollten wir ihn auch benützen.»

Später erklärt er: «Es geht ja auch darum, dass wir uns kennenlernen. Wenn ich nichts sage, wissen sie nicht, was ich will.» Der Standard soll von Beginn weg hoch sein. «Ich denke, sie haben gut gearbeitet», fasst der neue Coach nach einer Stunde zusammen. Und die Spieler? «Es war super, endlich wieder aufs Eis zu gehen. Es war hart, aber so muss es sein», fand Verteidiger Nicholas Steiner.

Am Freitag folgt in Herisau das erste von sieben Testspielen. Am 10. September steht in der Swiss Arena der Cupmatch gegen die SCRJ Lakers auf dem Programm, am 13. September beginnt die Meisterschaft auswärts gegen Thurgau, tags darauf folgt das erste Heimspiel (gegen Visp).

Erstellt: 30.07.2019, 19:44 Uhr

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