Kloten

Spencer Abbott nährt die Hoffnung

Der EHC Kloten spielt in den beiden Partien gegen Lausanne heute Freitag und am Samstag praktisch schon um seine letzte Chance auf den 10. Schlussrang nach der Platzierungsrunde.

Klotens Neuzuzug Spencer Abbott scheitert im Penaltyschiessen gegen Ambri-Goalie Benjamin Conz. Zuvor gelang dem Kandadier das NL-Debüt gut.

Klotens Neuzuzug Spencer Abbott scheitert im Penaltyschiessen gegen Ambri-Goalie Benjamin Conz. Zuvor gelang dem Kandadier das NL-Debüt gut. Bild: Keystone

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Zunächst ein kurzer Blick zurück. Am 30. Dezember 2017 wurden am Spengler-Cup in Davos nach dem Sieg der Schweizer Nationalmannschaft gegen den Gastgeber HC Davos (8:3) je die drei besten Spieler der Teams am Turnier ausgezeichnet.

Bei dreien der sechs geehrten Cracks handelte es sich um Akteure des abgeschlagenen Schlusslichts der NL-Tabelle, des EHC Kloten: Denis Hollenstein und Vincent Praplan im Trikot der Schweizer Nati, Tomi Sallinen als Verstärkung von Davos. Sallinen avancierte mit sieben Skorerpunkten gemeinsam mit Maxim Noreau vom Team Canada gar zum besten Skorer des Turniers.

Blasse Spengler-Cup-Helden

Doch nach dem Glamourturnier in den Bündner Bergen hiess es für die drei EHC-Stürmer am Berchtoldstag wieder Alltag in der National League. Oder einfach Letzter Kloten gegen den Vorletzten Ambri-Piotta. Denis Hollenstein, Vincent Praplan und Tomi Sallinen konnten dabei ihre teilweise brillanten Leistungen des Spengler-Cups nicht bestätigen. Einen Skorerpunkt durfte sich bei der 1:2-Niederlage nach Penaltyschiessen gegen die Tessiner keiner der drei gutschreiben lassen.

Und anstatt den Rückstand auf Ambri-Piotta mit einem Sieg nach 60 Minuten auf vier Punkte reduzieren zu können, sanken die Flughafenstädter noch tiefer. Acht Zähler beträgt nun ihr Rückstand auf den 11. Rang, gar 13 Punkte liegen sie hinter dem 10. Platz zurück. Diese Position nimmt derzeit der HC Lausanne ein – nun zweimal Klotens Gegner. Wenn die Zürcher Unterländer wirklich nochmals ernsthaft einen Angriff auf die Waadtländer lancieren wollen, benötigen sie in den Direktpartien zwei Siege.

Der 10. Rang ist ein durchaus lohnendes Ziel, garantiert er doch nach der Platzierungsrunde den vorzeitigen Ligaerhalt. Von einer Playoff-Qualifikation redet in Kloten ohnehin niemand mehr. Ein Lichtblick gegen Ambri-Piotta war immerhin der neue kanadische Stürmer Spencer Abbott. Nicht nur, weil er den einzigen Treffer für den EHC erzielte – der Kanadier bot zum Einstand eine gute Leistung.

Waadtländer Wundertüte

Szenenwechsel: Abschlusstraining gestern in der Swiss-Arena. Draussen regnet es in Strömen, Sturm Burglind hat im Wald um das Stadion Spuren hinterlassen. Cheftrainer Kevin Schläpfer blickt auf die Niederlage gegen Ambri zurück und relativiert: «Ich bin enttäuscht. Aber es war nicht alles schlecht. Vielleicht waren die Erwartungen schon wieder zu gross, dabei müssen wir als Tabellenletzter auf dem Boden bleiben.» Gefallen hat auch ihm Neuzuzug Spencer Abbott.

Und die beiden Spiele gegen Lausanne? «Unser Fokus ist vorerst ganz auf die Heimpartie gerichtet», erklärt Schläpfer. Die Lausanner stünden symbolisch für diese ausgeglichene Liga. Schläpfer: «An einem guten Tag können sie jeden schlagen und an einem schlechten gegen jeden verlieren.»

Erstellt: 04.01.2018, 17:16 Uhr

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