Triathlon

Spirig – zurück in Wettkampfmodus

Etwas über drei Monate nach der Geburt von Tochter Malea spricht die Triathlon-Olympiazweite von Rio über ihren Wiedereinstieg. Höchstherausforderndem stellt sie sich.

«Ich habe die Komfortzone mit Sicherheit zu verlassen», sagt die ehemalige Triathlon-Olympiasiegerin Nicola Spirig aus Bachenbülach nach ihrer Babypause.

«Ich habe die Komfortzone mit Sicherheit zu verlassen», sagt die ehemalige Triathlon-Olympiasiegerin Nicola Spirig aus Bachenbülach nach ihrer Babypause. Bild: Keystone

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Ihre Augen glänzen, und der Hunger nach sportlicher Herausforderung schwingt mit in ihren Worten: Nicola Spirig hat sich an einem Medientermin in Zürich zurückgemeldet aus der Babypause. «Mit Malea ist alles etwas schneller gegangen als mit Yannis vor vier Jahren», sagt sie. Am 20. Mai ist die Tochter zur Welt gekommen.

Die Familie hat sich an ihre neue Zusammensetzung gewöhnt. Die Abläufe und die Bedürfnisse der einzelnen Familienmitglieder haben sich weitgehend eingespielt. Vater Reto Hug trägt die Hauptverantwortung für die Kinder. Der Sohn ist in den Kindergarten eingetreten. Und die Tochter ist pflegeleicht. «Gerade Yannis sorgt für viel Betrieb, den sie zu schätzen weiss», sagt Nicola Spirig. Der aktuelle Lebensmittelpunkt befindet sich wieder in Bachenbülach, nachdem er sich zuvor lange in St. Moritz befand.

Von Tübach nach Rotterdam

Und Nicola Spirig hat zurückgefunden in den Wettkampfmodus. «Es läuft derart gut, dass ich unbedingt wieder Rennen bestreiten will», sagt die 35-Jährige. Zu einer ersten Standortbestimmung diesbezüglich ist sie bereits gekommen. Coach Brett Sutton wählte dazu vor zehn Tagen ein 800-m-Rennen in Tübach SG. Die angesteuerte neue persönliche Bestmarke wurde mit 2:18,33 Minuten Tatsache. Und festgelegt ist auch der weitere Fahrplan bezogen auf den Triathlon. Im Eilzugstempo solls vorangehen. «Wir schauten, welche Triathlon-Wettkämpfe sich in Europa noch anbieten», sagte sie. Auf zwei Attraktionen ist sie gestossen: das WM-Serie-Finale am übernächsten Wochenende in Rotterdam sowie das erste Frauenrennen in der neu geschaffenen Super League. «Danach weiss ich definitiv, an welchen Defiziten ich in den nächsten Monaten zu arbeiten habe», sagte sie. Beim WM-Serie-Finale handelt es sich wohl um das bestbesetzte Rennen des Jahres über die olympische Distanz.

Die Super League hat sich im Frühling bei der Männerpremiere grandios eingeführt: mit Ausstrahlung und attraktiven Sprintformaten. «Ich habe die Komfortzone mit Sicherheit zu verlassen», sagt sie lachend.

Fernziel bleibt Tokio

Mit ihrer Wettkampf-Rückkehr von null auf hundert signalisiert Nicola Spirig ihre Absicht, dem Sport auch nach dem zweiten Kind – neben der Familie – volle Aufmerksamkeit zu schenken. Und nicht verändert hat sich die letzten Herbst angekündigte Absicht, weiter auf olympische Distanz zu setzen. Ihre fünften Olympischen Spiele bereits steuert sie mit Tokio 2020 an. Nicht nur ums Dabeisein soll es dann gehen. Spirig will um Medaillen kämpfen. Und der Weg dorthin, so ist vorgespurt, wird sie weiterhin mit Sutton und dessen Gruppe begehen. Klar ist somit auch, dass es die Ironman-Hawaii-Triathletin Nicola Spirig zumindest vorläufig nicht geben wird.

Erstellt: 29.08.2017, 21:19 Uhr

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