Regensdorf

Swissgrid und SBB bauen beim Unterwerk Regensdorf

Die Stromnetzbetreiberin Swissgrid ersetzt die Schaltanlage. Später baut SBB auf dem Areal.

Beim Unterwerk Regensdorf wird noch bis zum Jahr 2025 gebaut.

Beim Unterwerk Regensdorf wird noch bis zum Jahr 2025 gebaut. Bild: Paco Carrascosa

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Orange Bänder beim Unterwerk Regensdorf signalisieren eine Baustelle. Schon seit Juli sind die Bagger neben der Kantonsstrasse zwischen Adlikon und Buchs im Einsatz. Der Grund: Die Schweizer Stromnetzbetreiberin Swissgrid ersetzt die alte Schaltanlage. Anstelle der bisherigen Freiluftschaltanlage erstelllt sie eine gasisolierte 220-Kilovolt-Schaltanlage und ein Gebäude dazu.

Damit Swissgrid während der Bauzeit den Betrieb im Regensdorfer Unterwerk normal weiterführen kann, baut sie das Gebäude neben der bestehenden Freiluftschaltanlage, wie die Firma auf Anfrage mitteilt.

Kompakter als bisher

Wozu dient denn eine Schaltanlage? Stephanie Bos von der Swissgrid-Kommunikation schreibt: «In Schaltanlagen erfolgt die eigentliche Stromverteilung. Dort sind Leitungen und Transformatoren miteinander verbunden, um den Strom zwischen den verschiedenen Spannungsebenen zu transformieren.»

Die Swissgrid-Netzleitstelle kann also mit Schalten den Stromfluss im Netz beeinflussen. Sie kann Leitungen trennen oder verbinden. Zudem kann sie Leitungen sowie Transformatoren für Instandhaltungsarbeiten freigeschalten und erden.

Die neuen gasisolierten Schaltanlagen bringen einige Vorteile gegenüber den bisherigen luftisolierten. Wie Stephanie Bos schreibt, handelt es sich um vollständig gasdicht gekapselte Schaltanlagen. Diese sind viel kompakter gebaut als die alten Schaltanlagen und beanspruchen dadurch deutlich weniger Fläche. Sie brauchen auch weniger Wartung und sind besser geschützt vor Sturmschäden oder Verwitterung. Landesweit betreibt Swissgrid derzeit 51 gasisolierte Schaltanlagen.

SBB baut bis 2015

Die neue Schaltanlage soll bis 2021 den Betrieb aufnehmen. Danach wird Swissgrid die Freiluftschaltanlage zurückbauen. Damit ist die Baustelle beim Unterwerk Regensdorf aber noch nicht Geschichte: Denn sobald Swissgrid mit ihrem Projekt fertig ist, werden die SBB am selben Ort ein Bauprojekt in Angriff nehmen.

Obschon beide beim Unterwerk Regensdorf bauen, betreiben Swissgrid und SBB zwei separate Stomnetze. Swissgrid versorgt die Haushalte mit Strom, die SBB das Bahnnetz.

In Regensdorf bauen die SBB einen Frequenzumformer, der Haushaltstrom (50 Hertz) in Bahnstrom (16,7 Hertz) umwandelt. Die Anlage wird zur Erhaltung der Netzverfügbarkeit und aufgrund des erhöhten Leistungsbedarfs gebaut. Wie die SBB schreibt, sollte das Projekt 2025 fertig sein.

Erstellt: 30.09.2019, 17:25 Uhr

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