Flughafen

Verschiedenste Berufsgruppen stellen sich vor

Sich für die richtige Lehre zu entscheiden, ist nicht einfach. Hilfe bot zum vierten Mal ein Lehrstellenmarkt am Flughafen.

Jürg Scherhag von der Elektrounternehmung Schibli erzählte den angehenden Lehrlingen alles über Strom.

Jürg Scherhag von der Elektrounternehmung Schibli erzählte den angehenden Lehrlingen alles über Strom. Bild: Johanna Bossart

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Im Prime Center informierten sich mehr als 40 Jugendliche über Berufsmöglichkeiten. Christian Pfaller, Malermeister und Unternehmer aus Bassersdorf, stellte den Maler- und Gipserberuf vor. «Wenn der Maler in einen Raum kommt, sieht es meistens trist und öde aus. Nach getaner Arbeit sind die Räume wohnlich und behaglich», sagte er über seinen Beruf.

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten

Er wies auch auf die Vielseitigkeit seines Metiers hin. Maler tapezieren und spritzen, bessern Schäden aus oder behandeln auch Schimmelflecken. Rund die Hälfte der Beschäftigten, die eine Malerausbildung absolvieren, sind Frauen. Freude am Material und handwerkliches Geschick sind auch Voraussetzungen für den Beruf des Gipsers. Christian Pfaller empfahl den Anwesenden, sich bei einem Gipser- oder Malergeschäft für einen Schnupperkurs anzumelden.

Jörg Scherhag betreut bei der Schibli Elektrounternehmung mit ihren 16 Filialen 104 Lernende in 10 verschiedenen Berufsgruppen. Er unterstrich: «Ohne Strom und handwerkliche Berufe geht nichts. Und Handwerker werden immer gebraucht.» Pro Jahr bearbeitet Scherhag mehr als 500 Bewerbungen. Wichtig sei, dass er in den Dossiers Engagement erkenne. Er riet: «Wählt einen Beruf, der euch zusagt und an dem ihr Interesse habt und lasst euch von niemandem in eine Laufbahn zwingen.» Die Elektrobranche sei vielseitig und biete Lehren in Gebäudetechnik, Kommunikation, Informatik oder Automatik an.

Gute Aufstiegschancen für später

Rund hundert Lernende betreut Janni Radicci bei Coop. Die dreijährige Lehre für Detailhandelsfachleute schliesst mit einem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis ab. Der Beruf beinhalte nicht nur Warengestelle auffüllen und an der Kasse sitzen. Die Fachleute in den Filialen würden die Kundschaft beraten, die Produkte und das Bestellwesen kennen. Nach dem Lehrabschluss stünden viele Aufstiegsmöglichkeiten offen, vom Rayonchef bis zum Geschäftsführer. Jugendliche mit Interesse am Detailhandel können sich bei jeder Coop-Filiale für eine zweitägige Berufserkundung melden.

Der Lehrstellenmarkt wurde zum vierten Mal von den beiden Berufsinformationszentren (biz) in Kloten und Oerlikon organisiert. Die biz des kantonalen Amtes für Jugend und Berufsberatung unterstützen und beraten Jugendliche bei der Berufswahl. Im Anschluss an die Vorstellung der erwähnten Berufe führte Christoph Künzli vom biz Kloten die Lehrstellensuchenden in den Besucherraum bei der Zuschauerterrasse. Dort stellten 13 Unternehmungen ihre Betriebe vor und nahmen Anmeldungen für Schnuppertage oder Lehrstellen entgegen.

Die Gemeinde Bassersdorf hat noch freie Lehrstellen im Betriebsunterhalt und für kaufmännische Ausbildungen. Schülerin Angela Milenkovic aus Kloten packte die Gelegenheit und gab am Stand spontan ein Bewerbungsdossier ab. Auf dem Flughafen sind noch Lehrstellen für Gärtner, Informatiker, Produktionsmechaniker und im kaufmännischen Bereich offen. Die Landi sucht noch Lernende im Detailhandel. Das Alters- und Pflegeheim Peteracker in Rafz bietet eine Lehrstelle für eine Köchin oder einen Koch an.

Eine abgeschlossene Lehre ist weiterhin die solide Basis für das weitere Berufsleben. Heute stehen diverse Weiterbildungen offen, von der Berufsmatur bis zum Hochschulstudium. Die Organisatoren waren mit dem Interesse am Lehrstellenmarkt zufrieden. Mehr als 150 Jugendliche nutzten die Gelegenheit, sich über die Berufe zu informieren.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 14.03.2019, 17:04 Uhr

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