Bachenbülach

Viel Prominenz bei der Eröffnung der Fussballhalle in Bachenbülach

Ab sofort kann im Bachenbülacher Industriegebiet gekickt werden. Am Mittwoch fand die Eröffnung der neuen Indoor-Fussballanlage «Casa Futbol» statt. An der Veranstaltung war Fussballprominenz aus der ganzen Schweiz vertreten.

GC-Präsident Andràs Gurovits schneidet zusammen mit FCZ-Präsident Ancillo Canepa als Akt der Eröffnung ein rotes Band durch. Milos Malenovic (links), einer der Initianten der Indoor-Anlage, ist sichtlich erfreut. Der Spielerberater hat aber noch viel grössere Pläne.

GC-Präsident Andràs Gurovits schneidet zusammen mit FCZ-Präsident Ancillo Canepa als Akt der Eröffnung ein rotes Band durch. Milos Malenovic (links), einer der Initianten der Indoor-Anlage, ist sichtlich erfreut. Der Spielerberater hat aber noch viel grössere Pläne. Bild: Christian Merz

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Der Eingang zum Industriegebäude an der Bramenstrasse 11 in Bachenbülach ist eigentlich unscheinbar. Nicht so am Mittwochabend: Ein roter Teppich liegt vor der Tür, welche von einem Sicherheitsmann bewacht wird. Eine hübsche Dame begrüsst die Gäste, fragt sie nach ihren Namen und prüft auf der Liste, ob sie zu den Geladenen gehören. Was an den Einlass in einen Zürcher Nachtclub erinnert, ist in Wirklichkeit die Eröffnung eines neuen Indoor-Fussballplatzes.

So sah der Eingang zum «Casa Futbol» bei der Eröffnung aus. Foto: fzw

In der Halle angekommen wird einem sofort klar: Das ist keine Eröffnung, wie man sie als Regionaljournalist kennt. So sind keine Lokalpolitiker anwesend, dafür eine beträchtliche Anzahl aktiver und ehemaliger Schweizer Fussballprofis. So zum Beispiel die früheren Nationalmannschaftsspieler Ludovic Magnin, Philippe Senderos und Mauro Lustrinelli. Dazu kommen Super League-Grössen wie Dennis Hediger, Veroljub Salatic oder Davide Callà.

Gelenkschonender Kunstrasen

In der Halle, in welcher bisher die Kampfsportler der Skema-Akademie trainierten, wurde nun ein 20 Meter langer und 13 Meter breiter Fussballplatz aufgebaut. Dieser ist von Banden umgeben und durch ein Netz komplett eingezäunt. Das Spielfeld ist mit einem Kunstrasen der neuesten Generation ausgekleidet. Dieser soll besonders gelenkschonend und umweltfreundlich sein. Neben dem Spielfeld gibt es etwa 15 Fitnessvelos für sogenannte Spinning-Trainings sowie eine Skill-Arena von Puma, in der die Fussballerinnen und Fussballer ihre Technik unter Beweis stellen können. Die Kampfsport-Akademie bleibt weiterhin im Gebäude an der Bramenstrasse 11, hat jedoch in einen anderen Raum gewechselt.

Das Spielfeld ist 20 x 13 Meter gross und mit einem Kunstrasen der neuesten Generation ausgekleidet. Foto: Christian Merz

Das Projekt mit dem Namen «Casa Futbol» stammt aus der Feder von Spielerberater Milos Malenovic. Zusammen mit fünf Top-Spielern, die bei seiner Agentur «Soccer Mondial AG» unter Vertrag sind, hat er die Anlage finanziert. Dazu gehören Moritz Bauer (Celtic Glasgow), Munas Dabbur (Hoffenheim), Izet Hajrovic (Dinamo Zagreb), Steven Zuber (Hoffenheim) und Veroljub Salatic (Grashoppers). Für Malenovic ist die Indoor-Fussballhalle in Bachenbülach jedoch nur ein Babyprojekt – der Anfang einer grossen Vision. «Wir wollen weitere Hallen-Fusballplätze erstellen, auch in anderen Kantonen», sagt er. Das Ziel sei, die Kinder von der Playstation wegzulocken und ihnen Möglichkeiten für qualitativ hochwertige Trainings zu geben. Das Geld stehe dabei nicht im Vordergrund: «Es geht uns nicht um den Gewinn, wir haben ja alle gute Jobs.»

Zürcher Derby endet unentschieden

Das Highlight des Abends war das «Promi-Mätchli» zwischen GC und dem FCZ. Ein Derby, das es in der aktuellen Saison höchstwahrscheinlich nicht mehr geben wird. Die beiden Zürcher Vereine traten jedoch nicht mit den aktuellen Kadern gegeneinander an. Die Mannschaften setzten mit Leuten aus den Vorständen und dem Staff der Fanionteams zusammen. So spielten für GC beispielsweise Präsident Andràs Gurovits sowie der eben erst als neuer Trainer der ersten Mannschaft vorgestellte Goran Djuricin. Beim FCZ standen wiederum Präsident Ancillo Canepa, 1.-Mannschaft-Coach Ludovic Magnin sowie Goalitrainer Davide Taini auf dem Platz. Bei je vier Feldspielern und einem Torwart folgte ein ziemlich wirres Gekicke, unterhaltsam war es jedoch allemal. Nach zweimal 12 Minuten endete die Partie mit 5:5, wobei der Stadtclub kurz vor Schluss noch mit 5:3 geführt hat.

Das einzige Zürcher Derby in diesem Jahr endete mit 5:5. Video: fzw

Die neue Anlage ist von Montag bis Freitag jeweils von 17 bis 23 Uhr geöffnet. Samstag und Sonntag ist der Kunstrasen von 14 bis 23 Uhr bespielbar. Die Platzmiete kostet 100 Franken pro Stunde. Buchungen sind nur online möglich. Bezahlen kann man via Kredikarte oder Twint. «Wir wollten den Buchungsprozess so einfach und modern wie möglich gestalten», sagt Milos Malenovic. Ob Plauschfussballer oder ganze Teams von Clubs aus der Region: Alle Leute, die gerne Fussball spielen, seien in der «Casa Futbol» willkommen.

Technische Mängel, dafür ein grosses Kämpferherz: Ancillo Canepa wollte das Derby unbedingt gewinnen. Foto: Christian Merz

Erstellt: 13.02.2020, 17:33 Uhr

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