Kriminalität

Viel weniger Einbrüche im Unterland

Die bereits seit Jahren sinkende Anzahl Einbrüche und Einschleichdiebstähle in den beiden Unterländer Bezirken hat vergangenes Jahr weiter abgenommen. Dies geht aus einer Medienkonferenz vom Montag hervor.

In beiden Unterländer Bezirken stellt man eine Abnahme von Delikten fest.

In beiden Unterländer Bezirken stellt man eine Abnahme von Delikten fest.

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Von 2012 bis 2016 hat im Kanton Zürich die Zahl der Delikte nach Strafgesetzbuch kontinuierlich abgenommen – von gut 118 000 auf 87 754 Delikte im 2016. Vergangenes Jahr stieg diese Zahl auf 88 861 Fällen an. Das entspricht einer Zunahme von 1,3 Prozent.

«Der Anstieg der Gesamtkriminalität ist auch im Jahre 2017 vor allem auf Veränderungen bei den Delikten gegen das Vermögen zurückzuführen», erklärte am Montag Christiane Lentjes Meili, die Chefin Kriminalpolizei der Kantonspolizei Zürich, anlässlich der Präsentation der Kriminalstatistik 2017. Damit seien erneut die nahezu tiefsten Werte seit der Einführung der Kriminalstatistik im Jahr 1980 erreicht worden, erklärte Lentjes Meili.

Knapp 102 000 Delikte

Betrachtet man die Delikte nach Strafgesetzbuch und Betäubungsmittelgesetz, so zählt man gegenüber dem Vorjahr einen minimen Anstieg von 0,1 Prozent auf 101 714 Fälle. In beiden Unterländer Bezirken stellt man dabei eine Abnahme fest. Im Bezirk Bülach wurden 10 239 Delikte registriert, was einer geringen Abnahme von 1 Prozent entspricht.

Ganz anders im Bezirk Dielsdorf: Mit einem Rückgang von 13,8 Prozent wurde prozentual gesehen die zweitstärkste Abnahme im ganzen Kanton registriert. In konkreten Zahlen belief sich die Zahl der Delikte auf 3440, während es im 2016 noch 3993 Fälle waren. Nur im Bezirk Affoltern war ein noch stärkerer prozentualer Rückgang feststellbar.

Vor Einbrechern verschont

Die Einbrecher machten vergangenes Jahr weniger oft Beute – und das massiv: Im ganzen Kanton verzeichnet die Kriminalstatistik im Jahr 2017 mit 7355 Fällen (2016: 7952) ein Rückgang der Einbruch- und Einschleichdiebstähle von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In allen Bezirken mit Ausnahme von Dietikon und der Stadt Zürich wurde weniger eingebrochen.

Starke Abnahme im Unterland

Auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner kam es vergangenes Jahr im Bezirk Bülach zu 4,2 Fällen von Einbruch- und Einschleichdiebstählen. Dies entspricht einer Zahl von rund 620 Fällen oder rund 16 Prozent weniger als im Vorjahr (die detaillierten Zahlen publiziert die Polizei im zweiten Quartal des laufenden Jahres). 2016 waren es noch 743 oder 5,1 Delikte pro 1000 Einwohner gewesen.

Im Bezirk Dielsdorf ging die Zahl der Einbrüche von 506 auf rund 320 Fälle zurück. Das entspricht einer Abnahme von beachtlichen 36 Prozent gegenüber dem Jahr 2016. Pro 1000 Einwohner wurde also 3,6 Mal (2016: 5,8 Mal) eingebrochen oder eingeschlichen.

Erstellt: 26.03.2018, 18:04 Uhr

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