Stadel/Neerach

Zweckverband Autobetrieb soll das Budget selber machen

Die Stimmberechtigten der zwei Gemeinden entscheiden am 1. September über die Revision der Statuten.

Fast 50 Mitarbeiter beschäftigt der Autobuetrieb Stadel-Neerach im Fahrdienst.

Fast 50 Mitarbeiter beschäftigt der Autobuetrieb Stadel-Neerach im Fahrdienst. Bild: Patrick Gutenberg

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20 Postautos auf 9 Buslinien gewährleisten die Verbindung der Gemeinden Stadel und Neerach mit den SBB. Der Zweckverband Autobetrieb Stadel-Neerach (ABSN), der diese Linien bewirtschaftet, ist seit 1914 für den Anschluss der zwei Gemeinden an das Bahnnetz zuständig. Am 1. September sollen die Stimmberechtigten der Gemeinden Stadel und Neerach darüber abstimmen, ob der ABSN ab 2020 seine Statuten revidieren und dort die Führung des Haushaltes verankern soll.

Selbsttragend geführt

«Die Revision ist eigentlich eine formelle Anpassung der Statuten an die heutige Zeit», erklärt Adolf Hofer, Betriebsleiter der ABSN. Damit passe man sich einerseits an die Bedingungen des Gemeinderates im Zusammenhang mit der Einführung des harmonisierten Rechnungslegungsmodells 2 (HRM2) an. So soll künftig der ABSN seinen Haushalt mit Bilanz selber führen. Die Beiträge an Investitionen der Gemeinden, welche bis Ende 2019 getätigt wurden, werden als Eigenkapital auf den Zweckverband übertragen. Der ABSN werde jedoch seit seiner Gründung selbsttragend nach betriebswirtschaftlichem Prinzip geleitet und sei im Gegensatz zu anderen Zweckverbänden noch nie auf die Unterstützung der Verbandsgemeinden angewiesen gewesen.

«Die Revision ist eigentlich eine
formelle Anpassung der Statuten an die heutige Zeit.»
Adolf Hofer, Betriebsleiter Autobetrieb Stadel-Neerach

Im Anbetracht der finanziellen Stärke entschied man auch, die Kompetenzen zu erweitern. Künftig sollen die Gemeindevorstände der jeweiligen politischen Gemeinden über einmalige Ausgaben von bis zu 800000 Franken und jährlich wiederkehrende Ausgaben von bis zu 200000 Franken entscheiden können. Bisher konnten Beträge von 500000 beziehungsweise 100000 Franken bewilligt werden.

Der Aufsichtskommission untersteht die Bewilligung von einmaligen Beiträgen von bis zu 200000 Franken (bisher 100000 Franken) und wiederkehrenden Beiträgen von 50000 Franken (bisher 40000 Franken). Die fünfköpfige Aufsichtskommission besteht wie bisher aus zwei Mitgliedern aus Neerach und drei aus Stadel. Diese werden von den jeweiligen Gemeindevorständen für eine Amtsdauer von vier Jahren gewählt.

Keine weiteren Gemeinden

Für die Stimmberechtigten der Gemeinden würde sich zunächst lediglich das Abstimmungsverfahren ändern. Mit der Revision müssten Vorlagen an der Urne nicht nur von der Mehrheit aller Stimmen, sondern auch von jeder Vertragsgemeinde einzeln angenommen werden. Volksinitiativen betreffend den Zweckverband müssten künftig von mindestens 180 Stimmberechtigten unterstützt werden. Die Zahl der benötigten Unterschriften war bisher auf 25 angesetzt, dies ist laut Hofer aufgrund des Wachstums der Vertragsgemeinden und des ABSN jedoch nicht mehr zeitgemäss.

Neu wäre über die Statuen auch der Beitritt weiterer Gemeinden zum Zweckverband geregelt. Über die Bedingungen des Beitrittes würde die Aufsichtskommission entscheiden, beitretende Gemeinden müssten einen Beteiligungsbeitrag leisten. Eine Erweiterung des Zweckverbandes sei laut Hofer jedoch noch nicht im Gange. «In nächster Zukunft stehen keine Beitritte von weiteren Gemeinden an», sagt er. «Nach heutiger Ansicht müssen wir uns jedoch auf alle Eventualitäten vorbereiten und wollten deshalb diese Tür offen lassen.»

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Erstellt: 13.08.2019, 22:38 Uhr

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