Kloten

A51 nur einspurig befahrbar, um Verkehr flüssiger zu machen

Das Bundesamt für Strassen bastelt ab Montag wieder an der A51. Eine technische Neuerung soll Staus reduzieren – ausgerechnet mit einer Reduktion der erlaubten Höchstgeschwindigkeit.

Das neue System wird wie hier auf der A6 die Geschwindigkeit dynamisch anpassen. Dadurch soll es weniger Staus geben.

Das neue System wird wie hier auf der A6 die Geschwindigkeit dynamisch anpassen. Dadurch soll es weniger Staus geben. Bild: Christian Pfander

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In den Nächten vom nächsten Montag, 13. Oktober, bis und mit dem 25. Oktober wird die A51 jeweils von 20.30 Uhr bis 4.30 Uhr auf verschiedenen Abschnitten in beide Richtungen nur einspurig befahrbar sein. Dies teilte das Bundesamt für Strassen (Astra) diese Woche mit. Betroffen ist die Strecke zwischen Zürich Nord und der Ausfahrt Kloten Süden. «Je nach Verkehrsaufkommen müssen die Autofahrerinnen und Autofahrer mit längeren Fahrzeiten rechnen», warnt das Astra vor.

Hintergrund der erschwerten Verkehrsbedingungen sind Vorarbeiten für ein Projekt, welches das Astra auf der A51 umsetzen will. Auf der Strecke soll nämlich eine sogenannte Anlage zur Geschwindigkeitsharmonisierung mit Gefahrenwarnung (GHGW) eingebaut und bis Ende 2020 in Betrieb genommen werden. Bei einer GHGW handelt es sich um eine Massnahme, welche die meisten Autofahrerinnen und Autofahrer vom Ansatz her zuerst einmal verärgern wird: Auf Autobahnabschnitten, die stark frequentiert sind, wird die Anlage die erlaubte Maximalgeschwindigkeit reduzieren.

Langsamer fahren, schneller ankommen

Auf den ersten Blick erscheint es paradox, dass der Verkehr flüssiger läuft, wenn alle langsamer fahren müssen. Doch das täuscht. «Gemäss aktuellem Forschungsstand erreicht ein Autobahnabschnitt seine maximale Kapazität dann, wenn die Fahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von unter 80 Kilometer pro Stunde unterwegs sind», informiert das Astra. «Die Fahrzeuge können durch die Reduktion der Maximalgeschwindigkeit näher aufschliessen», erklärt Tobias Bolli vom Astra. «Letztlich kommt man mit der flexiblen Geschwindigkeitsreglung bei dichtem Verkehr trotz der tieferen Tempolimite rascher ans Ziel.» Der positive Nebeneffekt davon sei, dass sich dadurch auch die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer verbessere. Insgesamt soll die Massnahme also viele Vorteile bringen, auch wenn man intuitiv das Gegenteil vermutet.

Viele Strassen sind bereits mit dem System ausgerüstet

Die Massnahme ist kein Pilotprojekt und auch kein Testversuch. Das Prinzip der Geschwindigkeitsharmonisierung wird bereits heute auf mehr als einem Sechstel des mehr als 1800 Kilometer umfassenden Nationalstrassennetzes angewandt. Bis voraussichtlich 2020 sollen solche Verkehrsmanagementanlagen gar auf dem gesamten Autobahnnetz der Nordostschweiz erneuert und ergänzt werden.

Auf der A51 sind allerdings bereits die in regelmässigen Abständen benötigten Geschwindigkeitssignale und Gefahrenwarnanlagen vorhanden. Während des einspurigen Verkehrsregimes in den nächsten knapp zwei Wochen werden nun lediglich noch Lücken ergänzt. So braucht es etwa noch neue Verkehrszähler.

Nicht genau sagen konnte das Astra, wie oft die Geschwindigkeit tatsächlich reduziert wird. Das Ziel ist, einen Stau möglichst gar nicht entstehen zu lassen. Ob das System deshalb aber täglich während mehreren Stunden oder nur an bestimmten Tagen greifen muss, ist noch nicht bekannt.

Erstellt: 11.10.2019, 17:40 Uhr

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