Schleinikon

Abfallentsorgung kostet nur noch halb so viel wie bisher

Die Grundgebühr für die Entsorgung des Kehrichts sinkt auf Anfang nächsten Jahres um 25 Franken.

Die neuen Abfallsäcke für das Zürcher Unterland, wie sie in Schleinikon gebraucht werden, sind grau.

Die neuen Abfallsäcke für das Zürcher Unterland, wie sie in Schleinikon gebraucht werden, sind grau. Bild: Archiv

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Bis anhin bezahlten die rund 730 Einwohnerinnen und Einwohner von Schleinikon pro Jahr 50 Franken, damit ihr Hauskehricht fachgerecht entsorgt wird. Nun hat der Gemeinderat beschlossen, diese Gebühr auf den 1. Januar 2020 auf 25 Franken zu senken.

Damit möchte er den Betrag auf dem Konto der Spezialfinanzierung abbauen. Bereits im Juni 2011 war die Grundgebühr verringert worden. Sie betrug damals 70 Franken für einen Einpersonenhaushalt, 110 Franken für Gemeinschaften ab zwei Personen, landwirtschaftliche Siedlungen bezahlten 90 Franken. Danach galt eine einheitliche Grundgebühr von 50 Franken. Darin eingeschlossen sind auch die Grüngutabfälle.

370000 Franken im Kässeli

Weil der Deponiezweckverband Zürcher Unterland (DEZU) 2011 aufgelöst worden war und aufgrund von Gewinnbeteiligungen flossen bis 2018 Ausschüttungen von rund 100000 Franken in die Spezialfinanzierung. Damals waren Gewinne und Rückstellungen des DEZU an die Verbandsgemeinden ausbezahlt worden. Der Saldo der Spezialfinanzierung ist in Schleinikon zwischenzeitlich auf fast 370000 Franken angewachsen.

Die Spezialfinanzierungen werden über die Leistungsbeiträge abgerechnet. Sie sind so bemessen, dass die gesamten Betriebskosten gedeckt sind, zum Beispiel der Einsatz von Abfuhrfirmen und Kehrichtverbrennungsanlagen. Davon abgezogen wird der Ertrag aus den Abfallgebühren.

Später wieder teurer

Mit der aktuellen Gebühr von 50 Franken machen die Einnahmen aus den Haushalten rund 15000 Franken aus. Mit der Senkung der Grundgebühr auf 25 Franken, werden jährlich 7500 Franken aus der Spezialfinanzierung entnommen. Das Ziel ist, dieses Konto auf rund 225000 Franken zu senken. Das ist der Betrag, der für den durchschnittlichen Aufwand pro Jahr, verteilt auf drei Jahre, benötigt wird. Wenn dieses Ziel erreicht ist, wird die Grundgebühr für die Kehrichtentsorgung voraussichtlich wieder auf den aktuellen Stand angehoben werden.

In Schleinikon verwenden die Einwohnerinnen und Einwohner die hellgrauen Zürcher Unterland Abfallsäcke. Auch Sperrgut bis maximal 1.50 Meter und 25 Kilogramm nimmt die Abfuhr mit. Dafür braucht es allerdings sogenannte Sperrgutmarken für 2.10 Franken pro 5 Kilogramm, die auf der Gemeindeverwaltung erhältlich sind.

Erstellt: 09.10.2019, 17:43 Uhr

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