Zum Hauptinhalt springen

Alt werden lässt niemanden unberührt

Im Januar erscheint das neue Mitteilungsheft der Heimatkundlichen Vereinigung Furttal. Die Autoren Kurt Bannwart und Barbara Gasser gehen dem Altwerden einst und heute nach.

Bewohnerinnen des Altersheims in Watt beim gemeinsamen Stricken.
Bewohnerinnen des Altersheims in Watt beim gemeinsamen Stricken.
zvg

In den Mitteilungsheften der Heimatkundlichen Vereinigung wird in der Regel in die Vergangenheit geschaut. Bei der neuesten Ausgabe, die sich mit dem Thema «Im Furttal alt werden – einst und heute» auseinandersetzt, handelt es sich ausnahmsweise über weite Strecken um eine eigentliche Bestandesaufnahme der derzeitigen Angebote für ältere Menschen. Das Autorenduo Kurt Bannwart und die Redaktorin des «Zürcher Unterländer», Barbara Gasser, hat zahlreiche Gespräche mit älteren Menschen aus dem Furttal geführt.

«Wir hatten uns eigentlich noch mehr Einsichten über das Altwerden der verstorbenen Generationen erhofft», sagt Bannwart. Die meisten haben aber über ihre eigene Situation gesprochen und erzählt. Ein Zufallstreffer war das Gespräch mit Madeleine Kunz. Ihre Mutter Ida Fahrni nahm in den 1930er-Jahren Bewohner im ersten Altersheim des Furttals an der Haldenstrasse in Watt auf. Damals lag das Haus noch inmitten von Rebbergen. Keiner wusste aber mehr davon. Die Bewohner hatten alle ein Ämtli und halfen mit.

Als Quellen dienten Bannwart und Gasser hauptsächlich persönliche Gespräche. Als wahre Fundgrube erwiesen sich aber auch die mittlerweile vollständig digitalisierten Ausgaben der Boppliser Zeitung und des Regan Zunftblattes. Entscheidend für Bannwart war auch die Erkenntnis, dass Altersheime offenbar ein Auslaufmodell sind. Die Eintritte würden in der Regel immer später erfolgen und erst dann, wenn schon Pflege benötigt wird. Gerade in der jüngsten Zeit gab es dazu viele kommunale Abstimmungen und Weichenstellungen, die Bannwart und Gasser ebenfalls dokumentiert haben. Was heute geschieht, hilft dann vielleicht späteren Generationen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch