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Alten Möbeln neues Leben einhauchen

Frédéric Eigenheer ist einer von zwanzig Ausstellern am zweiten Künstlermarkt im Guss39. Er hat sein Hobby zum Beruf gemacht und haucht alten Möbeln neues Leben ein.

Frédéric Eigenheer in seinem Atelier. An seiner Seite mit dabei ist sein Hund Gizmo.
Frédéric Eigenheer in seinem Atelier. An seiner Seite mit dabei ist sein Hund Gizmo.
Katrin Brunner

Seinen Wachstotenköpfen gehen richtig die Lichter auf. Zu sehen und zu kaufen sind diese am kommenden Samstag im Guss39. Die Idee aus Wachs Totenkopfkerzen zu giessen, kam dem 44-Jährigen gelernten Schreiner durch seine Faszination für Tätowierungen. Genauer kann er sich das nicht erklären.

Zweites Leben schenken

Sieht man sich in Frédéric Eigenheers Wohnung und im Atelier um, fallen die originiellen Möbelstücke auf, welche dank «Stencil Graffiti» ein zweites Leben leben. Das heisst, mittels Schablonentechnik sprayt Eigenheer neue Motive aufs alte Material.

Er, der sich seit rund zehn Jahren intensiv auch mit Streetart (qualitativ gute Graffitis) beschäftigt, scheint hier seine Profession gefunden zu haben. «Nach meiner Schreinerlehre war ich eine Zeitlang im Verkauf tätig. Mit der Zeit stellte ich aber fest, dass sich meine dortige Tätigkeit immer mehr von meinem eigentlichen Wunsch zu handwerken, entfernte», erzählt er rückblickend.

Heute arbeitet er im eigenen Atelier und scheint sehr zufrieden zu sein. Die Schablonen für seine «Stencil Graffitis»-Möbel zeichnet er selber und schneidet sie in oft stundenlanger Feinstarbeit zu. Seine Motive widerspiegeln oft Modetrends. Letztes Jahr war Eigenheers «Eulenphase», wie er scherzhaft zugibt. Der launige Nachtvogel ziert den auch Kommoden und Schranktüren. «Ich habe immer irgendwelche Themen im Kopf. Eulen, Hirsche oder eben Totenköpfe. Nächstes Jahr ist es vielleicht wieder etwas anderes».

In Bülach am Künstlermarkt werden mehrheitlich seine Totenkopfkerzen und die Eulen-graffitis zu sehen und zu kaufen sein. Dazu übernimmt «Fredy-flex», wie Frédéric Eigenheer von seinen Freunden scherzhaft genannt wird, weil er in deren Augen äusserst flexibel ist, gern auch Aufträge um alten Möbeln wieder Leben einzuhauchen.

Zweiter Künstlermarkt

Nebst Frédéric Eigenheers Kunst wird auch dieses Jahr am Künstlermarkt unter dem Motto «Handgemachtes aus der Region» eine vielseitige Palette an heimischem Schaffen zu sehen sein. So beispielsweise Selbstgenähtes, Glaskunst, Silberschmuck oder Ölgemälde. «Wir waren bereits letztes Jahr positiv überrascht über das schöne Angebot», schwärmt Organisator Gianluca Italia vom Guss39.

Ebenso kommen auch dieses Jahr die zwanzig ausstellenden Künstler und Künstlerinnen aus der näheren Umgebung. Gianluca Italia denkt darüber nach, im nächsten Jahr zu vergrössern. «Der Markt bietet eine ideale Plattform um sich bekannt zu machen und auch Kontakte zu pflegen».

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