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Jetzt bietet sich die beste Gelegenheit Merkur zu sehen

Diesen Samstag öffnen die Sternwarten Bülach und Rümlang ihre Türen für den 15. Astronomietag. Im Zentrum steht dabei der sonnennächste Planet Merkur, der in den nächsten Tagen so gut sichtbar ist, wie nur selten

Mit dem Frühlingsbeginn verabschiedet sich Erdnachbar Venus vom Abendhimmel. War sie in den letzten Tagen und Wochen noch als hell leuchtendes Gestirn nach Sonnenuntergang im Westen zu sehen, läuft sie nun der Sonne entgegen. Am kommenden Samstag steht sie nördlich der Sonne. Die Astronomen nennen das «Neu-Venus». Bis zum 1. April kann man den Planeten gleichzeitig als «Abend-» wie auch als «Morgenstern» sehen.

Abgelöst wird Venus von Merkur, dem sonnennächsten aller Planeten. Seit Sonntag steigt der Planet genau über Westen steil in den abendlichen Dämmerungshimmel. Der Tipp der Astronomen um ihn zu finden: Am besten merkt man sich den Punkt, an dem die Sonne untergegangen ist. Kurz nach 19 Uhr kann man genau über jener Stelle den Lichtpunkt erspähen. Ein Feldstecher vereinfacht die Suche.

Am Abend des 29. März, heute in einer Woche, wird die schmale zunehmende Mondsichel fast auf derselben Höhe wie Merkur stehen, allerdings links von ihm. Der kleine Planet leuchtet derzeit fast so hell wie Sirius, der hellste Stern am Nachthimmel.

Sternbilder im Teleskop zu sehen

Die gute Sichtbarkeit des sonnennächsten Planeten Merkur fällt am Wochenende mit dem Tag der Astronomie zusammen. Am Samstag öffnen deshalb die Sternwarten in Bülach und Rümlang ihre Dächer und Kuppeln. Den Besuchern bietet sich dabei die Gelegenheit, Merkur durch ein Teleskop zu sehen.

Die Bülacher Sternwarte ist bereits ab Mittag um 12 Uhr geöffnet. Neben den Live-Beobachtungen gibt es Vorträge und einen Gastrobetrieb mit Grill. Die Sternwarte Rümlang empfängt das Publikum ab 19 Uhr und bietet ebenfalls ein Rahmenprogramm sowie ein Ausweichszenario bei schlechtem Wetter.

Neben Merkur stehen unter dem Motto «Sehenswertes an der Sonnenbahn» weitere Planeten und faszinierende Himmelsobjekte im Fokus des Astronomietags in den Sternwarten der Schweiz.

Entlang der Ekliptik - der scheinbaren Sonnenbahn - sind die Sternbilder Jungfrau, Löwe, Krebs, Zwillinge, Stier und Waage sind zu sehen.

Galileische Monde beobachten

Jupiter - der grösste Planet in unserem Sonnensystem - wird mit seinen dunklen Wolkenbänder und vier galileischen Monden den ganzen Abend beobachtbar sein. Weitere Höhepunkte, mit oder ohne Teleskop, sind die Plejaden (das Siebengestirn) und ein weiterer offener Sternhaufen im Sternbild Zwillinge, M35, dessen über 500 junge Sterne wie Diamanten vor dem schwarzen Hintergrund des Alls glitzern.

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