Steinmaur

Am Fischbach drängen sich Sanierungen auf

Wegen Hochwassergefahr lässt der Gemeinderat Massnahmen am Fischbach überprüfen.

Der Gemeinderat will ermitteln, welche Massnahmen zum Schutz vor Überschwemmungen in den Gebieten um den Fischbach getroffen werden können.

Der Gemeinderat will ermitteln, welche Massnahmen zum Schutz vor Überschwemmungen in den Gebieten um den Fischbach getroffen werden können. Bild: Balz Maurer

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Beim Unwetter im Mai letzten Jahres hinterliessen Überschwemmungen um den Fischbach ein Bild der Verwüstung in Steinmaur. Wasser und Erdmassen drangen in die umliegenden Gebäude ein und verursachten Schäden in Millionenhöhe. Der Gemeinderat von Steinmaur hat nun zwei Studien zum Hochwasserschutz am Fischbach genehmigt und lässt zwei Schwachstellen überprüfen.

Historisch bedingt fliesst der Bach unter den Gebäuden der Gemeinde. Beim Durchlass handelt es sich jedoch um ein Gebilde aus teilweise veralteten Teilstücken. Gerade bei Hochwasser wären die Elemente, die zum Teil 100 Jahre alt sind, hydraulisch überbelastet. Der Gemeinderat hat deshalb zwei Schwachstellen identifiziert, bei welchen Sanierungsbedarf besteht.

Konfliktpotenzial

Im Bereich Mülliweiherstrasse-Burgweg sei eine solche Vergrösserung des Bachabschnittes nötig geworden. Weil in diesem Gebiet aber weiter Planungen im Gange sind, welche im Konflikt mit Bauarbeiten am Fischbach stehen könnten, will der Gemeinderat rechtzeitig die baulichen Möglichkeiten ermitteln.

Auch im Gebiet der Fischbachstrasse wurde beim Hochwasserereignis im Mai letzten Jahres eine geringe Gerinnekapazität festgestellt. Die Brücken «Im Gässli», «Fischbachstrasse» und «Heugasse» sowie drei weitere Überfahrten bei der Fischbachstrasse sind laut Gemeinderat zu klein, um ein Jahrhunderthochwasser abzuführen. In diesen Bereichen sollen bereits in absehbarer Zeit Massnahmen ergriffen werden, schreibt der Gemeinderat, weshalb man auch ein Vorprojekt genehmigt hat.

Für die zwei Studien hat der Gemeinderat Kredite in der Höhe von jeweils 36000 und 38000 Franken genehmigt. «Der Gemeinderat hat festgestellt, dass Massnahmen zum Hochwasserschutz in diesen Bereichen dringend nötig sind, weshalb wir so schnell wie möglich etwas unternehmen wollen», erklärt Gemeinderat und Tiefbauvorstand Oskar Rüegg (parteilos). Weil Korrekturen am Fischbach jedoch private Grundstücke tangieren würden, sei man auf die Kooperation der jeweiligen Eigentümer angewiesen. Auch die Finanzierung der Bachsanierung dürfte eine Herausforderung darstellen. Deshalb sind derzeit keine verbindliche Angaben zum Zeithorizont dieser Projekte möglich.

Sache der Gemeinde

Die Frage nach der Hochwassersicherung des Fischbachs beschäftig Steinmaur seit längerer Zeit. Nach dem Unwetter vom Mai 2018 hatten sich Abfall, Sand und Kies im Bachbett angesammelt. Unklarheiten über die Aufgabenteilung führten jedoch dazu, dass sich die Säuberungsarbeiten monatelang verzögerten. Auf Anfrage von Kantonsrat Hans Egli (EDU) teilte der Zürcher Regierungsrat schliesslich mit, dass der Fischbach nicht unter der Obhut des Kantons und des Amtes für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) steht. Laut dem Regierungsrat sei das Awel für den Hochwasserschutz an Gewässern von kantonaler und regionaler Bedeutung zuständig. Weil der Fischbach nicht zu diesen gehört, sei er von der Gemeinde selbst instand zu setzen.

Erstellt: 17.07.2019, 18:20 Uhr

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