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Am gefährlichsten sind die Stopps

Stets dichtere Fahrpläne, Chauffeure unter Druck – die Stürze von Senioren und Seniorinnen in Trams und Bussen nehmen zu. So hat man zumindest den Eindruck. Statistisch belegen lasse sich das nicht, schreibt der Regierungsrat.

Busfahren kann gefährlich sein: Kommt es zu Unfällen mit verletzten Passagieren, liegt es oft an Manövern, die von anderen Verkehrsteilnehmern verursacht worden sind.
Busfahren kann gefährlich sein: Kommt es zu Unfällen mit verletzten Passagieren, liegt es oft an Manövern, die von anderen Verkehrsteilnehmern verursacht worden sind.
Melanie Duchene

Der 78-Jährige hätte sich sofort auf den nächsten freien Stuhl setzen sollen nach dem Einsteigen statt durch den Bus nach vorne zu gehen. Mit dieser Begründung wies das Obergericht im Juli die Beschwerde eines 78-Jährigen ab, der in einem Winterthurer Stadtbus der Länge nach hingefallen war und sich dabei eine blutende Wunde an der Stirn zugezogen hatte. Der Bus sei «geschossartig losgefahren», hatte er sich beklagt. Der Chauffeur hatte dagegen gehalten, dass er nicht warten müsse, bis alle sitzen. Er müsse den Fahrplan einhalten.Solche und ähnliche Vorfälle haben Kantonsrätin Esther Meier (SP, Zollikon) zu einer Anfrage bewogen. Sie benützt regelmässig den Bus von Tiefenbrunnen nach Zollikerberg und sagt: «Teilweise wird schon sehr ruckartig angefahren.» Das sei nicht nur für alte Leute gefährlich, sondern auch für Gehbehinderte und Mütter mit Kinderwagen. Und nicht immer reiche die Zeit, um auf den nächsten freien Sitzplatz zu gelangen. So es denn einen freien Sitzplatz gebe. Meier ist Mitglied in der Gruppe «60+» ihrer Partei, ihre Anfrage an den Regierungsrat lautet: «Wird der öffentliche Verkehr für Seniorinnen und Senioren und für in der Mobilität beeinträchtigte Personen zunehmend gefährlich?»

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