Buchs

Amag zieht 300 Stellen aus Buchs ab

Die Amag Gruppe verlegt ihren Hauptsitz nach Cham ZG und zieht dort die Administration zusammen. Die Mitarbeitenden von fünf Abteilungen in Buchs sind vom Standortwechsel betroffen.

Das Teilelogistikzentrum mit 250 Mitarbeitenden und der Amag-Shop bleiben in Buchs.

Das Teilelogistikzentrum mit 250 Mitarbeitenden und der Amag-Shop bleiben in Buchs. Bild: Archiv, Marc Dahinden

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Amag gehört zu den grössten Arbeitgebern in Buchs. Rund 600 Mitarbeitende beschäftigt der Schweizer Autoimporteur und -verkäufer im Industriegebiet in der Furttaler Talsohle. Nun ist schon länger bekannt, dass Amag den Hauptsitz nach Cham im Kanton Zug verlagert und die ganze Administration, das heisst alle Bürojobs, im neuen Konzernsitz zusammenzieht. Die Umzugspläne hat das Unternehmen im April 2017 bekannt gemacht, ebenso den Termin drittes Quartal 2019.

Fünf Abteilungen ziehen aus Buchs weg

In Buchs sind 300 Mitarbeitende vom Standortwechsel betroffen. Ebenfalls betroffen sind die Administrationen in Schinznach-Bad, Baden-Dättwil und Zürich Utoquai. Die Garagenbetriebe in Schinznach-Bad und Zürich Utoquai bleiben hingegen.

Laut Amag-Sprecherin Roswitha Brunner ist der Umzug im Oktober und November geplant. Fünf Abteilungen werden ihre Büros in Buchs räumen müssen und sich in Cham neu einrichten: Marketing, After Sales, Informatik, Human Resources und Business Transformation. Im neuen Bürogebäude in Cham werden laut Brunner rund 950 Personen beschäftigt sein.

250 Mitarbeitende bleiben

Das Teilelogistikzentrum, das Herzstück des Amag-Ersatzteile-Vertriebsnetzes, bleibt in Buchs. Dort lagern über 100 000 Ersatzteile der Marken VW, Audi, Seat, Skoda und der VW-Nutzfahrzeuge. In Buchs werden weiterhin 250 Personen tätig sein, auch die 25 Lernenden bleiben. Vom Umzug nicht betroffen ist auch der Amag Shop. Die frei werdenden Büroräume werden laut Brunner weitervermietet und sind in der Vermarktung.

Wegzug bringt kaum Steuerausfälle

Was bedeutet der Wegfall von 300 Arbeitsplätzen für die Standortgemeinde? Der Buchser Gemeindepräsident Thomas Vacchelli winkt ab: «Amag hat den Steuersitz nicht in der Gemeinde Buchs. Der Wegzug fällt finanziell nicht gross ins Gewicht.» Vacchelli kennt mehrere Buchserinnen und Buchser, die bei Amag beschäftig sind und weiss: «Die einen ziehen mit nach Cham, die anderen suchen eine neue Lösung wie eine vorzeitige Pensionierung oder eine Umorientierung.»

Wie viele Einwohner vom Standortwechsel betroffen sind und künftig einen viel weiteren Arbeitsweg in Kauf nehmen müssen, ist jedoch nicht bekannt. Laut Amag-Sprecherin Roswitha Brunner rechnet man generell mit 20 Prozent Abgängen bei einem Standortwechsel. Genaue Zahlen kennt aber auch sie nicht.

Erstellt: 15.08.2019, 17:52 Uhr

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