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An ihm geht keine Fälschung vorbei

Hansjörg Maurhofer war lange «Herrscher» über Goldvreneli und Münzen. Nun erzählt der Ex-Banker über den Wert von Gold, über Qualitätskontrolle und gefälschte Münzen.

Seinem geübten Auge entgeht nichts: Hansjörg Maurhofer inspiziert Goldvreneli.
Seinem geübten Auge entgeht nichts: Hansjörg Maurhofer inspiziert Goldvreneli.
Paco Carrascosa

Hansjörg Maurhofer sitzt seelenruhig da, die Lupe in der Hand, und inspiziert ein Goldvreneli aus dem Jahr 1930. Obwohl der 63-Jährige frühpensioniert ist, hält ihn die Leidenschaft zum Edelmetall nach wie vor gefangen. Konzentriert dreht er die Münze in den Händen, achtet auf Farbton und Prägung, lässt das Goldstück auf Marmor fallen, um den Ton zu überprüfen. «Die Ziffer 3 sieht aus wie eine 8», stellt er fest. «Das 20er-Vreneli ist am Rand teilweise abgeschliffen – keine besonders gute Qualität, sondern Mittelmass.» 267 Franken würde man momentan im Ankauf dafür erhalten, entnimmt er der Rubrik «Börsen und Märkte» des «Zürcher Unterländers». Bis zu 3000 Vreneli hat Maurhofer während seiner Zeit bei der Bank an Spitzentagen in den Händen gehalten und überprüft. «Jeder Jahrgang weist andere Merkmale auf.» Oftmals habe man versucht, ihm schlechte Ware oder sogar Fälschungen unterzujubeln. «Doch mich konnte man nicht so einfach über den Tisch ziehen.»

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