Regensdorf

Regensdorf im Hochglanzmagazin

Das Architekturmagazin Hochparterre hat sein neues Themenheft dem künftigen Regensdorfer Ortsteil «Bahnhof Nord» gewidmet. Die Autoren wagen einen Blick in die Zukunft und sagen, wo Regensdorf im 2040 steht.

Die Immobilienfirma Mobimo plant 200 Wohnungen auf dem Studer/Revox-Areal direkt am Bahnhof Regensdorf-Watt.

Die Immobilienfirma Mobimo plant 200 Wohnungen auf dem Studer/Revox-Areal direkt am Bahnhof Regensdorf-Watt. Bild: Visualisierung: zvg

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Regensdorf. Ein urbaner Ortsteil mit Wohnraum für 5500 Menschen entsteht beim Bahnhof Regensdorf. Eine Fussgängerpassage soll als Allee durch die Überbauungen führen. Auf dem 21,5 Hektaren grossen Areal auf der Nordseite des Bahnhofs wird bis zum Jahr 2040 ein Mix von Wohnhäusern und Gewerbebauten, neue und alte, stehen. Mit dem Projekt «Bahnhof Nord» reagiert Regensdorf auf das prognostizierte Bevölkerungswachstum in den nächsten Jahrzehnten.

Ein Vorzeigeprojekt, findet die Architekturzeitschrift «Hochparterre» und hat dem Vorhaben ein ganzes Themenheft gewidmet. Unter dem Titel «Regensdorf plant seine neue Mitte» zeigen die Autoren den Weg zum neuen Regensdorf auf und zeichnen die Entwicklungsgeschichte der Gemeinde und ihrer grossen Areale nach.

Aus der Geschichte lernen

Schon einmal ist Regensdorf um ein ganzes Quartier gewachsen. 1974 sind in der Sonnhalde im Ortsteil Adlikon 840 Wohnungen praktisch über Nacht entstanden. Die Plattenbauten des Unternehmers Ernst Göhner waren damals begehrt. Das Sonnhalde-Quartier geriet aber über die Jahre zum Sorgenkind der Gemeinde. Oft war von «Verslumung» die Rede. Diese Negativentwicklung soll sich mit «Bahnhof Nord» nicht wiederholen.

«Ein grosses Plus der Planung ‹Zukunft Bahnhof Nord› ist ihre kontinuierliche Entwicklung: Weder die alten noch die neuen Einwohner von Regensdorf werden von heute auf morgen mit einer fixfertigen neuen Stadt konfrontiert sein», heisst es im «Hochparterre». Stattdessen werde das neue Quartier, im Unterschied zur Sonnhalde, Stück für Stück entstehen. «Die Gemeinde wird beobachten können, was besser und was weniger gut funktioniert, und die weiteren Entwicklungen mit entsprechenden Interventionen und Programmen steuern können.»

Günstige Wohnungen geplant

5500 neue Regensdorfer sollen bis im Jahr 2040 im Bahnhofsquartier wohnen: Was sind das für Menschen, die nach «Bahnhof Nord» ziehen? Andreas Wende von der Immobilienfirma Mobimo, die als erste eine Überbauung im Gebiet plant, sieht die Hauptzielgruppe bei den Pendlern. «Der Druck auf die Zentren nimmt nicht ab. Im Grossraum Zürich ist Wohnraum darum weiterhin gefragt.»

Laut Wende plant Mobimo preisgünstigen Wohnungsbau. Der Gemeindepräsident Max Walter hätte die Wohnungen lieber in einem höheren Preissegment. «Wir wollen keine billigen Wohnungen, aber ein vernünftiges Preisniveau.» Auch Immobilienentwickler Daniel Grando, der die 15 Grundeigentümer des gesamten Areals vertritt, sieht einen günstigen Preis als Motivation, ins Gebiet «Bahnhof Nord» zu ziehen.

5500 Leute mehr in Regensdorf: Das Wachstum kostet aber zuerst einmal. Für Schule, Mobilität und weitere Dienstleistungen muss Regensdorf investieren. Die Grundeigentümer haben sich darum verpflichtet, den Ausbau der Infrastruktur mitzufinanzieren. 250 Franken pro Quadratmeter: Das ist der Preis, der die Gemeinde in einem langen Prozess mit den Eigentümern ausgehandelt hat. Beide Seiten scheinen zufrieden. «Wir wollen, dass die Eigentümer trotz ihres Beitrags an die Infrastruktur einen Gewinn erwirtschaften, denn nur so können sie auch Steuern bezahlen,» sagt Gemeindepräsident Max Walter. Und auch Daniel Grando als Vertreter der Grundeigentümer findet den Preis angemessen.

Die ersten Neubauten sind bereits in Planung. Das Immobilienunternehmen Mobimo will ein Grossprojekt auf dem heutigen Studer/Revox-Areal an der Althardstrasse 10 und 30 realisieren. Es sollen 200 Wohnungen entstehen und in den Erdgeschossen auf 4000 Quadratmetern Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe. Läuft alles nach Plan, werden laut Andreas Wende von Mobimo im 2018 der Gestaltungsplan und das Bauprojekt bewilligt. Im 2019 soll der Baustart erfolgen, so dass die Wohnungen im 2021 oder 2022 bezugsbereit sind.

Ein zweites Bauprojekt hat die Pensimo Management AG in Planung. Sie will auf dem Areal, wo bis 2002 das Technologieunternehmen Gretag Imaging seinen Sitz hatte, langfristig 300 bis 400 Wohnungen bauen, gemischt mit Gewerbe. Die Entwicklung des Gebiets erfolgt laut Jörg Koch von Pensimo in mehreren Etappen über die nächsten fünf bis zehn Jahre. Den Baubeginn der ersten Etappe schätzt er auf das Jahr 2020. Eine weitere Grossüberbauung mit 380 Wohnungen plant die Pensionskasse BVK auf dem Stockenhof-Areal zwischen Ostring und Roosstrasse.

Erstellt: 15.12.2017, 15:23 Uhr

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